Der frühere Schlierseer Diakon Alois Winderl hat Gelde für den Erhalt der St. Georgs-Kapelle auf dem Weinberg gesammelt. Es soll dem Erhalt des Gotteshauses zugutekommen.
Alois Winderl wollte zu seinem Abschied eigentlich keine Geschenke für sich selbst, sondern bat um Spenden für die Weinbergkapelle. Die meisten seiner Gäste aber wollten dem verdienten Diakon unbedingt etwas Persönliches zukommen lassen. Dennoch kam eine ansehnliche Summe für Winderls Herzensanliegen zusammen. Immerhin 3100 Euro hat er der Kirchenverwaltung übergeben können.
Wertvolle Kulturschätze in der Kapelle
Die Zielsetzung wäre eigentlich gewesen, das Kirchlein der Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Ideen dazu haben sie in Schliersee schon entwickelt, wie Anja Schnitzenbaumer, Verwaltungsleiterin des Pfarrverbands, erklärt. Die Tür einfach aufsperren, das geht allerdings nicht. Denn die wertvollen Kulturschätze im Kircheninneren wären dann ungeschützt. Und mit unliebsamen Vandalismus hat die Pfarrei ja Erfahrung, wobei sich Schmierereien und ähnliches aufgehört haben, seit die Annaberg-Gedenktafel in einen „Ort der Erinnerung“ eingebettet ist.
Gitter wäre gut, ist aber sehr teuer
Gangbar erscheint der Weg, eine Absperrung in der Kirche zu errichten, ein Gitter, das den Blick auf die Schönheiten, nicht aber einen Zugriff erlaubt. Ein Exemplar, das einer Kirche würdig ist, hat allerdings seinen Preis. Auf rund 25 000 Euro belaufen sich Schnitzenbaumer zufolge die bisherigen Schätzungen. Dafür reichen die von Winderl gesammelten Spenden nicht, womit das Geld nun erstmal ganz allgemein für den Erhalt der St. Georg gewidmeten Kapelle auf der kleinen Anhöhe mitten im Ort verwendet werden soll. Über alles weiter muss dann sowieso die Kirchenverwaltung per Beschluss entscheiden.