Ford bringt beliebten Kleinwagen als Elektroauto zurück

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Ford ist kürzlich eine Kooperation mit Renault eingegangen. Ein erstes Ergebnis dieser Zusammenarbeit soll in zwei Jahren auf den Markt kommen.

Köln – In den USA hat Ford dem Elektroauto den Stecker gezogen. Der US-Hersteller schreibt in diesem Segment insgesamt 19,5 Milliarden US-Dollar ab. Die Produktion mehrerer bereits auf dem Markt erhältlicher Stromer, darunter des F-150 Lightning, wird eingestellt.

Ford soll Fiesta als E-Auto zurückbringen: Modell soll 2028 auf den Markt kommen

Doch angesichts der langfristigen Entwicklung vor allem auf anderen Märkten verabschiedet sich Ford nicht ganz von E-Autos. Der Fokus liegt in Europa jedoch auf kleineren Modellen, die zusammen mit Partnern entwickelt werden. Einer dieser Partner ist Renault. Anfang Dezember haben beide Unternehmen ihre Kooperation bekannt gegeben. Ein Ergebnis dieser Zusammenarbeit sollen zwei unterschiedliche Elektrofahrzeuge der Marke Ford sein, die auf der Ampere-Plattform von Renault basieren.

Mehrere Medien, darunter Auto Motor und Sport und die Autozeitung, spekulieren, dass es sich bei einem der beiden Modelle um einen elektrischen Ford Fiesta handeln könnte, der 2028 auf den Markt kommen soll. Die Produktion des Kleinwagens in Köln wurde 2023 eingestellt.

Ford Fiesta ST von 2021
Die Produktion des Ford Fiesta wurde 2023 eingestellt. (Archivfoto) © Ford/dpa-tmn

Ford soll Fiesta als E-Auto zurückbringen: Technologische Basis ist der Renault 5

Technologische Basis des kommenden elektrischen Fiesta soll der bereits verfügbare Renault 5 sein. Damit dürften beide Modelle vergleichbare Daten haben. Der knapp vier Meter lange Renault 5 ist in drei Leistungsstufen erhältlich: 110 kW/150 PS, 90 kW/120 PS und 70 kW/95 PS. Je nach Batteriegröße – es stehen 40 und 52 kWh zur Auswahl – kommt das Auto auf eine Reichweite von 300 bis 400 Kilometern. Die günstigste Version des Renault 5 ist ab 28.000 Euro zu haben.

Der mögliche Ford Fiesta wäre nach dem Nissan Micra das zweite Fahrzeug auf Basis des Renault 5. Entsprechend haben beide Fahrzeuge vergleichbare Daten. In der günstigsten Version ist der Nissan Micra für 27.990 Euro zu haben.

Ford arbeitet mit Renault zusammen: Produktionsstandort soll in Frankreich liegen

Das zweite elektrische Modell von Ford soll ein Crossover sein, dessen Grundlage die Architektur des Renault 4 ist. Der Franzose ist knapp über 4,1 Meter lang und wird mit einer 40-kWh-Batterie (90 kW/120 PS) und einer 52-kWh-Batterie (110 kW/150 PS) angeboten. Das günstigste Modell kostet 29.400 Euro. Beide Ford-Modelle sollen im Renault-Werk in Douai, Frankreich, gebaut werden, in dem auch der R5 vom Band läuft.

Mit den beiden Modellen tritt Ford gegen den VW ID.Polo an, der bereits in diesem Jahr auf den Markt kommt. Im oberen Segment des E-Auto-Angebots von Ford befinden sich der Explorer und der Capri. Beide Modelle basieren auf dem MEB-Baukasten von Volkswagen und werden im Cologne Electric Vehicle Center in Köln produziert. Der Puma Gen-E, der auf Ford-Technik basiert, wird in Rumänien gebaut. Laut Auto Motor und Sport ist allerdings unklar, ob das geplante neue Crossover-Modell auf Renault-Basis eine Ergänzung oder ein Nachfolger des Puma Gen-E ist. (Quellen: Ford, Renault, Auto Motor und Sport, Autozeitung)

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