In der Nacht zum Samstag kam es nach einem US-Angriff auf Venezuela zu mehreren Explosionen in der Hauptstadt Caracas und zur Festnahme des venezolanischen Präsidenten Nicolás Maduro. In einem Statement kündigte Trump an, die USA wollen das südamerikanische Land zunächst selbst führen. Wie mehrere US-Medien am Samstagabend übereinstimmend berichteten, sei Maduro in den USA angekommen. In New York soll ihm der Prozess gemacht werden. Neben Venezuela sind auch noch andere Länder in Südamerika für Drogenkriminalität bekannt. Die Lateinamerika-Korrespondentin Sandra Weiss verriet im Interview mit FOCUS online, welche Länder nach Maduros Sturz nun vor einem ähnlich massiven US-Durchgreifen zittern:
Lateinamerika-Expertin: "Region ist sehr gespalten, polarisiert"
"Die Region ist natürlich sehr gespalten, polarisiert. Wir haben zum einen Länder, die sofort die Reihen geschlossen haben mit Venezuela und die Regierung unterstützt haben, Maduro unterstützt haben. Das sind zum Beispiel Kolumbien oder Kuba, natürlich auch außerhalb der Region Russland und Iran und so weiter – die üblichen Verdächtigen."
Auf der anderen Seite gebe es Länder, die Maduros Sturz gefeiert haben. "Das sind natürlich – wenig überraschend – so Trump-Freunde wie Javier Milei in Argentinien. Die eigentlich wichtigen Länder wie Mexiko und Brasilien, die haben eine sehr institutionelle Position eingenommen. Sie haben das als Völkerrechtsverletzung verurteilt, als Verletzung der Souveränität Venezuelas. Sie haben sich besorgt geäußert über diesen Angriff."
Weiss: Mexiko und Brasilien nehmen "Mittler-Opposition" ein
Dahinter vermutete Weiss folgende Strategie: "Ich denke, die versuchen, sich in so eine Mittler-Opposition zu bringen und versuchen, so ein bisschen den Multilateralismus, das Völkerrecht hochzuhalten, ohne sich jetzt direkt auf die eine Seite oder die andere zu schlagen." Gerade Mexiko zittere vor einem möglichen US-Eingreifen, so Weiss: "Weil gerade Mexiko natürlich sieht, dass sie der nächste Kandidat sein könnten für solche Übergriffe. Das hat Trump ja schon mehrfach angedroht. Und er hat ja nun auch schon im Pazifik einige Drogenboote versenken lassen. Also er rückt immer so ein bisschen näher an Mexiko heran."
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