Frankfurter Flughafen streicht zahlreiche Flüge
06.35 Uhr: Am Frankfurter Flughafen sind am Morgen angesichts von Schneefall und Glatteiswarnungen zahlreiche Flüge gestrichen worden. Von den im Tagesverlauf geplanten 1052 Flügen seien 98 annulliert, sagte eine Sprecherin des Flughafenbetreibers Fraport der Deutschen Presse-Agentur, die Zahl könne im Tagesverlauf noch steigen.
Der Flughafen starte mit einem "angespannten Winterbetrieb" in den Tag, man rechne mit erheblichen Beeinträchtigungen. Der große Winterdienst sei im Einsatz, auch das Rollfeld müsse geräumt werden. Auf den Parkpositionen der Flugzeuge seien 34 Fahrzeuge zur Enteisung der Maschinen im Einsatz.
Glatteis-Gefahr: DWD warnt in großen Teilen Deutschlands mit Alarmstufe Rot
Montag, 12. Januar, 6.10 Uhr: In einigen Bundesländern sind die Schulen zu, der ADAC und der Bundesverkehrsminister mahnen zur Vorsicht: In weiten Teilen Deutschlands soll es am Montag durch gefrierenden Regen gefährlich glatt werden.
Der Deutsche Wetterdienst (DWD) gab für mehrere Bundesländer eine Unwetterwarnung der Alarmstufe Rot wegen Glatteis aus. Die Lage in den betroffenden Bundesländern:
Baden-Württemberg
Die Menschen in Baden-Württemberg sollten am Montagmorgen besonders aufmerksam sein: Zum Tagesbeginn bestehe erhöhte Glatteisgefahr. Das teilte der Deutsche Wetterdienst (DWD) mit. Ursache dafür sei gefrierender Regen.
Gegen 5.00 Uhr solle es mit geringfügigem Schneefall losgehen, vor allem in der Osthälfte Baden-Württembergs, sagte ein DWD-Meteorologe. Der Schnee gehe relativ schnell in gefrierenden Regen über. Das betreffe das gesamte Bundesland – und zwar genau zur Berufsverkehrszeit.
Gegen Mittag solle die Gefahr wegen Glätte zurückgehen, nur vom Odenwald über die Donau bis zur Ostalb könne es weiter gefrierenden Regen mit entsprechender Glätte geben.
Bayern
Am Morgen zieht von Westen Niederschlag auf, der erst als Schnee, später als Regen herunterkommt, der auf kalten Böden gefriert. Der DWD warnt deshalb vor Glatteis in weiten Teilen Bayerns.
Es ist mit erheblichen Beeinträchtigungen auf allen Verkehrswegen zu rechnen", heißt es.
Bremen/Niedersachsen
In der Nacht zum Montag und am Montagmorgen ist besondere Vorsicht nötig. Der Deutsche Wetterdienst warnte für den Großteil Niedersachsens vor unwetterartigem Glatteis - verursacht durch gefrierenden Regen.
Hessen
In der Nacht zum Montag ziehen laut Deutschem Wetterdienst (DWD) von Westen her Niederschläge auf. Zunächst schneit es – mit Neuschneemengen zwischen einem und drei Zentimetern, im Bergland können es bis zu 5 Zentimeter sein.
Später geht der Schnee in gefrierenden Regen über. Der DWD warnt vor "erheblicher Glatteisgefahr". Am Montagmittag ziehen die Niederschläge ostwärts ab. Aus Südwesten kommt aber bereits neuer Regen, der besonders ab dem Nachmittag im Bergland erneut gefrieren kann.
Nordrhein-Westfalen
Der Deutsche Wetterdienst (DWD) hat für ganz Nordrhein-Westfalen die zweithöchste Unwetterwarnstufe vor Glatteis ausgegeben.
In der zweiten Nachthälfte ziehe von Westen Niederschlag ins Land, der auf die gefrorenen Böden treffe. Dadurch könne verbreitet Glatteis auftreten. «Es ist mit erheblichen Beeinträchtigungen auf allen Verkehrswegen zu rechnen», betonte der DWD.
Rheinland-Pfalz/Saarland
In der Nacht zum Montag sind dann Schneefälle möglich. Diese können laut Vorhersage später in Regen übergehen, wodurch es glatt werden kann. Demnach kann es am Montag teils kräftig regnen.
Besonders am Morgen und Vormittag müssen sich die Menschen auf eine erhöhte Glatteisgefahr einstellen. Die Höchstwerte liegen zwischen zwei und fünf Grad.
Bahn: Hauptstrecken frei - Reisende brauchen dennoch Geduld
21.44 Uhr: Nach vielen Zugausfällen und massiven Verspätungen sind die Hauptstrecken im Norden Deutschlands wieder befahrbar. "Unsere Züge rollen wieder. Die großen Hauptachsen sind alle freigeräumt und befahrbar", sagte Bahnchefin Evelyn Palla am Sonntag am Hauptbahnhof in Hannover. Bahnreisende brauchen allerdings weiter Geduld und müssen mit Verspätungen und Zugausfällen rechnen. Die Bahn rät, sich vorab über die Verbindung zu informieren und Reisen möglichst zu verschieben.
Auch die Bahnunternehmen Erixx, Enno und Metronom rechnen weiter mit witterungsbedingten Störungen wie Verspätungen und Zugausfällen. Die Züge sind unter anderem zwischen Hannover, Hamburg, Bremen, dem Harz, Braunschweig und der Lüneburger Heide unterwegs.
Auch Bremen setzt auf Distanzunterricht
20.22 Uhr: Wegen Blitzeis-Gefahr fällt der reguläre Schulunterricht im Bundesland Bremen am Montag aus. Das teilte die Sprecherin des Bildungsressorts mit. Schülerinnen und Schüler bekommen demnach Distanzunterricht. Das bedeutet, dass die Kinder, Jugendlichen und jungen Erwachsenen zu Hause lernen - angeleitet von ihren Lehrkräften. "Ziel ist es, Risiken auf den Schulwegen zu vermeiden und die Sicherheit von Schülerinnen und Schülern sowie Beschäftigten zu gewährleisten", so die Sprecherin.
Der Distanzunterricht gilt demnach in der Stadt Bremen für allen öffentlichen allgemeinbildenden und berufsbildenden Schulen sowie für Schulen in freier Trägerschaft. Auch in Bremerhaven wird auf Distanz unterrichtet.
Niedersachsen sagt den Unterricht in den Schulen ab — mit einer Ausnahme
19.30 Uhr: Für Schülerinnen und Schüler in Niedersachsen fällt auch am Montag der Präsenzunterricht aus. Alle Landkreise und kreisfreien Städte sagten den regulären Unterricht wegen erheblicher Glatteisgefahr ab. Ein sicherer Schülertransport könne nicht gewährleistet werden, teilten die Behörden mit. Ausnahmen gibt es auf den Ostfriesischen Inseln. Derzeit herrscht aber noch Verwirrung darum, ob der Unterricht dort auch ausfällt.
Verkehrsminister zu Wetter: Gefahr noch nicht vorbei
19.02 Uhr: Verkehrsminister Patrick Schnieder (CDU) mahnt Deutschlands Autofahrer und Fußgänger weiter zu Vorsicht. Auch in den nächsten Tagen könne es zu Glatteis kommen, sagte er der "Bild"-Zeitung. "Die gefährliche Situation ist noch nicht vorbei." Bald werde es tauen und Regen falle auf gefrorenen Boden.
Von Westen her bringt Tief "Gunda" Schnee und später Regen, der bei eisigen Temperaturen in der Luft oder auf dem Boden gefriert, wie der Deutsche Wetterdienst (DWD) mitteilte. Folge sei "eine überregional unwetterartige Glatteis-Lage", sagte DWD-Meteorologe Oliver Reuter. Der ADAC empfahl, auf unnötige Autofahrten zu verzichten.
Mit Blick auf den bisherigen Verlauf der vergangenen Wintertage zeigte sich Schnieder erleichtert. "Wenn ich mir das gesamte Geschehen anschaue, muss ich sagen, es ist nicht ganz so schlimm gekommen, wie wir befürchtet haben."
Lebensgefahr! DWD warnt in großen Teilen des Landes vor Glatteis
18.32 Uhr: Der Deutsche Wetterdienst (DWD) warnt in den meisten Bundesländern vor hoher Glatteisgefahr. Wegen überfrierender Nässe drohen Unfälle und Stürze. Betroffen sind die gesamten Bundesländer Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Hessen, Bayern, Bremen und das Saarland. Zudem gilt die Alarmstufe Rot auch für große Teile von Niedersachsen und fast das komplette Baden-Württemberg, große Teile Thüringens, Sachsen-Anhalts und Teile Sachsens. Für den Rest des Landes gilt beinahe vollständig eine amtliche Warnung vor strengem Frost. Die Warnung gilt in einigen Regionen ab Mitternacht und mitunter bis in den Dienstag hinein.
Der DWD empfiehlt: "Aufenthalt im Freien und Fahrten vermeiden". Wer trotzdem mit dem Fahrzeug raus muss, soll sein "Verhalten im Straßenverkehr anpassen". Also langsam fahren. Zudem sei mit erheblichen Einschränkungen "auf allen Verkehrswegen" zu rechnen. Es drohen lange Staus und Zugausfälle und massive Verspätungen. Die komplette Karte mit Warnungen des DWD finden Sie hier.
Schulausfälle in weiten Teilen Niedersachsens
17.31 Uhr: Für die meisten Schülerinnen und Schüler in Niedersachsen fällt auch am Montag der Präsenzunterricht aus. Zahlreiche Landkreise und kreisfreie Städte haben den regulären Unterricht wegen erheblicher Glatteisgefahr abgesagt. Darunter sind die Landeshauptstadt Hannover und die Region Hannover. Wie aus einer Übersicht der Verkehrsmanagementzentrale hervorging, wurden für weite Teile des Landes Schulausfälle gemeldet.
Über wetterbedingte Ausfälle entscheiden in Niedersachsen die Landkreise und Städte eigenständig. Teils gibt es Distanzunterricht, insbesondere an Berufsschulen. Für die Jahrgänge bis zur zehnten Klasse ist eine Notbetreuung vorgeschrieben.
Bis zum späten Sonntagnachmittag meldeten immer mehr Landkreise und kreisfreie Städte Unterrichtsausfälle für Montag. Die Behörden verwiesen auf die Warnung vor gefährlichem Glatteis am Montagmorgen und die weiterhin angespannte Lage auf vielen Straßen. Ein sicherer Busverkehr sei demnach nicht überall gewährleistet.
Glatteisgefahr: Schulen in ganz NRW bleiben am Montag geschlossen
15.10 Uhr: Wegen der Gefahr von starkem Glatteis auf den Straßen gehen die Schulen in Nordrhein-Westfalen am Montag landesweit in Distanzunterricht. In den Schulen werde lediglich eine Notbetreuung angeboten, teilte die Landesregierung mit.
Der Deutsche Wetterdienst (DWD) hatte zuvor gemahnt, es gebe für Montagmorgen in ganz Nordrhein-Westfalen wie auch in anderen Bundesländern "hohes Unwetterpotenzial" durch gefrierenden Regen. "Die Gesundheit und Sicherheit unserer Schülerinnen und Schüler haben für uns oberste Priorität. Deshalb haben wir uns zu diesem Schritt entschieden" sagte Schulministerin Dorothee Feller (CDU).
Sorgen macht den Meteorologen eine Warmfront, die nach einer Phase mit strengem Frost viel Regen bringen könnte. Die Regenschauer sollen ab Mitternacht von Westen aus nach Nordrhein-Westfalen hineinziehen. Auf den gefrorenen Böden könne es dann schnell spiegelglatt werden. "Es ist mit teils massiven Auswirkungen zu rechnen", mahnte der DWD.
Die größte Gefahr gebe es zwischen Mitternacht und 10.00 Uhr - in Ostwestfalen bis 13.00 Uhr. Eine genauere Prognose sei erst am Sonntagnachmittag möglich, schrieben die Meteorologen.
Auto überschlägt sich auf spiegelglatter Straße – keine Verletzten
11.26 Uhr: Glück im Unglück: Ein Auto mit sieben Insassen ist vermutlich aufgrund des winterlichen Wetters von einer Straße bei Horben (Kreis Breisgau-Hochschwarzwald) abgekommen und hat sich überschlagen. Verletzt wurde niemand, wie die Polizei mitteilte.
Die Insassen stiegen Feuerwehrangaben zufolge am Samstag selbst aus dem auf der Seite liegenden Wagen aus. Da per Notruf der Feuerwehr mehrere betroffene Menschen gemeldet wurden, sei ein Großaufgebot des Rettungsdienstes ausgerückt.
Wegen der sehr winterlichen Bedingungen und glatten Straßen rückten auch zwei Streufahrzeuge an. Sie streuten die Fahrbahn, damit die Einsatzkräfte mit ihren Fahrzeugen zu dem Unfallort gelangen konnten.
Bahnfernverkehr im Norden auf allen Hauptstrecken angelaufen
9.06 Uhr: Der wetterbedingt teils ausgesetzte Fernverkehr der Bahn in Norddeutschland ist nach Unternehmensangaben auf allen Hauptstrecken wieder angelaufen. Allerdings sei weiterhin nur ein reduziertes Angebot möglich, und es könne noch zu Ausfällen kommen, teilte die Deutsche Bahn am Sonntagvormittag mit.
Im Südosten fällt der letzte Schnee – Glatteis und Eisregen am Montag
Sonntag, 11. Januar, 7.27 Uhr: Der Deutsche Wetterdienst (DWD) sagt für den Südosten letzte Schneeflocken voraus. Im Laufe des Nachmittags schaut zwischen den Wolken immer wieder die Sonne durch. Es bleibt trocken und kalt bei Höchsttemperaturen von Minus 4 bis 0 Grad. Am Oberrhein sind bis zu +2 Grad möglich.
In der Nacht von Sonntag auf Montag sei dann wieder mit einsetzendem Schnee zu rechnen, sowie im weiteren Verlauf mit gefrierendem Regen. In der Folge sei Glatteis wahrscheinlich. Vor allem zum Beginn des Tages bestehe erhöhte Glatteisgefahr, prognostizierte der DWD. Das betreffe vor allem die Berufsverkehrszeit, teilte ein DWD-Meteorologe auf Anfrage mit.
Da sich der gefrierende Regen von Westen nach Osten ausbreite, bestehe die Gefahr in ganz Baden-Württemberg. Entsprechend kritisch könnte die Lage am Montagmorgen auf den Straßen werden, sagte der Meteorologe.
Von den Temperaturen her werde es im Laufe des Montags milder, mit Höchstwerten von einem Grad auf der Ostalb bis hin zu neun Grad bei Freiburg.
Hohe Lawinengefahr von den Allgäuer Alpen bis Frankreich
20.06 Uhr: Nach den jüngsten Schneefällen ist die Lawinengefahr in den Alpen gestiegen. Von den Allgäuer Alpen in Bayern bis zu den französischen Alpen wurde für Sonntag vielerorts große Lawinengefahr ausgerufen - die vierte von fünf Warnstufen.
Laut dem Lawinenwarndienst Bayern herrscht in den Allgäuer Alpen oberhalb der Waldgrenze große Gefahr. Darunter besteht erhebliche Gefahr (Stufe 3). Das Hauptproblem sei der sogenannte Triebschnee. Dabei handele es sich um spröde Schneemassen, die vom Wind verfrachtet wurden, hieß es. Lawinen könnten schon bei geringer Belastung oder sogar ohne menschliche Einwirkung abgehen.
In Österreich müsse auch im Westen Tirols und in Vorarlberg mit solchen spontanen Lawinen gerechnet werden, hieß es von den Warndiensten des Alpenlandes. "Die Gefahrenstellen sind zahlreich und auch für Geübte kaum zu erkennen", so die Tiroler Fachleute, die wie ihre bayerischen Kollegen vor großen Lawinen warnten. "Große Vorsicht und Zurückhaltung sind nötig", hieß es.
Ein Toter bei Unfall auf glatter Fahrbahn
16.17 Uhr: Ein 38 Jahre alter Mann ist mit seinem Auto auf glatter Fahrbahn bei Korbach (Landkreis Waldeck-Frankenberg) mit einem anderen Auto zusammengestoßen und dabei ums Leben gekommen. Der 38-Jährige sei mit seinem Auto auf der Kreisstraße ins Schleudern und dadurch auf die Gegenfahrbahn geraten, teilte die Polizei mit.
Dort sei er mit dem Auto einer 53-Jährigen zusammengestoßen. Sie wurde laut Polizei schwer verletzt und kam in ein Krankenhaus. Der Mann sei noch an der Unfallstelle verstorben. Zur Rekonstruktion des Unfallhergangs sei ein Gutachter eingeschaltet worden. Die Kreisstraße war mehrere Stunden voll gesperrt.
Reisende stecken an Hamburger Hauptbahnhof fest
15.45 Uhr: Koffer stehen dicht an dicht, Menschen sitzen auf ihren Taschen oder lehnen an Anzeigetafeln, die mehr Ausfälle als Abfahrten zeigen: Der Hamburger Hauptbahnhof ist für viele Reisende zum unfreiwilligen Aufenthaltsort geworden. Nach dem Wintersturm "Elli" bleibt der Fernverkehr stark eingeschränkt – mit spürbaren Folgen für Reisende.
Manche haben es schon bis in den Zug geschafft – nur um kurz darauf wieder aussteigen zu müssen. André De Bray wollte nach Göttingen, kam aber nicht weit. "Ich musste wieder raus aus dem Zug. Es wurden nur Leute mitgenommen mit Sitzplatzreservierung. Jetzt muss ich wohl ein Taxi nehmen, um nach Hause zu kommen."
Die Situation im ICE sei angespannt gewesen. "Es war zunächst überhaupt extrem schwierig in den Zug zu kommen, weil die Gleise überfüllt waren. Dann war der Gang im ICE extrem voll. So konnte der Zug dann nicht losfahren und es mussten wieder Menschen aussteigen. Es gab schon richtig Streit im Zug, weil keiner aussteigen wollte."
Sieben Fahrzeuge beteiligt - zwölf Verletzte bei Unfall auf der A7
15.30 Uhr: Sieben Fahrzeuge sind auf der Autobahn 7 im Landkreis Goslar bei Eisglätte ins Schleudern geraten und zusammengestoßen. Bei dem Unfall am Freitag bei Rhüden wurden insgesamt zwölf Menschen verletzt, drei von ihnen schwer, wie die Polizei mitteilte. Unter den beteiligten Fahrzeugen waren auch Sattelzüge, einige stießen gegen die Betonmittelschutzwand. Die Einsatzkräfte meldeten einen Massenanfall von Verletzten.
Die Verletzten wurden vor Ort versorgt und dann in Krankenhäuser gebracht. Insgesamt waren 26 Einsatzfahrzeuge der Feuerwehren aus dem Landkreis Goslar, Rettungswagen und Notarzteinsatzfahrzeuge aus mehreren Landkreisen sowie Streifenwagen von Autobahnpolizei und weiteren Polizeistationen an der Unfallstelle.
Bahnverkehr im Norden bis Sonntag eingeschränkt
14.52 Uhr: Wegen des Wintereinbruchs fällt der Bahnverkehr auf mehreren wichtigen norddeutschen Fernverkehrsstrecken noch bis voraussichtlich Sonntag aus. Betroffen sind unter anderem die wichtige Nord-Süd-Strecke von Hamburg über Hannover nach Frankfurt sowie die Ost-West-Verbindung Berlin-Hannover-Ruhrgebiet, wie das Unternehmen auf seiner Website mitteilte.
Lkw verliert Anhänger – Auffahrunfälle und Autobahnsperrung
11.03 Uhr: Ein Lastwagen hat bei Oelde am frühen Morgen auf der Autobahn 2 in Fahrtrichtung Hannover seinen Anhänger verloren und dadurch Folgeunfälle verursacht. Der Anhänger kam nach Angaben der Polizei kurz hinter der Anschlussstelle Beckum auf dem Seitenstreifen zum Stehen und ragte auf die beiden rechten Fahrstreifen. Infolgedessen prallte ein Auto auf ein vorausfahrendes Fahrzeug, das wegen des Lkw-Unfalls abbremste. Ein weiteres Auto prallte auf den stehenden Anhänger.
Mindestens zwei weitere Lastwagen stellten sich bei Bremsmanövern auf eisglatter Fahrbahn quer. Verletzt wurde den Angaben zufolge niemand. Die Autobahn war wegen der Räumungsarbeiten in Richtung Hannover mehrere Stunden voll gesperrt. Die Fahrbahn musste wegen der Glätte noch abgestreut werden. Gegen 10.00 Uhr konnte die Polizei den Verkehr über die linke Spur an der Unfallstelle vorbeileiten.
Glätte nach Sturmtief: Im Norden kracht es am laufenden Band
10.47 Uhr: Im Einsatzbereich der Polizeidirektion Lüneburg ist es von Freitagabend (20.00 Uhr) bis Samstagmorgen (6.00 Uhr) zu knapp 55 witterungsbedingten Unfällen gekommen. Zwei Menschen wurden dabei schwer und fünf leicht verletzt, wie ein Sprecher der Polizei mitteilte.
Auf der Autobahn 1 zwischen Heidenau und der Raststätte Ostetal in Richtung Süden überschlug sich demnach gegen 22.50 Uhr ein Transporter. Der Fahrer kam ins Krankenhaus, die Polizei sperrte den Unfallort für Bergungsarbeiten bis knapp 1.00 Uhr. Wenig später, gegen 23.20 Uhr, rutschte ein Lkw auf der Autobahn 7 zwischen Evendorf und Bispingen Richtung Süden, in einen Graben und kippte auf die Seite. Der Fahrer wurde schwer verletzt.
In Schleswig-Holstein hat Glätte in der Nacht zu Samstag zu zahlreichen Verkehrsunfällen geführt. Nach Angaben der Polizeileitstellen wurden landesweit über 40 Glätteunfälle gemeldet. Verletzte gab es nur vereinzelt, die meisten Unfälle waren Blechschäden.
Zu insgesamt 21 Verkehrsunfällen ist es im Landkreis Oldenburg von Freitagmorgen bis Samstagvormittag gekommen. Meist blieb es bei Blechschäden, vier Autofahrer wurden leicht verletzt, wie die Polizei mitteilte. Ursache waren die Witterungsbedingungen.
21 witterungsbedingte Unfälle in und um Hannover
10.13 Uhr: In der Stadt und der Region Hannover hat die Polizei seit Freitagabend bis Samstagmorgen 21 witterungsbedingte Unfälle registriert. Dabei entstanden vor allem Blechschäden, keiner wurde verletzt, wie ein Polizeisprecher mitteilte. Zudem rückten die Einsatzkräfte zu weiteren wetterbedingten Einsätzen aus: In diesen Fällen hatten sich Fahrzeuge festgefahren, waren aufgrund von Glätte ins Schleudern geraten oder Straßen mussten wegen Schnees geräumt und kurzzeitig gesperrt werden. Autofahrer seien laut dem Polizeisprecher angesichts der Wetterlage vorsichtiger unterwegs gewesen.
Bahn: Fernverkehr rollt doch erst ab Mittag wieder an
9.57 Uhr: Nach Wintersturm "Elli" mit starkem Schnee soll der ausgesetzte Fernverkehr im Norden Deutschlands anders als zunächst erwartet doch erst ab Mittag wieder anrollen. Die ersten Fernzüge im Norden sollten statt ab etwa 10.00 Uhr doch erst ab mittags wieder fahren, sagte eine Deutsche-Bahn-Sprecherin der Deutschen Presse-Agentur.
Alarmstufe Rot in Baden-Württemberg: Hier schneit es besonders viel
8.40 Uhr: Der Deutsche Wetterdienst (DWD) gibt für Teile Süddeutschlands eine "amtliche Unwetterwarnung vor starkem Schneefall" heraus. Oberhalb von 600 Metern könnten zwischen 20 und 40 Zentimeter Neuschnee erwartet, in Staulagen bis zu 50 Zentimeter. Verbreitet werde es auch glatt. Konkret betroffen sind folgende Landkreise:
- Enzkreis und Stadt Pforzheim
- Kreis Rastatt
- Stadt Baden-Baden
- Kreis Calw
- Kreis Rottweil
- Ortenaukreis
- Kreis Freudenstadt
- Kreis Emmendingen
- Kreis Breisgau-Hochschwarzwald und Stadt Freiburg
- Schwarzwald-Baar-Kreis
- Kreis Lörrach
- Kreis Waldshut
Vorsichtiges Aufatmen im Norden - dafür Schneefall von der Mitte bis in den Süden Deutschlands. Laut Prognose des Deutschen Wetterdienstes (DWD) liegt die Schneefallgrenze in der Südhälfte bei 300 bis 500 Metern. Bis in die Morgenstunden sollen ein bis fünf Zentimeter Neuschnee hinzukommen.
Im Video: Glatte Straßen durch Sturm "Elli" - Auto überschlägt sich im Schneesturm
Was sagt die Wetterprognose?
Dem Wind geht nun langsam die Puste aus: Am Wochenende soll sich Sturmtief "Elli" langsam auflösen - schon seit der Nacht nimmt laut Deutschem Wetterdienst (DWD) der Wind immer weiter ab.
Statt im Norden wird es in der Mitte und im Süden schneien - mit einem besonderen Fokus im Schwarzwald und im Allgäu. Dort sind nach DWD-Angaben bis zur zweiten Hälfte der kommenden Nacht 20 bis 30, in den Hochlagen des Schwarzwalds bei unwetterartigem Schneefall sogar 50 Zentimeter Neuschnee möglich.
"Der Sonntag ist dann oftmals ein Wintertag wie aus dem Bilderbuch", sagte DWD-Meteorologe Marcel Schmid am Freitag. "Bei zeitweiligem Sonnenschein lohnt sich ein Winterspaziergang durch die frisch verschneite Landschaft."
Wie ist die Lage in Süddeutschland?
Mehrere Polizeipräsidien in Baden-Württemberg und Bayern sprechen nicht von mehr Unfällen als in anderen Nächten. Die Lage werde sich in der Nacht voraussichtlich auch nicht mehr verändern, sagten mehrere Polizeisprecher in beiden Bundesländern.
Ein Meteorologe des DWD sprach jedoch davon, dass "einiges an Schnee auf uns zukommt". Insbesondere wo der Schnee einsetze, sei damit auch für Autofahrer Vorsicht geboten. Besonders in höheren Lagen könne es glatt werden, in tieferen Lagen aufgrund höherer Temperaturen eher nicht.
Schnee im Norden
Schnee ist in Hamburg durchaus ungewöhnlich. In der Hansestadt liegt laut Wetterdienst auf freien und ungeräumten Flächen inzwischen eine Schneedecke von bis zu fünf Zentimetern. Der Norden hatte am Freitag vor allem mit Schneeverwehungen zu kämpfen.
Es gab viele Unfälle. Busse und Bahnen fuhren vielerorts nicht. Am Freitagabend wurde der komplette Busverkehr in Hannover und Umland eingestellt. Es wird damit gerechnet, dass sich die Verkehrslage im Laufe des Tages normalisiert. Der Winterdienst war in vielen Regionen Deutschlands selbst in der Nacht im Dauereinsatz.
Schneerekord zwischen Bremen und Hamburg
Samstag, 10. Januar, 7.15 Uhr: So viel Schnee lag seit 1979 nicht mehr. In Bremervörde wurde am Samstagmorgen eine Schneedecke von 31 Zentimeter Mächtigkeit gemessen.
Busverkehr auch in Osnabrück wegen Winterwetters eingestellt
22.56 Uhr: Wegen des Winterwetters ist der Busverkehr im Stadtgebiet Osnabrück vollständig eingestellt worden. Davon betroffen ist auch der Nachtbusverkehr, wie die Stadtwerke mitteilten. Dazu, wie lange die Einschränkungen andauern, gab es zunächst keine Angaben. Aktuelle Informationen veröffentliche die Verkehrsgemeinschaft Osnabrück (VOS) insbesondere über ihren WhatsApp-Kanal, hieß es.
A7 in Niedersachsen wegen mehrere Unfälle teils gesperrt
22.40 Uhr: Auf der Autobahn 7 in Niedersachsen ist es zu mehreren witterungsbedingten Verkehrsunfällen gekommen. Wegen Bergungsarbeiten ist die Strecke zwischen Bockenem (Landkreis Hildesheim) und Seesen (Landkreis Goslar) voll gesperrt, sagte ein Polizeisprecher.
Nach Angaben der Polizei ereigneten sich am späten Nachmittag bei Seesen an derselben Stelle vier Unfälle. Mindestens fünf Menschen wurden dabei ersten Erkenntnissen zufolge leicht verletzt. Zahlreiche Feuerwehr- und Rettungskräfte waren im Einsatz.
Zwei Stadtbahnen in Hannover entgleisen nach Schneefall
22.00 Uhr: In Hannover sind am späten Nachmittag zwei Stadtbahnen der Üstra unabhängig voneinander entgleist. Ursache seien festgedrückter Schnee und Eis im Gleisbereich gewesen, sagte Heiko Rehberg, Sprecher des zuständigen Verkehrsunternehmens Üstra. Zuerst hatte der NDR berichtet.
Die Unfälle ereigneten sich in den Stadtteilen Bothfeld und Döhren. Ein Fahrer wurde dabei verletzt und in ein Krankenhaus gebracht. Fahrgäste waren nach Angaben des Unternehmens nicht betroffen, da die Bahnen ohne Passagiere auf dem Weg zu Betriebshöfen waren. Zuvor hatte die Üstra den Verkehr auf oberirdischen Streckenabschnitten eingestellt.
Busverkehr in und um Hannover eingestellt
21.20 Uhr: Der Busverkehr in der Stadt und Region Hannover (Niedersachsen) ist wegen des Winterwetters seit dem Abend komplett eingestellt. Nach Vorfällen mit festgefahrenen und rutschenden Bussen sei die Sicherheit der Fahrgäste nicht mehr gewährleistet, teilte das zuständige Verkehrsunternehmen Üstra mit.
Im Umland der Stadt wurde der Busverkehr demnach in großen Teilen bereits bis zum späten Mittag eingestellt. Wegen des Sturmtiefs «Elli» schränkt die Üstra auch den Stadtbahnverkehr in Hannover deutlich ein.
15 Autos und drei Laster in Zetel festgefahren - Straße komplett gesperrt
19.12 Uhr: In der Gemeinde Zetel (Landkreis Friesland) sind auf einer Straße zahlreiche Fahrzeuge wegen der Witterungsverhältnisse festgefahren. Insgesamt blieben dort 15 Autos und drei Lastwagen stecken, wie die Polizei mitteilte. Der betroffene Streckenabschnitt auf der Blauhander Straße ist derzeit nicht passierbar. Verkehrsteilnehmer werden gebeten, den Bereich zu meiden und alternative Routen zu nutzen.
Für Hamburg, Bremen und Kiel – Deutscher Wetterdienst hebt Alarmstufe Rot auf
17.50 Uhr: Aufatmen in Norddeutschland: In weiten Teilen Niedersachsens und weiteren norddeutschen Regionen hat der Deutsche Wetterdienst (DWD) seine Warnungen herabgestuft. Während zuvor etwa in Hamburg und Bremen noch eine "amtliche Unwetterwarnung vor starker Schneeverwehung" bestanden hatte, wurde diese nun auf eine "amtliche Warnung vor Schneeverwehung" abgemildert – von Rot auf Orange auf der Karte des DWD.
Für folgende Landkreise besteht zum jetzigen Zeitpunkt bis Samstag (10. Januar, 07.00 Uhr) eine amtliche Unwetterwarnung vor starken Schneeverwehungen:
- Insel Borkum
- Kreis Aurich (Küste und Binnenland)
- Kreis Wittmund (Küste und Binnenland)
- Kreis Friesland (Küste und Binnenland)
- Stadt Wilhelmshaven
- Kreis Wesermarsch (Küste und Binnenland)
- Kreis Cuxhaven (Küste und Binnenland)
- Kreis Stade
- Kreis Osterholz
- Kreis Rotenburg (Wümme)
- Kreis Pinneberg (ohne Helgoland)
- Kreis Steinburg
- Kreis Dithmarschen (Küste und Binnenland)
- Kreis Nordfriesland (Küste und Binnenland)
- Kreis Schleswig-Flensburg (Küste und Binnenland)
- Kreis Rendsburg-Eckernförde (Küste und Binnenland)
In Süddeutschland besteht indessen in folgenden Landkreisen eine amtliche Warnung vor starkem Schneefall:
- Enzkreis und Stadt Pforzheim
- Kreis Rastatt
- Stadt Baden-Baden
- Kreis Calw
- Kreis Rottweil
In folgenden Gebieten in Baden-Württemberg gibt der Deutsche Wetterdienst eine amtliche Unwetterwarnung vor orkanartigen Böen heraus:
- Ortenaukreis
- Kreis Freudenstadt
- Kreis Emmendingen
- Kreis Breisgau-Hochschwarzwald und Stadt Freiburg
- Schwarzwald-Baar-Kreis
- Kreis Lörrach
- Kreis Waldshut
Kreuzfahrtschiff kehrt wegen Sturmtief "Elli" vorzeitig nach Hamburg zurück
17.32 Uhr: Ein Kreuzfahrtschiff der Reederei Aida ist wegen des Sturmtiefs «Elli» vorzeitig nach Hamburg zurückgekehrt. Das Schiff kam am frühen Freitagmorgen im Hamburger Hafen an, wie die Rostocker Kreuzfahrtreederei Aida mitteilte. Ursprünglich hätte es am Samstagmorgen Hamburg erreichen sollen. Zunächst hatten mehrere Medien berichtet.
Nach Reedereiangaben hätte die «Aidanova» am Donnerstag eigentlich die englische Hafenstadt Southampton anlaufen sollen. Der Stopp entfiel, und das Schiff begab sich am Mittwochabend ab Cherbourg in Nordfrankreich direkt auf Fahrt nach Hamburg.
Aida teilte mit, die Gäste könnten in Hamburg auf dem Schiff bleiben. Die Reise ende offiziell wie geplant am Samstag. Wie viele Gäste mit dem Schiff unterwegs waren, geht aus der Antwort des Unternehmens nicht hervor.
Bahn will Fernverkehr im Norden am Samstag wieder aufnehmen
17.07 Uhr: Die Deutsche Bahn will den wegen Unwetters eingestellten Fernverkehr in Norddeutschland am Samstagmorgen wieder schrittweise aufnehmen. Am Samstag sei trotzdem bundesweit noch mit Einschränkungen und Zugausfällen zu rechnen, teilte das Unternehmen mit.
In den betroffenen Regionen im Norden hatten laut Bahn insbesondere Schneeverwehungen für erhebliche Beeinträchtigungen gesorgt. Die Bahn bittet alle Reisenden, sich vor Fahrtantritt in der App DB Navigator und auf der Internetseite der Bahn über die aktuelle Verkehrslage zu informieren.
Nächste Bundesliga-Absage: Auch Bremen gegen Hoffenheim fällt aus
16.33 Uhr: Das Fußball-Bundesliga-Spiel zwischen Werder Bremen und 1899 Hoffenheim fällt an diesem Samstag aus. Die Partie kann wegen flächendeckender Vereisungen und erheblicher Schneeverwehungen im Stadionareal nicht stattfinden, teilte die Deutsche Fußball Liga mit.
«Grund für die Absage ist eine erhebliche Glättebildung in den Umläufen, Zuschauerbereichen und Verkehrsflächen im Weserstadion sowie erhebliche Schneeverwehungen in weiten Teilen des Stadionareals», hieß es in einer Werder-Mitteilung. «Daraus ergeben sich eingeschränkte Zugänge und die dadurch nicht sichere Nutzung von Rettungs- und Fluchtwegen.»
Ein Nachholtermin wird nach Angeben der DFL «zeitnah» bekanntgegeben. Zuvor war bereits das Spiel zwischen dem FC St. Pauli und RB Leipzig abgesagt worden.
Gefahrgutlaster kommt in Uelzen von der Straße ab
16.13 Uhr: In Uelzen ist ein Gefahrgutlaster bei Glätte von der Straße abgekommen und in den Graben neben der Fahrbahn gerutscht. Da der Lastwagen Schwefelsäure geladen hatte und drohte, umzufallen, sind Einsatzkräfte der Feuerwehr angerückt. Sie sicherten den Gefahrgutlaster.
Liegen gebliebene Lastwagen behindern Verkehr auf der A7
16.08 Uhr: Auf der schneebedeckten Autobahn 7 sind mehrere Lastwagen liegen geblieben und behindern den Verkehr südlich des Hamburger Elbtunnels. Betroffen sei die Richtungsfahrbahn Hannover zwischen Waltershof und dem Dreieck Hamburg-Südwest, hieß es von der Verkehrsleitzentrale der Polizei. Es sei maximal ein Fahrstreifen frei. Der Verkehr staue sich auf sechs Kilometern.
Mann stürzt an vereister Steilküste 15 Meter in die Tiefe
15.31 Uhr: Ein Mann ist an der Küste im Kreis Ostholstein 15 Meter in die Tiefe gestürzt. Wie die "Bild" berichtet, sei er nach dem Sturz auf dem gefrorenen, schneebedeckten Strand aufgeschlagen. Nach Angaben der Polizei wurde der 47 Jahre alte Mann schwer verletzt am Freitagmorgen von Rettungskräften am unteren Ende der Steilküste bei Wangels gefunden. Der Mann habe nach seinem Fall selbst den Notruf gewählt.
Die Polizei geht laut einem Sprecher davon aus, dass der Mann auf einem Wanderweg oberhalb der Küste unterwegs war, als er aus bisher ungeklärten Gründen stürzte. Der Mann sei mit einem Rettungshubschrauber ins Krankenhaus gebracht worden. Er befinde sich nicht in Lebensgefahr.
Eisblöcke auf Autobahn geworfen – drei Jugendliche festgenommen
13.33 Uhr: Bei Bremerhaven wurden Eisblöcke auf die Autobahn geworfen. Kinder und Jugendliche sollen sie bereits am Donnerstag von einer Brücke aus auf die A27 geworfen haben, wie die Polizei mitteilte. Die drei Verdächtigen im Alter zwischen 13 und 15 Jahren wurden demnach in der Nähe gefasst.
Den Angaben nach wurden mehrere Autos von den Eisblöcken getroffen. Welche Schäden verursacht wurden, war zunächst nicht bekannt. Informationen zu Verletzten gab es keine.
Bei Minusgraden draußen: So können Sie Obdachlosen helfen
Bundesligaspiel zwischen St. Pauli und RB Leipzig abgesagt
13.16 Uhr: Wie die "Bild" berichtet, musste das Bundesligaspiel zwischen dem FC St. Pauli und RB Leipzig aufgrund der aktuellen Witterungsbedingungen abgesagt werden. Es hätte am morgigen Samstag um 15.30 Uhr im Hamburger Millerntor Stadion stattfinden sollen.
Lebensgefährlich verletzt: E-Scooter-Fahrerin rutscht in Schneematsch aus
13.13 Uhr: Eine 52 Jahre alte Frau wurde bei einem Unfall in Flensburg am Morgen schwer verletzt. Die Frau rutschte mit ihrem E-Scooter im Schneematsch aus, als sie versuchte, nach dem Überqueren der Straße wieder auf den Gehweg zu fahren, wie die Polizei mitteilte.
Bei dem anschließenden Sturz verletzte sie sich am Kopf. Die 52-Jährige wurde ins Krankenhaus gebracht. Aktuell kann eine Lebensgefahr nicht ausgeschlossen werden.
Viele Unfälle auf Thüringens Autobahnen
12.23 Uhr: Wintersturm "Elli" hat auf den Autobahnen in Thüringen zu erheblichen Verkehrsbehinderungen geführt. Bis zum späten Vormittag hatten sich 16 Verkehrsunfälle ereignet, wie die Autobahnpolizeiinspektion mitteilte.
Beteiligt waren demnach 14 Autos und acht Lastwagen. Dabei blieb es glücklicherweise bei Sachschäden, verletzt wurde nach derzeitigem Stand niemand. Bei allen Unfällen war die Ursache unangepasste Geschwindigkeit auf glatter Fahrbahn.
Im Laufe des Tages ist den Angaben zufolge weiterhin mit Schneefall und rutschigen Straßen zu rechnen, sodass es immer wieder zu Verkehrsbehinderungen kommen werde. Die Polizei bittet Autofahrer, vorsichtig zu fahren und ausreichend Zeit einzuplanen.
Linienbus rutscht von schneeglatter Straße Abhang herunter
12.16 Uhr: Auf schneeglatter Straße ist ein Linienbus bei Ebhausen von der Fahrbahn abgekommen und rund fünf Meter einen Abhang hinuntergerutscht. Anschließend sei das Fahrzeug bei dem Unfall im Kreis Calw gegen einen Baum geprallt, teilte die Polizei mit. Der 29 Jahre alte Fahrer und zwei weitere Insassen im Alter von 25 und 32 Jahren wurden dabei den Angaben zufolge leicht verletzt.
Es sei noch unklar, wie schnell der Bus unterwegs gewesen sei, so die Polizei. Allerdings könne bei den aktuellen Witterungsbedingungen auch schon Schrittgeschwindigkeit zu schnell sein.
Im Laufe des Vormittags wurde der Bus zurück auf die Straße gezogen, wie eine Polizeisprecherin sagte. In der Nacht sei die Bergung nicht möglich gewesen. Den Schaden schätzten die Ermittler auf etwa 200.000 Euro.
Minus 20 Grad am Sonntag von Holland bis Hamburg
12.02 Uhr: Durch den vielen Schnee und abziehende Wolken wird es klirrend kalt im Norden. Über Neuschnee fallen die Temperaturen auf bis zu Minus 20 Grad am Sonntagmorgen. "Mich würde es nicht wundern, wenn es noch kälter werden würde", sagt Jan Schenk, Meteorologe von "The Weather Channel". Am Samstagmorgen sei es dagegen mit Minus 5 bis 10 Grad vergleichsweise angenehm.
DWD-Expertin warnt vor 50 Zentimeter Schnee
11.54 Uhr: In Teilen Baden-Württembergs herrscht Unwettergefahr. Bis Samstagmorgen gilt für mehrere Regionen im Schwarzwald eine Unwetterwarnung der Stufe 3 von 4 des Deutschen Wetterdienstes (DWD) wegen orkanartiger Böen mit Geschwindigkeiten von bis zu 110 Kilometern pro Stunden oberhalb von 1000 Metern. In exponierten Lagen müsse mit Orkanböen bis 130 km/h gerechnet werden. Am Samstag drohen den Angaben nach vermehrt Schneeverwehungen, teils mit unwetterartigen Auswirkungen.
Daher könnten weitere Unwetterwarnungen nötig werden, sagte DWD-Meteorologin Helga Scheef. In der Nacht zum Samstag solle es in Baden-Württemberg wieder schneien. In Staulagen im Schwarzwald seien bis Sonntagfrüh 30 Zentimeter, punktuell bis zu 50 Zentimeter Neuschnee möglich.
Im Flachland seien am Samstag zunächst Schneematsch und Schneeregen zu erwarten, sagte Scheef. Dann sei überfrierende Nässe Thema. "Wenn man nicht weg muss, sollte man zu Hause bleiben. Oder zumindest vorsichtig fahren."
"In diesem Jahrtausend haben wir das noch nicht gesehen"
11.32 Uhr: Es schneit von Emden bis Dresden. Besonders in Ostfriesland ist Schnee aber selten. Am Freitag erwarten wir einen Zuwachs der Schneedecke von 15 Zentimetern mindestens. Das ist zum letzten mal in dieser Intensität 1991 in Aurich gemessen worden, erklärt "The Weather Channel"-Meteorologe Jan Schenk.
"Wir haben es hier also mit einem Rekordschneefall zu tun, zumindest in der Tagesmenge an Schnee. In diesem Jahrtausend haben wir das noch nicht gesehen." In Hamburg könnte es 2013 zum letzten mal an einem Tag so heftig geschneit haben.
Spannend ist die Lüneburger Heide. Hier kennt man starken Schneefall. In Bergen ist am 02.11.2021 das letzte Mal so viel Neuschnee gemessen worden.
Schneespuren führen Polizei zum Täter: Taxi-Fahrgast prellt Zeche
11.16 Uhr: Spuren im Schnee haben in Thüringen zu einem Mann geführt, der ohne Bezahlung des Fahrpreises aus einem Taxi flüchtete. Wie die Polizei in Gera mitteilte, lenkte der 46-Jährige am Freitagmorgen in der Gemeinde Auma-Weidatal im Landkreis Greiz den Taxifahrer ab und lief davon. Seine Rechnung von 151 Euro war dabei noch offen.
Dank einer Personenbeschreibung und frischer Schuhabdrücke im Schnee spürte die Polizei den Mann rasch an seiner Wohnanschrift auf. Die Beamten leiteten Ermittlungen wegen Betrugs ein.
Auch Regionalzüge stellen Betrieb ein
10.27 Uhr: Nach dem eingestellten Fernverkehr im Norden durch die Deutsche Bahn stellen nun auch Regionalzüge ihren Verkehr in Niedersachsen ein. Das Unternehmen Start Niedersachsen teilte mit, dass keine Züge mehr fahren. Start-Züge fahren unter anderem Hannover, Hildesheim, Hamburg und Bremen an. Auch die S-Bahn Hannover hat wegen des Winterwetters bereits den Betrieb eingestellt – sowohl mit Zügen als auch mit Ersatzbussen. In ganz Norddeutschland fahren zudem keine Fernverkehrszüge mehr.
Das Eisenbahn-Unternehmen Erixx wies ebenfalls auf ausfallende und verspätete Züge hin. Langsam aber stetig verschlechtere sich die Situation auf den Strecken, hieß es. Ab Mittag sei vermutlich kein Betrieb mehr möglich. Die Erixx-Züge verkehren zwischen Hannover, dem Harz, Braunschweig und der Lüneburger Heide. Ähnlich äußerte sich das Unternehmen Metronom, das zur gleichen Betreibergesellschaft gehört. Einzelne Verbindungen in den Räumen Hamburg und Bremen sind bereits gestrichen.
Deutsche Bahn stellt Fernverkehr im Norden ein
9.29 Uhr: Die Deutsche Bahn stellt wegen des stürmischen Winterwetters den Fernverkehr im Norden Deutschlands bis mindestens zum Mittag ein. Das teilte das Unternehmen mit.
380.000 Haushalte in Frankreich nach Sturm ohne Strom
9.07 Uhr: In Frankreich sind rund 380.000 Haushalte ohne Strom, nachdem Sturm "Goretti" (in Deutschland "Elli" genannt) in der Nacht mit Geschwindigkeiten von örtlich bis zu 200 Kilometern pro Stunde über den Nordwesten des Landes gezogen ist. Trotz vieler umgestürzter Bäume und Behinderungen wurden nach vorläufiger Bilanz des Innenministeriums lediglich sechs Menschen leicht verletzt, wie Medien berichteten. In der Bretagne brachen in der Nacht 10 bis 13 Meter hohe Wellen über einige Küstenabschnitte herein.
In Nordfrankreich sollten am Freitag bis auf wenige Ausnahmen keine Züge fahren. In der Normandie und der Bretagne sollte der Bahnverkehr am Nachmittag wieder anlaufen. Behinderungen gab es auch im Großraum Paris sowie im Elsass und in Lothringen.
In den Departements Manche und Seine-Maritime bleiben die Schulen geschlossen. Die Behörden hatten eindringlich vor den Gefahren des Sturms gewarnt und die Menschen aufgerufen, sich möglichst in ihren Wohnungen aufzuhalten. Inzwischen ist der Sturm wieder abgeflaut.
Zwei Tote bei Frontal-Glättecrash in Bayern
8.53 Uhr: Bei einem Frontalzusammenstoß zweier Autos im Landkreis Dingolfing-Landau sind zwei Menschen ums Leben gekommen. Wie ein Polizeisprecher sagte, war eines der Autos auf einer Staatsstraße bei Reisbach ins Schleudern geraten – vermutlich wegen des Winterwetters.
Das Fahrzeug geriet daraufhin auf die Gegenspur. Es kam zum Zusammenstoß mit dem entgegenkommenden Auto. Die Fahrer erlitten tödliche Verletzungen. Die Straße sei am Morgen noch gesperrt, die Einsatzkräfte vor Ort, erklärte die Polizei. Zunächst gab es keine weiteren Informationen zu dem Unfall.
"Elli" verschont NRW - Entwarnung auch für Berlin und Brandenburg
08.45 Uhr: Sturmtief "Elli" scheint Nordrhein-Westfalen nach aktueller Prognose des Deutschen Wetterdienstes (DWD) weitgehend zu verschonen. Die Experten warnen nur noch für das Sauerland sowie für Teile Ostwestfalens vor gefährlichem Schneefall. Dort gilt noch bis 9.00 Uhr eine amtliche Warnung. Trotzdem appellierte die Polizei an Autofahrer, überall vorsichtig zu fahren.
Das Tiefdruckgebiet war in der Nacht über Nordrhein-Westfalen hinweggezogen. Winterdienste waren im Dauereinsatz, um die Straßen freizuhalten. Nach einer ersten Bilanz der Polizei gab es etwa im Kreis Siegen-Wittgenstein einige Verkehrsunfälle. Auch auf den Autobahnen blieben einige Lastwagen liegen, das große Chaos blieb in Nordrhein-Westfalen demnach aber aus.
Entwarnung auch für Berlin und Brandenburg: Der angekündigte Schneefall bleibt nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes (DWD) in weiten Teilen Brandenburgs und Berlin nun aus. Es werde in der Nordhälfte Brandenburgs und in Berlin deutlich weniger Schnee herunterkommen als vorhergesagt, sagte ein DWD-Sprecher. Die Unwetterwarnung vor starkem Schneefall sei für Berlin und Brandenburg aufgehoben.
"Wir sehen keine Gefahr von Leib und Leben", betonte der Sprecher. Am Nachmittag soll es dennoch leicht schneien, jedoch nicht in der zunächst vorhergesagten Intensität. Von den schlimmsten Befürchtungen bleibt Berlin und die Nordhälfte Brandenburgs verschont. Kalt werde es aber weiterhin. Bei teils starken Böen könne die gefühlte Temperatur bei Minus 20 Grad liegen. Der Süden Brandenburgs soll wie angekündigt mehrere Zentimeter Neuschnee bekommen.
Höchste Schneemenge seit fast 40 Jahren möglich
8.13 Uhr: Sollte es tatsächlich zu einer Schneedecke von 30 Zentimetern kommen, dann wäre das für die Wetterstation Soltau die höchste gemessene Schneedecke seit 1987, also seit 39 Jahren.
Sollten gar 35 Zentimeter Schnee gemessen werden, wäre nur im Rekordwinter 1979 eine höhere Schneedecke gemessen worden.
Größte Schneemengen seit Jahren
7.34 Uhr: Selbst konservative Wettermodelle rechnen mit 20 bis 40 Zentimeter Schnee von Emden bis Berlin oder Dresden. Sturm "Elli" wird wohl die größte Schneelage seit Jahren in Norddeutschland auslösen.
Vorsicht: Schneeverwehungen von bis zu einem halben Meter sind möglich.
Euro-Blizzard schneit Norddeutschland ein
6.51 Uhr: Vom Emsland über Bremen, Hamburg und Berlin bis Dresden. Der Euro-Blizzard Elli schneit am Freitag Norddeutschland ein. Der Schwerpunkt ist in der nördlichen Lüneburger Heide zu finden.
Durch die starken Schneeverwehungen kann es überall im Norden zu großen Schneeansammlungen kommen. Es drohen bis zu einem halben Meter hohe Schneeverwehungen. Bitte achten Sie auf die Wetterwarnungen. Es kann schnell gefährlich werden, wenn man im Schneesturm stecken bleibt.
Dutzende Glätte-Unfälle in Bayern
6.41 Uhr: Auf den schnee- und eisglatten Straßen in Bayern haben Dutzende Unfälle für zahlreiche Polizeieinsätze gesorgt. Mehrere Menschen wurden leicht verletzt, wie die Einsatzzentralen am frühen Morgen berichteten. Größtenteils sei es bislang bei Blechschäden geblieben.
In Unterfranken rückte die Polizei mindestens 54 Mal aus, wie ein Sprecher sagte. Auf den dortigen Autobahnen ging es mehrmals nicht weiter, etwa auf der A71 bei Oberthulba (Landkreis Bad Kissingen), wo rund zwei Dutzend Lastwagen im Schneetreiben nicht mehr vorankamen. Auf der A71 fuhren sich mehrere Fahrzeuge fest. Und auf der A70 im Landkreis Schweinfurt war ein Lastwagen auf der glatten Fahrbahn in die Leitplanke geprallt, verletzt wurde niemand.
Lastwagen rutscht auf glatter Fahrbahn – A70 gesperrt
6.20 Uhr: Auf der Autobahn 70 bei Gochsheim (Kreis Schweinfurt) ist ein Lastwagen aufgrund der schneeglatten Fahrbahn in die Mittelleitplanke gerutscht. Die Strecke ist von Bamberg kommend in Richtung Schweinfurt gesperrt, wie ein Sprecher der Polizei mitteilte.
An dem Unfall war nur der Lkw beteiligt. Den Angaben zufolge wurde dessen Fahrer nicht verletzt. Ob der Lastwagen alleine weiterfahren kann, ist noch unklar. Zur Schadenshöhe machte die Polizei zunächst keine Angaben.
Lkw kippt auf A1 um – Ursache wohl glatte Fahrbahn
6.15 Uhr: Ein Lkw ist auf der A1 auf Höhe Ahrensburg (Kreis Stormarn) umgekippt. In Richtung Norden war die Fahrbahn bis kurz nach ein Uhr gesperrt, wie ein Polizeisprecher am Morgen sagte. Der Fahrer wurde nach bisherigen Erkenntnissen nicht verletzt. Die Ursache für den Unfall war nach Polizeiangaben vermutlich die schneeglatte Fahrbahn.
Zwei Dutzend Lkw bleiben auf A7 stecken
6.09 Uhr: Etwa zwei Dutzend Lastwagen haben sich auf der schneebedeckten Autobahn 7 im Landkreis Bad Kissingen in Bayern festgefahren. Wie ein Polizeisprecher sagte, rückte in der Nacht zum Freitag unter anderem das Technische Hilfswerk (THW) aus. Mit der Hilfe vom THW wurden die Lastkraftwagen angezogen - bis sie von selbst aus weiterfahren konnten.
Grund für den Einsatz bei Oberthulba sei Neuschnee gewesen, hieß es. Die Autobahnmeisterei sei gekommen und habe den Schnee geräumt. Dafür sei die A7 zeitweise gesperrt worden. Zum morgendlichen Berufsverkehr war die Fahrbahn wieder freigegeben worden.
Die kältesten Orte Deutschlands
Das sind laut Wetterdienst aktuell die fünf kältesten Orte Deutschlands (Stand: 11.52 Uhr)
- Zugspitze -11,5 Grad
- Manschnow -10,1 Grad
- Müncheberg -9,7 Grad
- Angermünde -9 Grad
- Grünow -8,8 Grad
(Dieser Beitrag wird laufend aktualisiert)
Wo es besonders viel schneien soll
Winter-Sturmtief "Elli" ist angekommen - und so viel soll es laut neuester Prognose schneien: Den meisten Schnee erwartet der Deutsche Wetterdienst für die sogenannten Staulagen der Mittelgebirge. An den Seiten der Berge, die dem Wind zugewandt sind, können 20 Zentimeter Neuschnee fallen, wie die Meteorologen in Offenbach am Morgen prognostizierten.
Ansonsten fallen laut Vorhersage bis zum frühen Nachmittag zwischen 5 und 10 Zentimetern, "regional um die 15 Zentimeter in einem Streifen von Ostbayern über die Mitte und die Norddeutsche Tiefebene bis zum Emsland". Und: "Ein Großteil des Schnees fällt dabei innerhalb von drei bis 6 Stunden - gebietsweise Unwetter!", heißt es im Wetterbericht von 5.00 Uhr. Am Nachmittag und Abend sollen die Schneefälle dann allmählich nachlassen, dann werden nur noch wenige Zentimeter Neuschnee erwartet.
Doch weil es in einem Streifen vom Nordwesten über den Norden bis in den Osten Deutschlands stürmt, kann es regional zu unwetterartigen Schneeverwehungen kommen - erst in der Nacht auf Samstag soll der Sturm langsam nachlassen.
Starker Schneefall, Schneeverwehungen, Glatteis, Orkan! Hier wird es besonders gefährlich
Der Wetterdienst warnt in weiten Teilen Deutschlands mit der Alarmstufe Rot. Diese zieht sich vom äußersten Norden bis in den Süden. Wo es besonders gefährlich wird:
- In Schleswig-Holstein warnt der DWD vor starken Schneeverwehungen. Die Warnung gilt bis in die frühen Morgenstunden am Samstag.
- Dasselbe gilt für die Hansestadt Hamburg.
- In nahezu ganz Niedersachsen wird vor starkem Schneefall gewarnt.
- Im nordwestlichen Brandenburg gilt ebenfalls Warnstufe Rot. Auch hier soll es zu starken Schneeverwehungen kommen.
- Im nördlichen Sachsen-Anhalt gilt ebenfalls die Warnung vor starken Schneeverwehungen, genauso wie in Mecklenburg-Vorpommern.
- In Thüringen wird vor starkem Schneefall gewarnt.
- Auch in weiten Teilen Bayerns gilt Warnstufe Rot. Im Norden des Landes wird vor starkem Schneefall gewarnt, im Süden und Osten vor Glatteis.
- In Baden-Württemberg gilt im südwestlichenTeil Warnstufe Rot. Hier ist mit orkanartigen Böen zu rechnen – und das bis zum Samstagmorgen.
(Dieser Eintrag wird laufend aktualisiert)