Elektroauto-Hammer: Stromer sind doppelt so günstig wie Verbrenner oder Hybride

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Elektroautos sind längst kein Kostentreiber mehr: Eine Studie zeigt, dass sie im Unterhalt bis zu doppelt so günstig sind wie Diesel oder Hybride – vor allem für Vielfahrer.

Frankfurt – Wer überlegt, auf ein Elektroauto umzusteigen, hat mittlerweile einen guten finanziellen Grund dafür: Laden ist oft deutlich günstiger als Tanken. Laut einer aktuellen Studie von Ecomento können Elektroautos im Unterhalt bis zu doppelt so günstig sein wie Diesel oder Hybride.

E-Auto beim Laden.
Laden ist deutlich günstiger als Tanken. Damit sind E-Autos über ihre Lebensdauer günstiger als Verbrenner. (Symbolfoto) © IMAGO/Elke Münzel

Besonders Haushalte, die ihre Fahrzeuge zu Hause oder am Arbeitsplatz laden können, sparen richtig Geld. Vielfahrer kommen so auf mehrere Tausend Euro pro Jahr. Auch wer öffentliche Ladepunkte nutzt, fährt meist günstiger als mit einem Verbrenner, wenn die richtigen Tarife gewählt werden.

Elektroautos: Mehr Ladestationen, mehr Möglichkeiten

Vielfahrer mit rund 45.000 Kilometern im Jahr und eigener Lademöglichkeit können der Studie zufolge ihre jährlichen Kosten um bis zu 2000 Euro senken. Aber auch für die, die keine eigene Ladestation haben, erleichtert der Ausbau der Ladeinfrastruktur den Umstieg.

Anfang 2025 gab es in Deutschland über 160.000 öffentliche Ladepunkte, rund 40.000 mehr als im Vorjahr. Damit wird das Laden zunehmend alltagstauglich. Allerdings bleibt das Preissystem der Ladepunkte unübersichtlich: Unterschiedliche Anbieter, Tarife und Ladeleistungen können verwirren. „Klare Preistransparenz und faire Preise sind daher zentral, damit mehr Menschen die Kostenvorteile von Elektrofahrzeugen verlässlich nutzen können“, so die Studienautoren.

Preise für Kauf von E‑Autos sinken langsam, aber stetig

Auch die Anschaffung wird erschwinglicher. Neue Elektroautos lagen laut CHIP im Jahr 2024 durchschnittlich bei etwa 46.000 Euro, gebrauchte Modelle bei rund 35.000 Euro. Damit sind sie günstiger als Plug-in-Hybride oder Dieselfahrzeuge, aber noch teurer als Benziner. Der Markt wird allerdings vielfältiger: Neben großen Modellen gewinnen kleine, kompakte Elektroautos immer mehr an Bedeutung.

Elektroautos bleiben trotzdem noch ein Luxus für Gutverdiener

Trotz sinkender Preise sind Elektrofahrzeuge aktuell vor allem bei Haushalten mit höherem Einkommen verbreitet. Der Durchschnitt liegt hier bei monatlich 4.300 Euro Haushaltsnettoeinkommen, während Diesel- und Benzinfahrer deutlich darunter liegen. Politische Maßnahmen wie Kaufprämien, zinsgünstige Kredite oder gezielt günstige Modelle könnten den Umstieg auch für einkommensschwächere Haushalte erleichtern. (Verwendete Quellen: CHIP, Ecomento)

Информация на этой странице взята из источника: https://www.merkur.de/wirtschaft/studie-zeigt-elektroautos-sind-doppelt-so-guenstig-wie-verbrenner-oder-hybride-zr-94116716.html