Jens Müller will es schon jetzt wieder wissen: Nach nur zwei Jahren im Amt wird er sich 2026 zur Wiederwahl stellen.
Kochel am See – Der Kochler Bürgermeister Jens Müller (UWK) wird sich im März 2026 wieder zur Wahl stellen. Der Kochler Gemeinderat gab in seiner jüngsten Sitzung grünes Licht für die vorzeitige Beendigung der Amtszeit. Dagegen stimmte lediglich Klaus Barthel (SPD).
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Nachwahl, weil der Vorgänger in den Landtag einzog
Müller war erst im Januar 2024 gewählt worden – außertourlich, weil Rathauschef Thomas Holz kurz zuvor in den Landtag gewählt worden war. Eigentlich hätte sich Müller erst nach sechs Jahren, also 2030, wieder zur Wahl stellen müssen. Dass er es bereits jetzt – zusammen mit der regulären Kommunalwahl – tut, hatte er unter anderem damit begründet, der Gemeinde Geld sparen zu wollen. „Das ist sein Beweggrund“, sagte 2. Bürgermeister Thomas Eberl (UWK), der diesen Tagesordnungspunkt leitete. Rund 25 000 Euro kostet eine separate Bürgermeisterwahl die Kommune.
Gremium nennt Müllers Einstellung „ehrenwert“
Müllers Haltung sei „ehrenwert“, war aus dem Gremium zu hören. Somit wählt Kochel am 8. März 2026 nicht nur Landrat, Gemeinderat und Kreistag, sondern auch den Bürgermeister. Müller hatte sich bei seiner ersten Wahl gegen die beiden Herausforderer Thomas Bacher (CSU) und Rosi Marksteiner (Mitte) – mit ihr ging es in die Stichwahl – durchgesetzt.
Während die meisten Bürgermeister im Landkreis-Süden im März 2026 wieder antreten, wird es auf dem Chefsessel im Landratsamt auf jeden Fall einen Wechsel geben. Nach 18 Jahren im Amt zieht sich Landrat Josef Niedermaier zurück. Drei Kandidaten stehen bereits fest: Thomas Holz (CSU), Ludwig Schmid (FW) und Klaus Barthel (SPD).