Schwerer Verkehrsunfall bei Irschenberg – Reisebus kollidiert mit Lkw-Anhänger - 30 Verletzte - Sechs im Krankenhaus
In der Nacht zum Mittwoch hat es am Irschenberg übel gekracht. Ein mit 50 Personen besetzter Reisebus fuhr auf ein Lkw auf.
Die Polizei meldet: Am Mittwoch (20. August) kam es gegen 0.05 Uhr auf der A8 im Gemeindegebiet Irschenberg zu einem folgenschweren Verkehrsunfall. Ein mit Gemüse beladener Lastwagen mit Anhänger, gesteuert von einem 46-jährigen Polen war auf dem rechten Fahrstreifen in Richtung München den Irschenberg hinunter unterwegs, als ein Reisebus aus dem Kosovo, gelenkt von einem 49-jährigen Busfahrer aus Slowenien, mit insgesamt 50 Personen an Bord von hinten auffuhr. Der Bus war mit Personen aus verschiedenen Ländern besetzt, der Großteil aus dem Kosovo in Deutschland lebend.
Busfahrer erkennt Gespann zu spät
Nach ersten Erkenntnissen der Polizei erkannte der Busfahrer das vorausfahrende Gespann zu spät. Er versuchte noch nach links auszuweichen, krachte jedoch in den Anhänger des Lastwagens. Dabei blieb die Frontpartie des Reisebusses am Heck des Anhängers hängen und wurde dabei stark beschädigt. Auch der Lkw-Anhänger wurde bei dem Aufprall erheblich in Mitleidenschaft gezogen.
Der Rettungsdienst rückte mit zahlreichen Einsatzkräften an, um die Fahrgäste zu versorgen. Um die Versorgung geordnet durchführen zu können, wurde eine Verletztensammelstelle im Gerätehaus der Freiwilligen Feuerwehr Irschenberg eingerichtet, wo Notärzte und Rettungssanitäter die weitere Behandlung übernahmen. Auch ein Rettungshubschrauber kam zum Einsatz.
30 von 50 Businsassen verletzt - Sechs kommen ins Krankenhaus
Bei dem Zusammenstoß erlitten nach aktuellem Stand 30 Menschen Verletzungen, zwei von ihnen wurden stationär ins Krankenhaus gebracht, vier verletzte Personen wurden zur Abklärung ebenfalls in Kliniken verlegt.
Neben den Feuerwehren aus Irschenberg, Miesbach und Weyarn waren auch mehrere Polizeistreifen von umliegenden Inspektionen sowie die Autobahnmeisterei Holzkirchen an der Unfallstelle im Einsatz. Die Einsatzkräfte sperrten die Autobahn in Fahrtrichtung München für rund zwei Stunden vollständig, um eine sichere Versorgung der Betroffenen und die Bergung der Fahrzeuge zu gewährleisten.
Schaden rund 150 000 Euro
Nach ersten Schätzungen beläuft sich der entstandene Sachschaden auf rund 150 000 Euro. Der beschädigte Reisebus musste abgeschleppt werden. Die Busgesellschaft reagierte schnell und schickte umgehend einen Ersatzbus, der die unverletzten Passagiere weiter transportierte.
Der Lkw konnte war noch soweit fahrbereit, dass er einen Parkplatz ansteuern konnte, wo die Ladung dann auf einen Ersatz-Lkw umgeladen wurde.
Warum der Busfahrer den Lastwagen so spät wahrnahm, ist derzeit noch unklar und Gegenstand der laufenden Ermittlungen der Polizei. Hinweise auf technische Defekte liegen bisher nicht vor.
Der Einsatzleiter des Rettungsdienstes sprach nach Abschluss der Maßnahmen von einer „sehr koordinierten und professionellen Zusammenarbeit aller Hilfsorganisationen“. Dank des schnellen Eintreffens der Rettungskräfte habe die medizinische Versorgung der Verletzten zügig sichergestellt werden können.