Auf heiligen Pfaden: Vier Pilgerrouten in Dietramszell verbinden Natur, Kunst und Spiritualität

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Station auf dem Weg: Die Kirche „Maria zu den sieben Schmerzen“ in Linden, die als Wallfahrtsort gilt. © sh

Der Pfarrverband stellt vier Routen quer durch die Gemeinde Dietramszell vor. Für die längste, ganze 16 Kilometer, „braucht man Kondition“.

Dietramszell – Vier Pilgerrouten führen künftig durch den Dietramszeller Pfarrverband. „Schuld“ daran ist streng genommen die Corona-Pandemie. „Während des Lockdowns beobachteten meine damalige Kollegin Ruth Schaefer und ich immer wieder, wie viele Radler und Wanderer zu uns aufs Land kommen“, erinnert sich Dekan Thomas Neuberger. „Viele besuchten auch unsere Kirchen und zündeten hier eine Kerze an.“ Der nächste Impuls kam in einem Gespräch mit der Abteilung Kunst des Ordinariats auf. Und wie der Zufall es wollte, beschäftigte sich Pfarrgemeinderatsmitglied Tom Vollmer ebenfalls mit möglichen Wander- und Radlrouten. „Damit war die Idee geboren.“ Das Ergebnis: vier unterschiedliche Routen für Wanderer, Pilger und Kunstinteressierte.

Auf heiligen Pfaden: Routen in Dietramszell verbinden Natur, Kunst und Spiritualität

Im Herbst vergangenen Jahres begannen die Planungen. Heide Kranz entwickelte die Wanderrouten, Tom Vollmer übernahm die Radtour-Angebote und alle Arbeiten im digitalen Bereich, Theresa Rauner von der Abteilung Kunst im Erzbischöflichen Ordinariat München beschrieb in kunsthistorischen Texten die einzelnen Kirchen und Stationen. Neuberger selbst kümmerte sich um die Erstellung eines Pilgerwege-Hefts.

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Auf unterschiedlichen Routen geht es einmal quer durch alle Pfarreien des Pfarrverbands. „Stationen sind hauptsächlich Kirchen und Kapellen. Viele davon sind geöffnet“, sagt Neuberger. Derzeit werde an Sicherheitsvorkehrungen – wie beispielsweise am neuen Andachtsort mit der Madonna in Linden – gearbeitet, um sie zugänglich machen zu können; oder bei der Friedhofskirche am Kreuzbichl. „Dort hätten wir auch gerne, dass tagsüber die Friedhofsbesucher in die Kirche können“, beschreibt der Geistliche das weitere Vorgehen. „Denn wenn wir schon Pilgerwege zu so tollen Zielen haben, dann sollten diese auch zugänglich sein.“

Über die Besonderheiten der Routen, der Kirchen und ihrer Geschichte können sich Interessierte per App – Komoot und Actionbound – informieren. Neuerberger: „Hier sind Fotos, Texte und Rätsel, die man lösen kann, enthalten.“ Auch die Anbringung von QR-Codes könnte sich der Dekan vorstellen. Ein gedruckter Führer soll nach einer ersten Erprobung der Wege folgen.

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Die kürzeste Tour, der „Dietramszeller Marienweg“, mit ihren 4,7 Kilometern beinhaltet keine großen Steigungen. „Den kann auch ein weniger sportlicher Mensch gut gehen“, so Neuberger. Eher trainiert sollten Nutzer der 16-Kilometer-Wanderung „Kirchen im Zeller Winkel“ und der beiden Radtouren „Dietramszeller Kirchen im Norden und Süden“ sein. „Hier braucht man Kondition. Aber es lohnt sich.“ Und der Dekan kündigt an: „Wir haben noch viele Ideen.“

Info: Der Startschuss fällt mit der Begehung des Marienwegs am kommenden Sonntag, 28. April. Treffpunkt ist die Pfarrkirche Dietramszell. Im Anschluss gibt es Kaffee und Schmalzgebäck.

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