Schneefall, Schneeverwehungen, Glatteis, Orkan! Hier wird "Elli" gefährlich

Starker Schneefall, Schneeverwehungen, Glatteis, Orkan! Hier wird es besonders gefährlich

Der Wetterdienst warnt in weiten Teilen Deutschlands mit der Alarmstufe Rot. Diese zieht sich vom äußersten Norden bis in den Süden. Wo es besonders gefährlich wird:

  • In Schleswig-Holstein warnt der DWD vor starken Schneeverwehungen. Die Warnung gilt bis in die frühen Morgenstunden am Samstag.
  • Dasselbe gilt für die Hansestadt Hamburg.
  • In weiten Teilen Niedersachsens wird vor starkem Schneefall gewarnt.
  • In Berlin und Brandenburg gilt ebenfalls Warnstufe Rot. Auch hier soll es zu starken Schneeverwehungen kommen.
  • In Sachsen-Anhalt gilt ebenfalls die Warnung vor starken Schneeverwehungen, genauso wie in Mecklenburg-Vorpommern.
  • In Thüringen wird vor starkem Schneefall gewarnt, allerdings nur bis in die Morgenstunden des Freitags.
  • Auch in weiten Teilen Bayerns gilt Warnstufe Rot. Im Norden des Landes wird vor starkem Schneefall gewarnt, im Süden und Osten vor Glatteis.
  • In Baden-Württemberg gilt im westlichen Teil Warnstufe Rot. Hier ist mit orkanartigen Böen zu rechnen – und das bis zum Samstagmorgen.
Starker Schneefall, Schneeverwehungen, Orkan, Glätte! Hier wird es laut DWD besonders gefährlich
Starker Schneefall, Schneeverwehungen, Orkan, Glätte! Hier wird es laut DWD besonders gefährlich DWD

Hamburg-Konzerte von Unheilig wegen Witterung abgesagt

20.32 Uhr: Wegen des Winterwetters mit viel Schnee und eisigen Temperaturen sind die beiden Konzerte der Band Unheilig in Hamburg abgesagt worden. Witterungsbedingt sei der Betrieb der Arena untersagt, teilte die Inselparkarena auf Instagram mit. An diesem Donnerstag und Freitag waren Auftritte in der Halle in Hamburg-Wilhelmsburg geplant gewesen. Erst vor rund einem Monat hatte Unheilig dort gespielt. 

Busverkehr in Oldenburg wird Freitagfrüh eingestellt

20.22 Uhr: Angesichts der Warnung vor starkem Schneefall wird der Busverkehr in Oldenburg am frühen Freitagmorgen eingestellt. Aus sicherheitsrelevanten Gründen werde der Verkehr aller Buslinien ruhen, teilte die VWG mit. Das gelte bis auf weiteres. 

In Berlin und Brandenburg: Wetterdienst warnt vor starken Schneeverwehungen

20.07 Uhr: Der Deutsche Wetterdienst warnt in Berlin und Teilen Brandenburgs vor starken Schneeverwehungen im Laufe des Freitags. Für Berlin, den Kreis Barnim, den Kreis Dahme-Spreewald, den Kreis Havelland, den Kreis Märkisch-Oderland, den Kreis Oberhavel, den Kreis Oder-Spree, den Kreis Ostprignitz-Ruppin, den Kreis Potsdam-Mittelmark, den Kreis Prignitz, den Kreis Teltow-Fläming, die Stadt Brandenburg und die Stadt Potsdam gaben die Experten deshalb eine Unwetterwarnung heraus. 

Jene Warnung gilt demnach von Freitagmorgen um 7.00 Uhr bis voraussichtlich Mitternacht. Neben der Gefahr von starken Schneeverwehungen sei damit zu rechnen, dass es vielerorts glatt werde. Durch hohe Schneedecken, blockierte Verkehrswege und stark eingeschränkte Sichtweiten bestehe Gefahr für Leib und Leben, teilten die Wetterexperten mit.

Schneetreiben in Deutschland
Schneetreiben in Deutschland dpa/picture-alliance

NRW rüstet sich für die klirrende Kälte

19.01 Uhr: Das Wintertief Elli bringt am Wochenende Schnee, Sturm und Glätte nach Nordrhein-Westfalen. Für Freitag rechnet der Deutsche Wetterdienst (DWD) zwar noch mit Tauwetter von bis zu fünf Grad plus, der Wind nimmt aber zu und erreicht bis zu 70 Kilometer pro Stunde. Am Abend wird es klirrend kalt. Am Samstag und Sonntag wird es der Prognose zufolge überall in Nordrhein-Westfalen durchgehend frieren - am Wochenende sinken die Temperaturen tagsüber auf bis zu minus sieben Grad, nachts auf bis zu minus 13 Grad. Vor glatten Straßen und glatten Gehwegen wird gewarnt.

In der Nacht zu Samstag wird es in NRW wohl kräftig schneien, im Bergland werden bis zu 20 Zentimeter Neuschnee erwartet und in tieferen Lagen bis zu 10 Zentimeter Neuschnee.

Inzwischen ist fast ganz Deutschland rot oder orange eingefärbt.
Inzwischen ist fast ganz Deutschland rot oder orange eingefärbt. Mit Alarmstufe Rot wird in Schleswig-Holstein, Hamburg, Bremen, Niedersachsen, Berlin, Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen-Analt, Thüringen, Bayern und Baden-Württemberg gewarnt. DWD

Wetterdienst: "Das wird schon eine extreme Lage" 

18.59 Uhr: In Teilen Deutschland schneit es heftig - und es dürfte ab der Nacht zum Freitag noch schlimmer werden. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) erwartet dann "von Südwesten aufkommende, teils kräftige Schneefälle", die sich bis zur Elbe ausbreiten. Teils gebe es auch Schneeverwehungen. In der Mitte und im Süden Deutschlands werde gefrierender Regen erwartet.

Bei stürmischem Ostwind sind Schneeverwehungen möglich, was zu größeren Behinderungen auf den Verkehrswegen führen kann, warnt der Wetterdienst. Im Süden und Westen Deutschlands soll der Schnee - bei ebenfalls stürmischem, aber aus südwestlichen Richtungen wehendem Wind - bis Freitagfrüh rasch in Regen übergehen. Örtlich besteht dort dann Glatteisgefahr. "Das wird schon eine extreme Lage", sagte ein Meteorologe des DWD in Potsdam zum Winterwetter am Freitag.

Schneetreiben in Hamburg
Schneetreiben in Hamburg Nonstopnews

Schneefall in Bayern - Lawinengefahr steigt

18.36 Uhr: Noch ist die Lawinengefahr vielerorts gering - doch das könnte sich schnell ändern: Noch in der Nacht werden laut bayerischem Lawinenwarndienst bis zu zehn Zentimeter Neuschnee erwartet, in Hochlagen der Allgäuer Alpen auch bis 15 Zentimeter. Hinzu kommt starker Wind, teils mit Orkanböen bis 120 Stundenkilometern. Windverfrachtungen lassen dort, wo der Schnee liegen bleibt, die Lawinengefahr steigen. 

"Mit stürmischem Wind und Neuschnee steigt die Lawinengefahr weiter an", erläutern die Experten mit Blick auch auf Schneeschuhwanderer und Skitourengeher, die bisher in diesem Winter zumindest in Bayern noch wenig Chancen auf frischen Neuschnee hatten. 

Unterhalb von etwa 1.000 Metern Höhe geht der Niederschlag zwar in Regen über, so dass es bis Freitagmorgen auf den Straßen glatt werden kann. In den Bergen soll es aber auch in der Nacht zum Samstag schneien. Im Laufe des Tages sei ein Wintereinbruch mit teils 20 bis 40 Zentimetern Neuschnee zu erwarten, erläutert der Lawinenwarndienst. Entsprechend könnte die Gefahr durch Lawinen zunehmen. 

Ein Skitourengeher steigt durch viel Neuschnee einen Berg hinauf.
Ein Skitourengeher steigt durch viel Neuschnee einen Berg hinauf. In den kommenden Tagen steigt die Lawinengefahr in Bayern. Angelika Warmuth/dpa

Warnung vor Orkanböen im Süden

17.38 Uhr: Der Deutsche Wetterdienst hat für Teile Baden-Württembergs eine Unwetterwarnung vor orkanartigen Böen oberhalb von 1000 Meter herausgegeben. Betroffen sind 

  • die Stadt Freiburg, sowie folgende Landkreise:
  • Breisgau-Hochschwarzwald
  • Emmendingen
  • Freudenstadt
  • Lörrach
  • Ortenaukreis
  • Schwarzwald-Baar-Kreis
  • Waldshut

Oberhalb von 1000 Metern treten demnach Böen mit Geschwindigkeiten von bis zu 110 km/h auf. In exponierten Lagen muss mit Orkanböen bis 130 km/h gerechnet werden.

Schulen in Teilen Schleswig-Holsteins Freitag geschlossen

17.30 Uhr: Wegen des erwarteten Sturmtiefs "Elli" bleiben die Schulen in Teilen Schleswig-Holsteins am Freitag geschlossen. Das betrifft allgemein- und berufsbildende Schulen in den Kreisen Dithmarschen, Herzogtum Lauenburg, Nordfriesland, Pinneberg, Rendsburg-Eckernförde, Schleswig-Flensburg, Segeberg, Steinburg und Stormarn, wie das Bildungsministerium mitteilte. Landesweit findet an den Förderzentren kein Unterricht statt.

Hier kämpfen sich die Hamburger durch das Schnee-Chaos
Hier kämpfen sich die Hamburger durch das Schnee-Chaos picture alliance / Chris Emil Janßen | Chris Emil Janssen

Giraffen bleiben drinnen, Besucher draußen: Zoo und Tierpark in Berlin schließen

17.10 Uhr: Wegen des erwarteten Schneefalls bleiben der Berliner Zoo und der Tierpark am Freitag geschlossen. "Die Sicherheit der Tiere und Gäste hat oberste Priorität", teilte eine Sprecherin mit. Hintergrund sei die Unwetterwarnung des Deutschen Wetterdienstes. "Die großen Schneemengen und herabfallende Äste des alten Baumbestands stellen eine Gefahr für die Besucherinnen und Besucher dar. Alle sensiblen Tiere, wie beispielsweise Giraffen, bleiben sicherheitshalber zunächst in ihren Stallungen", erklärte die Sprecherin. Das Aquarium bleibe aber geöffnet.

Alarmstufe Rot in 25 Kreisen! Hier warnt der Wetterdienst vor Unwetter und Glatteis

16.29 Uhr: Der Deutsche Wetterdienst warnt im Norden mit der Alarmstufe Rot vor Unwetter und Glatteis. Betroffen sind Schleswig-Holstein, Hamburg, Bremen  und Niedersachsen. Es bestehe "Gefahr für Leib und Leben durch eine  stark erhöhte Schneedecke bis hin zu blockierten Verkehrswegen". Die Experten raten, sich nicht im Freien aufzuhalten und Fahrten zu vermeiden. Die Gefahr besteht von Freitag, 9. Januar, um 7 Uhr für 24 Stunden bis zum Samstagmorgen.

In diesen Landkreisen gilt Alarmstufe Rot: 

Niedersachsen:

  • Stadt Wilhelmshaven
  • Kreis Aurich
  • Kreis Cuxhaven
  • Kreis Friesland
  • Kreis Harburg
  • Kreis Lüneburg
  • Kreis Osterholz
  • Kreis Rotenburg (Wümme)
  • Kreis Stade
  • Kreis Uelzen
  • Kreis Wesermarsch
  • Kreis Wittmund

Schleswig-Holstein: 

  • Stadt Flensburg
  • Hansestadt Lübeck
  • Kreis Dithmarschen
  • Kreis Herzogtum Lauenburg
  • Kreis Nordfriesland
  • Kreis Pinneberg
  • Kreis Rendsburg-Eckernförde
  • Kreis Schleswig-Flensburg
  • Kreis Segeberg
  • Kreis Steinburg
  • Kreis Stormarn

Hamburg

Bremen: 

  • Bremerhaven
Im Norden warnt der Deutsche Wetterdienst mit der Alarmstufe Rot vor Unwetter und Glatteis
Im Norden warnt der Deutsche Wetterdienst mit der Alarmstufe Rot vor Unwetter und Glatteis DWD

Keine Schul-Anwesenheitspflicht in Berlin

16.20 Uhr: "Wer sein Kind wegen der Witterung lieber zu Hause lassen will, kann das gerne tun. Ein Unterricht und eine Notbetreuung wird es aber trotzdem geben. Die Entscheidung treffen die Eltern individuell und in Eigenverantwortung", so der Pressesprecher der Berliner Bildungsverwaltung zu FOCUS online.

Schulausfall in ganz Niedersachsen wegen des Winterwetters

16.03 Uhr: Wegen des Winterwetters bleiben die Schulen in ganz Niedersachsen am Freitag für den regulären Schulbetrieb geschlossen. Während es an einigen Schulen Distanzunterricht geben soll, fällt der Unterricht an anderen aus, wie aus einer Übersicht der Verkehrsmanagementzentrale Niedersachsen und Mitteilungen der Landkreise und Städte hervorgeht.

Winter-Sturmtief Elli gefährdet Pauli-Spiel gegen Leipzig

15.06 Uhr: Wegen des Wintereinbruchs und weiteren vorhergesagten starken Schneefällen in Hamburg und im gesamten Norden ist das Bundesliga-Spiel des FC St. Pauli gegen RB Leipzig gefährdet. "Angesichts der Wetterlage können wir nicht dafür garantieren, dass das Spiel unter den gegebenen Umständen stattfinden kann", schrieb der Club zwei Tage vor der Partie am Samstag (15.30 Uhr/Sky) auf seiner Homepage.

Der Verein beobachte die gesamte Situation sehr genau. "Wir tun das Möglichste, damit das Spiel gegen Leipzig wie geplant stattfinden kann", hieß es weiter. Alle Verantwortlichen des FC St. Pauli arbeiteten seit Tagen an verschiedenen Szenarien und stünden "im kontinuierlichen Austausch mit unterschiedlichen Fachleuten, Behörden, DFL, Dienstleistern und vielen weiteren Beteiligten".

Sturm-Alarm! VW lässt Produktion in Emden ruhen

14.59 Uhr: Wegen des erwarteten Sturmtiefs Elli lässt VW am Freitag in Emden die Produktion ruhen. Beide Schichten würden entfallen, die Bänder für einen Tag stillstehen, bestätigte ein Sprecher auf Anfrage. Zuvor hatte die "Nordwest-Zeitung" berichtet. Ein eigentlich für Ende Januar in Emden geplanter Ruhetag sei auf diesen Freitag vorgezogen worden.

Grund sei die sich abzeichnende Wetterlage und daraus folgende Probleme für Mitarbeiter und Lieferketten. In Emden werden die Elektromodelle ID.4 und ID.7 gebaut.

Ein Auto fährt im Schneetreiben auf einer Landstraße.
Ein Auto fährt im Schneetreiben auf einer Landstraße. Karl-Josef Hildenbrand/dpa

Schnee-Chaos in Hamburg: Großer Park "Planten un Blomen" bleibt geschlossen

14.14 Uhr: Aufgrund der großen Schneemenge bleibt der Hamburger Park "Planten un Blomen" bis einschließlich Freitag geschlossen. Wie die Stadt mitteilte, bestünde durch abbrechende Äste Gefahr für die Besucherinnen und Besucher des Parks. 

Der Hamburger Park "Planten un Blomen" bleibt vorerst geschlossen.
Der Hamburger Park "Planten un Blomen" bleibt vorerst geschlossen. Focus Online
Der Hamburger Park "Planten un Blomen" bleibt vorerst geschlossen.
Der Hamburger Park "Planten un Blomen" bleibt vorerst geschlossen. Focus Online

Familie bei eisigen Temperaturen vom Breitenberg gerettet

13.50 Uhr: Eine dreiköpfige Familie mit einem Kleinkind und einem Hund ist auf dem Breitenberg in Pfronten in eine Notlage geraten. Nach Angaben der Bergwacht hatte die Gruppe die letzte Talfahrt der Breitenbergbahn verpasst und saß bei einbrechender Dunkelheit auf dem Berg im Ostallgäu fest.

Angesichts großer Kälte mit Temperaturen von minus zwölf Grad Celsius und der akuten Gefahr einer Unterkühlung, besonders für das Kleinkind, sei umgehend ein Rettungseinsatz eingeleitet worden, teilte die Bergwacht Pfronten mit. Drei Einsatzkräfte der Bergwacht wurden demnach von Mitarbeitern der Bergbahn unterstützt. 

Der Transport zur Familie erfolgte mit Gondel, Pistenraupe und Quad, um die Gruppe möglichst rasch zu erreichen. Die unterkühlten Menschen konnten am Ende wohlbehalten ins Tal gebracht werden.

Der Einsatz von Bergwacht sowie Bergbahn werde der Familie in Rechnung gestellt, hieß es.

Einsatzkräfte der Bergwacht retten eine Familie von einem Berg bei Pfronten. (Symbolbild)
Einsatzkräfte der Bergwacht retten eine Familie von einem Berg bei Pfronten. (Symbolbild) Silas Stein/dpa

Junge (6) von Eiszapfen schwer verletzt – keine Lebensgefahr

13.40 Uhr: Ein kleiner Junge, der in Oberbayern von einem mannsgroßen herabstürzenden Eiszapfen getroffen wurde, ist auf dem Weg der Besserung. "Sein Zustand bei Einlieferung war kritisch, inzwischen ist er aber außer Lebensgefahr", sagte Jens Eckhoff, Oberarzt der Kindertraumatologie in der Unfallklinik Murnau, der Deutschen Presse-Agentur. 

Als sich das Kind in der Nähe des Eisvorhangs befand, brach ein riesiger Eiszapfen ab – wahrscheinlich aufgrund seines Eigengewichts. Er habe das Kind unmittelbar getroffen und zunächst unter sich begraben, hieß es. Die Eltern konnten den Sechsjährigen befreien und erstversorgen.

An der folgenden Rettung waren rund 20 Bergwachtmitglieder, vier Notärzte sowie zwei Polizeibergführer beteiligt, ehe der Junge mit dem Rettungshubschrauber nach Murnau geflogen wurde. Der Junge hatte durch den Aufprall laut Klinik des Eiszapfens Knochenbrüche, innere Verletzungen sowie ein Schädel-Hirn-Trauma davongetragen.

In Lübeck und Kiel: BSH warnt vor Sturmflut an der Ostsee

13.28 Uhr: Das Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH) hat wegen des erwarteten Oststurms eine Sturmflutwarnung für die Lübecker und die Kieler Bucht herausgegeben. Sie gilt ab Freitagabend. In der Kieler Bucht und in Flensburg werden bis etwa 1,20 Meter über dem Normalwert erwartet, in der Lübecker Bucht sind es bis zu 1,0 Meter.

In Flensburg könnte der Wasserstand ausreichen, um an tiefer gelegenen Stellen knapp über die Kaikanten zu treten. In Lübeck beginnt das Wasser bei mehr als einem Meter die Straße Obertrave zu überschwemmen.

Laut Definition beginnt an der Ostsee eine Sturmflut ab einem Wasserstand von einem Meter über dem Normalwert. An der Nordsee sind es 1,5 Meter.

Wegner wankt: Ein Tennismatch in Berlin und seine Folgen
Das historische Querfeuer steht bei winterlichem Wetter auf einer Mole am Jadebusen. Hauke-Christian Dittrich/dpa

-27,8 Grad in Ort in Sachsen gemessen

12.55 Uhr: Laut dem "MDR" wurden im sächsischen Marienberg-Kühnhaide am Donnerstagmorgen -27,8 Grad gemessen. In Oderwitz wurden -21, in Sohland -19 Grad gemeldet.

86-Jähriger stirbt nach Schneepflug-Unfall

12.47Uhr: In Baden-Württemberg ist ein 86-Jähriger nach einem Unfall mit einem Schneepflug gestorben. Er starb einige Stunden nach dem Unfall am Mittwoch in einem Krankenhaus, wie die Polizei in Konstanz am Donnerstag mitteilte. Der Mann war demnach in Villingendorf im Landkreis Rottweil auf einem Gehweg unterwegs, als er von einem abbiegenden Räumfahrzeug erfasst wurde.

Der von einem 60-Jährigen gesteuerte Schneepflug hatte nach Angaben der Beamten einen gemeindeeigenen Parkplatz geräumt und wollte auf eine Straße einbiegen. Der schwer verletzte 86-Jährige wurde mit einem Rettungswagen in ein Krankenhaus gebracht, wo er am Mittwochabend starb. Die Polizei nahm Ermittlungen auf, ein Sachverständiger wurde hinzugezogen.

In 34 Kreisen droht Alarmstufe Rot

12.45 Uhr: Anlässlich des Sturmtiefs Elli, das aktuell nach Deutschland zieht, veröffentlicht der Deutsche Wetterdienst (DWD) nun amtliche Unwetterwarnungen vor starker Schneeverwehung in Teilen Norddeutschlands. Aktuell davon betroffen ist die Nordseeküste inklusive Hamburg, wie auf der Karte (siehe unten) erkennbar ist.

Für folgende Landkreise ist die amtliche Unwetterwarnung wegen starker Schneeverwehung ausgesprochen:

In Niedersachsen:

  • Kreis Aurich (Küste)
  • Kreis Aurich (Binnenland)
  • Kreis Wittmund (Küste)
  • Kreis Wittmund (Binnenland)
  • Kreis Friesland (Küste)
  • Kreis Friesland (Binnenland)
  • Stadt Wilhelmshaven
  • Kreis Wesermarsch (Küste)
  • Kreis Wesermarsch (Binnenland)
  • Stadt Bremerhaven
  • Kreis Cuxhaven (Küste)
  • Kreis Cuxhaven (Binnenland)
  • Kreis Osterholz
  • Kreis Stade
  • Kreis Rotenburg (Wümme)
  • Kreis Harburg
  • Kreis Lüneburg
  • Kreis Uelzen
  • Insel Borkum

In Schleswig-Holstein

  • Kreis Herzogtum Lauenburg
  • Kreis Stormarn
  • Hansestadt Lübeck
  • Kreis Segeberg
  • Kreis Pinneberg (ohne Helgoland)
  • Kreis Steinburg
  • Kreis Rendsburg-Eckernförde (Küste)
  • Kreis Rendsburg-Eckernförde (Binnenland)
  • Kreis Dithmarschen (Küste)
  • Kreis Dithmarschen (Binnenland)
  • Kreis Nordfriesland (Küste)
  • Kreis Nordfriesland (Binnenland)
  • Kreis Schleswig-Holstein (Küste)
  • Kreis Schleswig-Holstein (Binnenland)
  • Stadt Flensburg

und die Hansestadt Hamburg.

Im deutschen Südost wird indessen vor Glatteis gewarnt, während es für große Teile Westdeutschlands aktuell keine Warnungen gibt.

Viele Unfälle auf Thüringens Autobahnen bei Schnee und Glätte

12.40 Uhr: Bei Schneefall, Glätte und schwierigen Straßenbedingungen ist es zu Unfällen und Verkehrseinschränkungen auf Thüringens Autobahnen gekommen. Die A73 war am Morgen in Fahrtrichtung Suhl zwischen Eisfeld-Nord und Schleusingen wegen eines schweren Unfalls voll gesperrt, sagte die Autobahnpolizei der Deutschen Presse-Agentur. Auslöser war demnach ein 64-Jähriger, der nach ersten Erkenntnissen der Polizei mit seinem Wagen zu schnell unterwegs war und ein vorausfahrendes Fahrzeug zu spät erkannte. 

Beim Brems- und Ausweichversuch geriet er mit seinem Fahrzeug ins Schleudern und fuhr auf den Wagen eines vorausfahrenden 50-Jährigen auf. Eine 40-Jährige kam mit ihrem Fahrzeug beim Versuch, dem verunfallten Auto auszuweichen, nach rechts von der Autobahn ab und im Straßengraben zum Stehen. Die Beifahrerin des 64 Jahre alten Unfallverursachers wurde leicht verletzt. Die Polizei schätzte den Schaden auf 20.000 Euro. Seit dem Vormittag ist die Autobahn wieder frei.

Unfallkrankenhaus in Berlin wegen Glätte "am Anschlag"

12.38 Uhr: Im Berliner Unfallkrankenhaus werden zurzeit zahlreiche Menschen nach Glatteis-Unfällen behandelt. Seit Tagen kämen Menschen mit Knochenbrüchen, Platzwunden am Kopf oder Schädelhirntraumata in die Rettungsstelle, sagte Sprecherin Angela Kijewski. "Es gibt lange Warteschlangen, wir können nur empfehlen, jedes Risiko zu meiden." Sie empfehle, Spikes an den Schuhen zu befestigen, das sorge für einen besseren Halt.

"Passen sie auch auf ihre Nachbarn auf oder fragen sie, ob sie für ältere Menschen Dinge besorgen können, um ihnen den Weg zu ersparen", so die Bitte der Sprecherin. 

Nicht nur wegen der Glätte, auch wegen Silvester und den zahlreichen Bölleropfern habe das Krankenhaus seit Tagen alle Hände voll zu tun. "Wir sind am Anschlag", sagte Kijewski. Zum Glück gebe es am Unfallkrankenhaus eine Notdienstpraxis für Erwachsene der Kassenärztlichen Vereinigung, die sich um weniger schwer verletzte Menschen kümmere. 

Bei Schnee müssen auf dem Gelände des BER 365 Hektar geräumt werden. (Archivfoto)
Bei Schnee müssen auf dem Gelände des BER 365 Hektar geräumt werden. (Archivfoto) Soeren Stache/dpa-Zentralbild/dpa

"Starke Verspätungen und Streichungen": Flughäfen rüsten sich für das Winterwetter

12.34 Uhr: Der Flughafen Berlin Brandenburg (BER) hat nach Angaben der Betreibergesellschaft Vorkehrungen für den starken Schneefall ab Freitag getroffen, rechnet aber dennoch mit Behinderungen im Flugverkehr. "Von dem massiven Wintereinbruch sind mehrere Flughäfen betroffen, Abflüge verzögern sich, Flugpläne geraten durcheinander, es kann zu starken Verspätungen und auch zu Flugstreichungen durch die Airlines kommen", teilte eine Sprecherin mit. Verspätungen und Flugstreichungen seien möglich. "Passagiere werden gebeten, den Status ihres Fluges regelmäßig zu prüfen und sich auf winterliche Bedingungen bei An- und Abreise einzustellen", so die Empfehlung.

Die ostdeutschen Flughäfen Leipzig/Halle und Dresden sind nach eigenen Angaben auf die angekündigte winterliche Wetterlage mit Frost, Schnee und möglichen Sturmböen vorbereitet. Das sagte der Sprecher der Mitteldeutschen Flughafen AG, Uwe Schuhart, auf Anfrage. "Grundsätzlich ist es so, dass die Winterdienste an den Flughäfen permanent in Kontakt mit Wetterinformationsdiensten stehen." Man warte nicht ab, "sondern weiß, was da kommen könnte, und ist dementsprechend vorbereitet".

Auch die Flughäfen in Hannover und Bremen bereiten sich auf Wetterprobleme vor. An beiden Flughäfen steht der Winterdienst in Bereitschaft, um Start- und Landebahnen zu räumen. "Ob es zum Wochenende Auswirkungen auf den Flugbetrieb gibt, können wir aktuell noch nicht sagen", sagte eine Sprecherin des Flughafens Hannover. Das hänge nicht nur von der Wetterlage vor Ort ab, sondern auch von der Situation an den anderen Flughäfen.

Verschneite Flugzeuge stehen auf dem Flughafen Leipzig/Halle.
Verschneite Flugzeuge stehen auf dem Flughafen Leipzig/Halle. Erik-Holm Langhof/EHL Media/dpa

Fährverkehr wird wegen Sturm "Elli" weitgehend eingestellt

12.27 Uhr: Der erwartete Wintersturm "Elli" bringt an der niedersächsischen Nordseeküste den Fährverkehr weitgehend zum Stillstand. Die Inselgemeinde Langeoog teilte mit, angesichts möglicher orkanartiger Böen, unwetterartiger Schneefälle und Niedrigwasser den Fährverkehr zwischen Festland und Insel am Freitag komplett einzustellen.

Wegen der schlechten Wetterlage seien ein sicherer Schiffstransport sowie eine sichere An- und Abreise der Gäste nicht möglich, teilte eine Sprecherin der Inselgemeinde mit. 

Auch die Nordseeinsel Wangerooge ist am Freitag nicht per Schiff zu erreichen. Die Deutsche Bahn (DB), die mit einer Tochterfirma den Fährverkehr betreibt, sagte die jeweils zwei geplanten Abfahrten von und zur Insel ab. Keine Fährfahrten gibt es zudem von und zu der Insel Spiekeroog. 

Müssen angetaut bleiben: Wegen des erwarteten Wintersturms fallen viele Fährverbindungen an der Nordseeküste am Freitag aus. (Archivbild)
Müssen angetaut bleiben: Wegen des erwarteten Wintersturms fallen viele Fährverbindungen an der Nordseeküste am Freitag aus. (Archivbild) Hauke-Christian Dittrich/dpa
Deutscher Wetterdienst gibt während des Sturmtiefs Elli "amtliche Unwetterwarnung vor starker Schneeverwehung" heraus.
Deutscher Wetterdienst gibt während des Sturmtiefs Elli "amtliche Unwetterwarnung vor starker Schneeverwehung" heraus. Deutscher Wetterdienst (DWD)

Für Hunderttausende fällt morgen die Schule aus

12.00 Uhr: Wegen des Winterwetters mit Glättegefahr bleiben am Freitag in den Stadtstaaten Hamburg und Bremen sowie in Teilen Niedersachsens die Schulen geschlossen. Nach Angaben der zuständigen Behörden gibt es aber Notbetreuung und teilweise Distanzunterricht. 

Hunderttausende Schulkinder sind davon betroffen. In Hamburg gibt es rund 273.000 Schülerinnen und Schüler. In Bremen waren es zum Start des Schuljahres im August 2025 nach Angaben der Bildungsbehörde rund 81.000 Schüler.

Schulausfälle am Donnerstag, 8. Januar

  • Landkreis Aurich
  • Landkreis Cloppenburg
  • Landkreis Wittmund
  • Landkreis Leer
  • Stadt Emden
  • Stadt Wilhelmshaven
  • Landkreis Grafschaft Bentheim
  • Landkreis Emsland
  • Landkreis Friesland
  • Landkreis Vechta
  • Landkreis Schaumburg
  • Landkreis Ammerland
  • Freie Waldorfschule Oldenburg
  • Stadt Dannenberg (Elbe)

Schulausfälle am Freitag, 9. Januar

  • Bundesland Bremen
  • Landkreis Aurich
  • Landkreis Cloppenburg
  • Landkreis Wittmund
  • Landkreis Leer
  • Landkreis Lüchow-Dannenberg
  • Stadt Emden
  • Stadt Wilhelmshaven
  • Landkreis Grafschaft Bentheim
  • Landkreis Emsland
  • Landkreis Friesland
  • Landkreis Vechta
  • Landkreis Ammerland
  • Stadt Oldenburg
  • Landkreis Oldenburg
  • Landkreis Wesermarsch
  • Landkreis Celle
  • Landkreis Helmstedt
  • Landkreis Cuxhaven
  • Landkreis Rotenburg (Wümme)
  • Landkreis Harburg
  • Landkreis Stade
  • Landkreis Uelzen
  • Landkreis Peine
  • Landkreis Goslar
  • Landkreis Lüneburg

Im Saarland wird wegen der Niederschläge ein kleines Hochwasser erwartet

11.39 Uhr: Wegen vorhergesagter Niederschläge wird ein Anstieg der Wasserstände an Flüssen im Saarland erwartet. Das Landesamt für Umwelt- und Arbeitsschutz rechnete mit einem stärkeren Anstieg an den Pegeln im Einzugsgebiet der Saar ab der Nacht zum Freitag. Die Scheitel würden in der Nacht zum Samstag erwartet, teilte das Amt in Saarbrücken mit. "Es bildet sich ein kleines Hochwasser aus."

Mögliche Auswirkungen seien stellenweise kleinere Ausuferungen, einzelne
Überflutungen land- und forstwirtschaftlicher Flächen und eng begrenzt örtliche Verkehrsbehinderungen. Vereinzelt sei auch die Überflutung tief liegender Gebäude, Keller, Tiefgaragen und Unterführungen möglich.

Lastwagen fahren sich im Schnee fest – Autobahnzufahrt gesperrt

11.27 Uhr: Das Winterwetter hat nun auch Auswirkungen auf die Hamburger Autobahnen. Auf der Autobahn 7 ist die Anschlussstelle Volkspark gesperrt worden, weil Lastwagen dort wegen des Wetters nicht mehr weiterkommen. "Die Ausfahrt der Anschlussstelle Volkspark in Richtung Süden ist derzeit gesperrt. Mehrere Lkw haben sich dort festgefahren", postete die Polizei auf der Plattform X.

Pedelec-Fahrerin stürzt auf Schnee und verletzt sich schwer

11.10 Uhr: Wie die "Bild" berichtet, ist eine 51-jährige Pedelec-Fahrerin auf einer Fahrradtour auf der schneeglatten Fahrbahn ausgerutscht, verlor die Kontrolle und stürzte. Sie habe sich schwere Verletzungen zugezogen und sei in ein Krankenhaus verletzt worden. Der Vorfall ereignete sich in Biberach in Baden-Württemberg.

CDU sagt Klausurtagung ab

10.51 Uhr: Der CDU-Vorstand hat seine Klausurtagung in Mainz wegen der aktuellen Wetterwarnungen abgesagt. "Aufgrund der eindringlichen Wetterwarnungen und der damit verbundenen Gefahrenlage sowie den angekündigten Zug- und Flugausfällen sehen wir uns leider gezwungen, unsere Jahresauftaktklausur am kommenden Freitag und Samstag abzusagen", teilte eine Parteisprecherin mit.

Schneefrei in Bremen und Hamburg – Schule fällt aus

10.23 Uhr: Hamburgs Schulen bleiben wegen der erwarteten schweren Schneefälle am Freitag geschlossen. In einem Schreiben an alle Schulen bat Landesschulrat Thorsten Altenburg-Hack, alle Kinder und Jugendlichen bis zur sechsten Klasse noch am Donnerstag mit Unterrichtsmaterialien auszustatten oder einen möglichen Onlineunterricht vorzubereiten. Außerdem müsse sichergestellt sein, dass es eine Ganztagsnotbetreuung gebe.

Geplante Prüfungen müssten abgesagt werden. Das gelte auch für die Jugendlichen der Klassen 7 bis 13. Für sie solle ein digitales Unterrichtsangebot gemacht werden. Altenburg-Hack kündigte an, dass die Schulbehörde am Freitagvormittag darüber informieren werde, wie am Montag mit dem Unterricht zu verfahren sei. In Hamburg gibt es rund 273.000 Schülerinnen und Schüler, rund 253.000 davon besuchen eine staatliche allgemeinbildende Schule.

Wegen des angekündigten Schneefalls fällt auch im Bundesland Bremen am Freitag der reguläre Unterricht in den Schulen aus. "Das gilt für die Schulen in Bremen und Bremerhaven", teilte das Bildungsressort mit. Demnach ist Distanzunterricht geplant. Das bedeutet, dass die Kinder und Jugendlichen zu Hause lernen - angeleitet von ihren Lehrkräften. 

ADAC rät Arbeitnehmern wegen starkem Schneefall zu Home Office

10.16 Uhr: Der Automobilclub ADAC Hansa hat Autofahrern wegen des zu erwartenden heftigen Schneefalls empfohlen, ihr Auto am Freitag stehenzulassen. "Zwar sind die Winterdienste den ganzen Tag im Einsatz, schwierige Verhältnisse mit teilweise glatten Straßen werden sich aber dennoch nicht verhindern lassen", erklärte der ADAC. Er riet, – falls möglich – am Freitag im Homeoffice zu arbeiten.

Wer trotzdem mit dem Auto fahren müsse, solle langsam fahren und Abstand halten. Niedertouriges Fahren im hohen Gang erleichtere das Weiterkommen auf glatten Straßen – die Reifen bauten besseren Grip auf. Bei Autos mit Schaltgetriebe helfe es bei extremer Glätte auch, im zweiten Gang anzufahren.

Die Köhlbrandbrücke ist wegen starken Schneefalls zunächst gesperrt. (Archivbild)
Die Köhlbrandbrücke ist wegen starken Schneefalls zunächst gesperrt. (Archivbild) Daniel Reinhardt/dpa

Starker Schneefall in Hamburg – wichtige Brücke gesperrt

10.05 Uhr: Die Hamburger Köhlbrandbrücke ist wegen des Wetters und rutschiger Fahrbahnen am Vormittag für den Verkehr gesperrt worden. "Aufgrund des starken Schneefalls und der Glätte ist die Köhlbrandbrücke aktuell in beiden Richtungen gesperrt", teilte die Polizei auf der Plattform X mit. Ortskundige Autofahrer wurden gebeten, das Gebiet weiträumig zu umfahren.

Der Deutsche Wetterdienst (DWD) hat für den Vormittag im Süden Schleswig-Holsteins und in Hamburg Schneefall mit Neuschneemengen von drei bis sechs Zentimetern vorausgesagt. Auch am Nachmittag soll es weiter Schnee geben – allerdings zunächst eher geringfügig. Für den Freitag rechnet der DWD rund um Hamburg mit etwa zehn Zentimetern Neuschnee. Zudem sind stürmische Böen im Binnenland möglich.

Im Norden fallen Busse und Bahnen aus

9.07 Uhr: Nutzer von Bus und Bahn in Hamburg und Umland können sich heute im öffentlichen Nahverkehr wegen des Wetters auf Verspätungen, verkürzte Linien und Ausfälle einstellen. So kommt es auf den Linien der S1, S2, S3, S5 und S7 zu Verspätungen, wie der HVV auf seinen Internetseiten mitteilte. Einige S-Bahnen müssen den Angaben zufolge zudem schon vor ihrem eigentlichen Ziel wenden und es kann auch zu Ausfällen von einzelnen Verbindungen kommen. 

Auch der Busverkehr in Hamburg und im Umland ist betroffen: So fahren aufgrund der Straßenverhältnisse etwa die Linien 6191, 6192 und 6182 die Haltestellen Rosdorf, Kastanienallee und Oeschebüttlel, Grüner Weg derzeit sicherheitsbedingt nicht an, wie der HVV weiter mitteilte. Unter anderem die Linien 6506, 6588 und 589 wurden wegen der Straßenglätte erst einmal eingestellt. 

Wie eine Sprecherin der Hochbahn mitteilte, fahren die Hochbahn-Busse, sind aber von den Wetterverhältnissen betroffen. Es könne daher aktuell zu Taktlücken und Verspätungen bis zu 30 Minuten kommen. "In einigen Stadtgebieten können unsere Busse aufgrund der Straßenverhältnisse nicht die regulären Linienwege fahren – das gilt beispielsweise im Hafen für die Kühlbrandbrücke sowie für die große Unterführung in Tonndorf." 

Auto prallt gegen Baum – Fahrer stirbt am Unfallort

8.45 Uhr: In Gehrde (Landkreis Osnabrück) ist ein Autofahrer bei einem Unfall ums Leben gekommen. Nach Angaben der Polizei kam der Wagen von der Fahrbahn ab und prallte gegen einen Baum, der Fahrer erlitt dabei tödliche Verletzungen. Wann genau der Unfall passierte, gaben die Beamten bislang nicht an. Den Angaben zufolge wurden sie am frühen Morgen alarmiert.

Die Polizei ermittelt zur Unfallursache. Auch Glätte könne nicht ausgeschlossen werden, teilte eine Sprecherin mit. Feuerwehr, Rettungsdienst und Polizei sind weiterhin im Einsatz, die Maßnahmen dauern an.: 

40-Tonner mit Paketen kippt auf glatter Straße um

8.38 Uhr: Auf glatter Straße ist in Neustadt an der Aisch ein 40-Tonner umgekippt. Der mit Paketen beladene Lastwagen mit Anhänger geriet mitten in der Nacht auf der Bundesstraße 8 ins Rutschen, überfuhr die Verkehrsinsel eines Kreisverkehrs und kippte nach links um, wie die Polizei mitteilte.

Der Fahrer wurde leicht verletzt ins Krankenhaus gebracht. Die Straße war für mehrere Stunden gesperrt, angesichts der Uhrzeit hielten sich die Verkehrsbehinderungen allerdings in Grenzen.

EInsatzkräfte arbeiten an einer Unfallstelle.  Nach einem schweren Lastwagenunfall ist die Autobahn 2 nach Hannover nahe der Abfahrt Herford seit dem frühen Morgen gesperrt.
EInsatzkräfte arbeiten an einer Unfallstelle. Nach einem schweren Lastwagenunfall ist die Autobahn 2 nach Hannover nahe der Abfahrt Herford seit dem frühen Morgen gesperrt. Christian Müller/dpa

Autofahrer stirbt nach Unfall auf A2

8.33 Uhr: Einen schweren Lastwagenunfall meldete die Bielefelder Polizei auf der A2 bei Herford in Richtung Hannover. Dort kam ein Mensch ums Leben, ein 59 Jahre alter Lastwagenfahrer wurde lebensgefährlich verletzt, als sein Sattelzug auf die Mittelleitplanke stürzte. 

In Rheinberg am Niederrhein wurde darüber hinaus bei einem Unfall ein Streuwagen angefahren. Teils habe es Unfälle mit Autos mit Sommerreifen gegeben. Dabei seien aber überwiegend nur Blechschäden entstanden, meldete die zuständige Kreispolizei Wesel.

Eiswetter: Bahn reduziert Fernverkehr in Norddeutschland und erwartet Störungen

8.05 Uhr: Die Deutsche Bahn reduziert wegen des Winterwetters ihr Angebot im Fernverkehr in Teilen Norddeutschlands und empfiehlt Reisenden, ihre Fahrten zu verschieben. "Alle Fahrgäste, die bis einschließlich 7. Januar 2026 ein Ticket für eine Reise vom 8. bis zum 10. Januar 2026 gekauft haben und diese aufgrund der Winterwitterung verschieben möchten, können ihr Ticket zu einem späteren Zeitpunkt nutzen", erklärte die Bahn am gestrigen Mittwoch.

Demnach erwartet die DB "in den kommenden Tagen insbesondere für den Norden und Nordosten Deutschlands spürbare Beeinträchtigungen des Bahnverkehrs". Einschränkungen im Fernverkehr betreffen unter anderem Strecken nach Kiel, Rostock und Kopenhagen. Auch wird auf den Schnellstrecken Berlin-Wolfsburg, Hannover-Würzburg und Köln-Rhein/Main die Höchstgeschwindigkeit der ICE-Züge gesenkt, um Schäden zu vermeiden, wie die Bahn weiter ausführte. Die Fahrtzeit verlängere sich dadurch um bis zu 30 Minuten.

Auch im Regionalverkehr kann es den Angaben nach in den kommenden Tagen wetterbedingt zu Einschränkungen des Angebots kommen. Wer seine Reise nun verschieben möchte, kann sein Fernverkehrsticket zu einem späteren Zeitpunkt nutzen. "Die Zugbindung ist aufgehoben", erklärte die Bahn. "Sitzplatzreservierungen können kostenfrei storniert werden."

Meteorologe warnt: Schickt die Bergepanzer lieber nicht zu schnell ins Wochenende

7.14 Uhr: Der massive Schneefall zwischen Hamburg und Berlin könnte drastische Maßnahmen erfordern. Bei einem halben Meter Schnee auf der Straße könnte es für die Räumdienste eng werden, besonders wenn so eine große Fläche betroffen ist. "Vielleicht sollte man schon mal bei der Bundeswehr nachfragen, ob jemand da wäre am Freitag oder Samstag.", sagt Meteorologe Jan Schenk. "So ein Bergepanzer kommt auch da durch, wo normale Räumdienste an ihre Grenzen kommen", so Schenk, der selbst als Panzer-Offizier gedient hat, weiter.

Rund um Hamburg droht das Verkehrschaos – halber Meter Schnee

6.41 Uhr: Der Schneefall zieht von Westen in der Nacht auf eine Linie von Hamburg über Berlin bis Dresden. Schon in der Nacht ist mit unwetterartigem Schneefall in den Mittelgebirgen zu rechnen. Dazu kommt der Wind. Am Freitagmorgen schneit es sich dann ein, von Hamburg bis Berlin.

Es fallen bis zu 30 Zentimeter Neuschnee. Gleichzeitig stürmt es im Norden. Es kommt zu Schneeverwehungen. Die Schneemengen könnten sich bis zu einem halben Meter auftürmen. Rund um Hamburg droht ein Verkehrschaos, auch auf den Autobahnen. Es ist möglich, dass es auf der Straße einschneit. Der Starkschneefall lässt am Freitagabend langsam nach, ebenso der Wind.

Sowohl die Lüneburger Heide als auch das westliche Mecklenburg sind besonders stark betroffen.

Wegen Sturmtief Elli – auf Föhr und Amrum fällt die Schule aus

6.39 Uhr: Wegen des Winterwetters fällt auf den nordfriesischen Inseln Amrum und Föhr heute die Schule aus. Aufgrund der aktuellen Wetterlage sei der Linienbusverkehr auf Föhr und Amrum eingestellt, teilte das Amt Föhr-Amrum mit. Da die besonderen Witterungsverhältnisse keinen gesicherten Schulweg für die Schülerinnen und Schüler zulassen, fällt der Unterricht daher an der Eilun Feer Skuul (EFS) in Wyk ganztägig aus. 

An der Rüm-Hart-Schule in Wyk, an der Grundschule Föhr-Land und an der Öömrang Skuul auf Amrum findet der Unterricht ebenfalls nicht statt. An diesen Schulen wird jedoch eine Notbetreuung geboten.

Ob die Kinder und Jugendlichen am Freitag wieder zur Schule müssen, steht noch nicht fest. Sobald Entscheidungen getroffen worden seien, werde das Amt Föhr-Amrum darüber berichten, heißt es.

Wegen des Winterwetters fällt auf Föhr und Amrum heute die Schule aus. (Archivbild)
Wegen des Winterwetters fällt auf Föhr und Amrum heute die Schule aus. (Archivbild) Carsten Rehder/dpa

Startschuss für Sturmtief Elli – erstes Blitzeis droht

6.24 Uhr: Aus Westen schickt Sturmtief Elli nicht nur Schneefall in den Süden, sondern auch milde Luft und Regen. Da sich aber am Boden örtlich noch Kaltluft halten kann, droht bereits am Donnerstagnachmittag das erste Blitzeis bzw. Glatteis. Besonders in Tälern, Senken und Muldenlagen kann es zu spiegelglatten Straßen kommen.

In der zweiten Nachthälfte wird das Glatteis noch einmal zunehmen. Während im Westen der Wind die Luft gut durchmischt, kann es im Süden und vor allem im Südosten extrem glatt werden, weil sich hier die Kaltluft deutlich länger hält. Im Berufsverkehr am Freitagmorgen ist mit starken Behinderungen zu rechnen.  

20 Zentimeter Neuschnee im Osten – Eisregen im Westen

"Im Streifen von der Nordsee bis in den Osten hinein können verbreitet um die zehn oder regional bis zu zwanzig Zentimeter Neuschnee zusammenkommen", sagte Adrian Leyser Sturm vom DWD. Dabei kann der kräftige Wind die lockere Schneedecke verwehen und zu größeren Behinderungen auf Straßen und Wegen führen. Ähnliche Schneemengen seien in den Mittelgebirgen möglich. 

Milder ist es dagegen im Süden und Westen. Dort bringt ein stürmischer Wind vorübergehend milde Atlantikluft, sodass die Niederschläge mitunter bis in höhere Lagen in Regen übergehen und zu Tauwetter führen. Der DWD warnt dort vor gefrierendem Regen und Glatteis. Die Höchsttemperaturen liegen am Freitag zwischen minus 6 Grad an der Oder und bis plus 8 Grad am Oberrhein.

Ab dem Abend gibt es am 8. Januar heftigere Schneefälle und Eisreigen.
Ab dem Abend gibt es am 8. Januar heftigere Schneefälle und Eisreigen. @twc

Viel Schnee und glatte Straßen sorgen für Unfälle in der Pfalz – 5 Verletzte

Donnerstag, 8. Januar, 6.13 Uhr: Bei drei witterungsbedingten Unfällen im Kreis Bernkastel-Wittlich in Rheinland-Pfalz sind fünf Menschen leicht verletzt worden. Grund für die Unfälle waren starker Schneefall und Glätte, wie die Polizei mitteilte. 

Auf einer Kreisstraße bei Gornhausen kamen demnach zwei Autos unabhängig voneinander wegen des starken Schneefalls an derselben Stelle von der Fahrbahn ab. Die Autos der 22 und 38 Jahre alten Fahrer stießen den Angaben zufolge zusammen und konnten danach nicht mehr weiterfahren.

Außerdem wollte ein 29-jähriger Mann mit seinem Fahrzeug in einer Haltebucht auf einer Bundesstraße bei Kommen anhalten. Er rutschte dabei in einen geparkten Lkw. Dabei verletzten sich der Fahrer und seine 21 und 22 Jahre alten Begleiter. Auch dieses Auto musste laut Polizei nach dem Unfall stehen bleiben.

Ins Krankenhaus musste laut Polizei keiner der fünf Männer. Die Beamten schätzten den Sachschaden bei den Unfällen auf etwa 35.000 Euro.

Sturmtief Elli bringt noch mehr Schnee und Glätte – Inselbewohner sollen sich eindecken

22.25 Uhr: Weite Teile Deutschlands liegen unter Schnee, und der Winter zeigt wohl auch in den nächsten Tagen, was er kann: Deutschland steht eine turbulente Wetterlage bevor. Nach vielfach weiteren Niederschlägen am Donnerstag stehen die Nacht zum Freitag und der Freitag tagsüber im Fokus. Dann zieht ein Sturmtief auf direktem Weg nach Mitteleuropa. Der Wetterdienst warnt erneut vor Schnee und Glatteis.

"Sturmtief Elli übernimmt die Regie in einem echten Wetterkrimi", kündigt Adrian Leyser Sturm vom DWD in Offenbach an.

Auf der Oder an der deutsch-polnischen Grenze trieben bei Frankfurt (Oder) zur Wochenmitte runde Eisschollen. Beim Biathlon-Weltcup im thüringischen Oberhof werden wegen des erwarteten unbeständigen Wetters Wettkämpfe vorgezogen. Am Flughafen Frankfurt hat der zuständige Dienstleiter nach Betreiberangaben genug Enteisungsmittel für die Flugzeuge auf Lager. Auf Fehmarn empfahl der Bürgermeister den Insulanern, sich mit Lebensmitteln für mindestens drei Tage einzudecken, damit man die Wohnung während der schwierigen Wetterlage nicht verlassen müsse.

Wo und wann genau es besonders gefährlich wird, erklärt Wetter-Experte Jan Schenk oben im Video.

Polizei warnt vor Glätte und Wildteren auf Straßen
Ein Rehbock (l) und ein Reh stehen an einer Straße im Oderbruch. Die Polizei warnt vor Glätte und Wildteren auf Straßen. Patrick Pleul/dpa
Zwei Schulkinder gehen über Eisplatten und gefrorenen Schnee auf ihrem Schulweg am Schloss Benrath vorbei.
Zwei Schulkinder gehen über Eisplatten und gefrorenen Schnee auf ihrem Schulweg am Schloss Benrath vorbei. Wolf von Dewitz/dpa

Eisplatten sorgen für Unfälle auf A7

21.54 Uhr: Eisplatten haben auf der Autobahn 7 nahe Hildesheim mehrere Unfälle ausgelöst. Wie die Polizei mitteilte, fielen die Eisplatten während der Fahrt von Lastwagen und trafen dahinter fahrende Fahrzeuge. Dadurch wurden Autos und ein Wohnmobil beschädigt. Verletzt wurde glücklicherweise niemand.

Die Fahrer der Lastwagen müssten sich auf ein Bußgeld und einen Punkt im Fahreignungsregister in Flensburg einstellen, so die Polizei. Demnach kamen sie ihrer Pflicht zur Räumung der Fahrzeugaufbauten von Schnee und Eis nicht nach. Die Beamten kündigten verstärkte Kontrollen mit Blick auf Eisplatten auf Fahrzeugaufbauten an. 

Wegen des Winterwetters und glatter Straßen kam es vielerorts in Niedersachsen zu Unfällen.

Verschneite Straßen im Rheingau-Taunus-Kreis. Ein Fahrradfahrer fährt auf der Fahrbahn im Schneetreiben.
Verschneite Straßen im Rheingau-Taunus-Kreis. Ein Fahrradfahrer fährt auf der Fahrbahn im Schneetreiben. Jörg Halisch/dpa

Bahn reduziert Fernverkehr im Norden wegen des Winterwetters

18.31 Uhr: Die Deutsche Bahn reduziert von Donnerstagnachmittag an wegen des Winterwetters vorsorglich den Fernverkehr im Norden und Nordosten Deutschlands. Sie erwartet in den nächsten Tagen "spürbare Beeinträchtigungen des Bahnverkehrs", wie es in der Mitteilung heißt. Der Grund: Der Deutsche Wetterdienst prognostiziert für den Norden bei Dauerfrost heftigen Wind mit Schneefällen und Schneeverwehungen. 

Von den Einschränkungen sind demnach unter anderem die Fernverkehrsverbindungen nach Norddeich-Mole, Kiel, Westerland/Sylt, Rostock, Binz/Rügen und Kopenhagen betroffen. 

Zudem werde auf den Schnellfahrstrecken Berlin-Wolfsburg, Hannover-Würzburg und Köln-Rhein/Main die Höchstgeschwindigkeit der ICE auf 200 Kilometer pro Stunde begrenzt, teilte die DB weiter mit. Das sei notwendig, um Schäden an den Zügen und der Strecke zu vermeiden. Die Fahrtzeit verlängere sich um bis zu 30 Minuten. 

Mecklenburg-Vorpommern: Landesamt warnt wegen Streikaufruf vor glatten Straßen

18.28 Uhr: Wegen möglichen Personalausfalls infolge eines Streikaufrufs warnt das Landesamt für Straßenbau und Verkehr vor glatten Straßen am Donnerstag. "Durch den Streikaufruf kann es zu personellen Engpässen im Winterdienst kommen", teilte die Behörde mit.

Ein Fahrradfahrer und Autos fahren durch den Schnee. In Nordrhein-Westfalen kündigt sich neuer Schnee an. Von Westen nach Osten sollen heute nach Prognose des Deutschen Wetterdienstes (DWD) Schneefälle über das Land hinweg ziehen. Dabei könne es bis zum Abend verbreitet Neuschnee mit ein bis fünf Zentimetern, in manchen Lagen auch bis zu zehn Zentimetern geben. Es bleibt kalt und frostig bei Temperaturen bis zu minus 5 Grad.
Ein Fahrradfahrer und Autos fahren durch den Schnee. In Nordrhein-Westfalen kündigt sich neuer Schnee an. Federico Gambarini/dpa

Schnee sorgt in NRW für Unfälle und Staus

17.15 Uhr: Schnee und Glatteis sorgen seit dem Nachmittag in Teilen Nordrhein-Westfalens für Verkehrsbeeinträchtigungen. Mancherorts ereigneten sich in kurzer Zeit Dutzende Unfälle, etwa im Raum Düsseldorf und im Bereich Wesel. Überwiegend blieb es jedoch bei Blechschäden. Auf vielen Autobahnen gab es lange Staus.

Im Kreis Wesel kam es laut Polizei innerhalb weniger Stunden zu rund 50 wetterbedingten Unfällen. Im Stadtgebiet von Düsseldorf und auf den umliegenden Autobahnen krachte es innerhalb einer Stunde 30 Mal. "Auf den Autobahnen haben wir derzeit viele Staus, weil wegen des Wetters alle langsam fahren", sagte ein Polizeisprecher in Düsseldorf.

Räumdienst kommt nicht hinterher

"Vor allem in Richtung Bergisches Land sind die Autobahn-Fahrbahnen schneebedeckt", sagte eine Sprecherin der Kölner Polizei. In Leverkusen habe die Polizei vorsichtshalber mehrere Straßen abgesperrt, weil der Räumdienst nicht hinterherkomme.

Der Deutsche Wetterdienst (DWD) erwartet bis in die Nacht hinein noch Schnee in NRW. Am Donnerstag soll es wieder milder werden. Allerdings könnten Niederschläge dann weiterhin zu Glätte führen.

Schnee und Glätte: Wo in Niedersachsen die Schule ausfällt

16.53 Uhr: Wegen des anhaltenden Winterwetters mit viel Neuschnee und glatten Straßen fällt an manchen Orten in Niedersachsen in den kommenden Tagen der reguläre Schulunterricht an allen allgemeinbildenden und berufsbildenden Schulen aus. Stattdessen wird meist auf Distanzunterricht umgestellt. Einige Kreisverwaltungen verweisen darauf, dass trotz eines pausenlosen Einsatzes der Räumdienste die Schulbeförderung mit Bussen nicht sichergestellt werden könne – daher falle der Präsenzunterricht aus.

Ein Überblick, welche Kreise und kreisfreien Städte Ausfälle an allgemeinbildenden und berufsbildenden Schulen angekündigt haben.

Schulausfälle am Donnerstag, 8. Januar

  • Landkreis Aurich
  • Landkreis Wittmund
  • Landkreis Leer
  • Stadt Emden
  • Stadt Wilhelmshaven

Schulausfälle am Freitag, 9. Januar

  • Landkreis Aurich
  • Landkreis Wittmund
  • Landkreis Leer
  • Landkreis Lüchow-Dannenberg
  • Stadt Emden
  • Stadt Wilhelmshaven

Schneechaos im Westen: DWD warnt vor Glätte

15.58 Uhr: Der Deutsche Wetterdienst (DWD) warnt in vielen Regionen vor Schneeverwehungen. Für Teile Nordrhein-Westfalens, sowie im nördlichen und südlichen Niedersachsens besteht eine Warnung vor Schneeverwehungen und starkem Schneefall. Dort kann es auch besonders glatt werden. 

Autos und LKW sind auf der Autobahn 28 bei Brinkum bei Schneefall und schlechter Sicht unterwegs.
Autos und LKW sind auf der Autobahn 28 bei Brinkum bei Schneefall und schlechter Sicht unterwegs. Lars Penning/dpa

480 Kilometer Stau in NRW

15.45 Uhr: In Nordrhein-Westfalen staut es sich derzeit auf vielen Straßen. Gegen 15 Uhr standen laut WDR auf 480 Kilometern die Fahrzeuge. Damit verdoppelte sich die Länge in nur einer Stunde. Auf vielen Autobahnen gibt es Stau und stockenden Verkehr. Betroffen sind vor allem das Ruhrgebiet, das Rheinland und das Bergische Land. 

Ein Auto fährt durch den Schnee. In Nordrhein-Westfalen kündigt sich neuer Schnee an.
Ein Auto fährt durch den Schnee. In Nordrhein-Westfalen kündigt sich neuer Schnee an. Federico Gambarini/dpa

DWD warnt vor Glätte - heftigste Schneefälle seit 15 Jahren in Hamburg

07.37 Uhr: Autofahrer und Fußgänger müssen in weiten Teilen Deutschlands weiter mit glatten Straßen rechnen. Nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes besteht fast im gesamten Land Glättegefahr, an der Nordseeküste sowie im Harz kann es auch zu Schneeverwehungen kommen.

In der Südosthälfte gibt es den Experten zufolge gebietsweise strengen Frost zwischen minus 10 und minus 15 Grad. Auf dem Brocken im Harz und auf den Nordseeinseln sind Sturmböen möglich. Tagsüber soll es im Westen und Nordwesten erneut schneien. Bis zum Abend soll sich der Schneefall in Richtung Osten bis auf eine Linie von Fehmarn bis zum Schwarzwald ausbreiten. Meist fallen laut DWD 1 bis 5 Zentimeter Neuschnee, gebietsweise könnten es auch bis zu 10 Zentimeter werden.

In Hamburg hat die Verkehrsbehörde angesichts der heftigsten Schneefälle seit 15 Jahren und dem ständigen Wechsel von Tau- und Frostzeiten bereits das Verbot von Streusalz auf Gehwegen bis zum 21. Januar aufgehoben.

Wohnungslosenhilfe: Lebensgefahr für Obdachlose durch Kälte

03.44 Uhr: Angesichts der eisigen Temperaturen warnt die Bundesarbeitsgemeinschaft Wohnungslosenhilfe vor Lücken bei der Versorgung von Menschen ohne eigene Wohnung. "Kälte stellt für obdachlose Menschen eine lebensbedrohliche Gefahr dar, da sie ohne Zugang zu warmen Schutzräumen den extremen Temperaturen schutzlos ausgeliefert sind", sagte Marie-Sol Gersch von der Arbeitsgemeinschaft der Deutschen Presse-Agentur. 

Der Mangel an sicheren Schlafplätzen, ein eingeschränkter Zugang zu Hilfeangeboten und gesellschaftliche Ausgrenzung verschärften die Lebensbedingungen und das Risiko einer Unterkühlung in der kalten Jahreszeit. "Obgleich es verschiedene Hilfsangebote gibt, sind diese nicht in allen Kommunen bedarfsdeckend – nicht selten fehlt es beispielsweise an ausreichenden Plätzen in Notunterkünften", beklagte Gersch.

Kälte hält Südwesten weiter im Griff - auch Glätte möglich

Mittwoch, 07. Januar, 01.21 Uhr: Nach eisigen Temperaturen der letzten Tage erwartet der Deutsche Wetterdienst (DWD) am Mittwoch trübe Verhältnisse und weiterhin winterlich kaltes Wetter. Südöstlich der Alb und vor allem entlang der Donau hält sich teils länger Hochnebel. Abseits davon zeigt sich zwar häufiger die Sonne, am Nachmittag aber ziehen vom Westen her neue Wolkenfelder auf. Die Temperaturen bleiben frostig: Im Rheintal und im Norden werden bis zu minus 8 Grad erreicht, in der Südosthälfte selten mehr als minus 5 Grad. Der Wind weht schwach bis mäßig aus südlicher Richtung.

In der Nacht zum Donnerstag verdichten sich die Wolken rasch und breiten sich ostwärts aus. In der Folge setzt verbreitet leichter Schneefall ein, der für glatte Straßen und Wege sorgen kann. Laut DWD werden insbesondere im Schwarzwald um zehn Zentimeter Schnee erwartet. Die Tiefstwerte reichen von minus 4 Grad im Rheintal bis minus 8 Grad, im Süden sind örtlich sogar nochmals strenger Frost bis minus 12 Grad möglich. Auf dem Feldberg frischt der Wind deutlich auf, dort sind zunehmend stürmische Böen aus Südwest zu erwarten.

Selbst Spanier frieren bei Minusgraden

12.31 Uhr: Das harsche Winterwetter macht den Menschen in Europa weiter zu schaffen. In den Niederlanden war der Zugverkehr durch das Wetter und eine technische Störung fast völlig lahmgelegt. Bis 10.00 Uhr werde im ganzen Land kein Zug der niederländischen Bahn fahren, teilte diese mit. Kurz danach lief der Zugverkehr langsam wieder an. 

Das Winterwetter sorgt zudem auf den Straßen und am Amsterdamer Großflughafen Schiphol weiter für Probleme. Rund 350 Flüge seien bereits annulliert worden. 

In Spanien, das im Sommer regelmäßig mit Hitzerekorden Schlagzeilen macht, bibbern die Menschen nun in vielen Regionen bei Minusgraden in ihren oft nicht so gut wärmeisolierten Wohnungen. In Madrid und auch in höheren Lagen der Ferieninsel Mallorca gab es Frost und es lag Schnee. Manche Straßen in den Pyrenäen und in anderen Gebirgsregionen des Landes waren nur mit Schneeketten zu befahren. 

Dort könnte es auch in der Nacht auf Dienstag bis zu minus 10 Grad kalt werden. Die Wetterbehörde Aemet gab wegen Schnee, Kälte und teilweise stürmischen Winden Warnungen für weite Bereiche des Landes heraus. Wer es etwas wärmer möchte, muss auf die Kanaren reisen. Dort wird es tagsüber angenehme 17 Grad warm.

Ein Mann geht mit seinem Hund spazieren.
Auch in Spanien ist es bitterkalt Carlos Luján/EUROPA PRESS/dpa

Zehntausende Einwohner Prags ohne Heizung und heißes Wasser

12.27 Uhr: Auch in Tschechien herrscht weiter klirrende Kälte. Im Böhmerwald nahe der Grenze zu Bayern wurden am Morgen Temperaturen um minus 25 Grad gemessen. Nirgendwo im Land sollte das Quecksilber in den nächsten Tagen über den Gefrierpunkt steigen, wie aus der Vorhersage des staatlichen Wetterdienstes hervorging. In Prag waren Zehntausende Einwohner wegen einer defekten Fernwärme-Leitung vorübergehend ohne Heizung und warmes Wasser. 

Freuen können sich die Wintersportler: Aufgrund der Schneefälle herrschen auf vielen Pisten in den Mittelgebirgen Tschechiens ideale Bedingungen zum Skifahren. In Polen lag die niedrigste Temperatur in der Nacht derweil bei minus 20,1 Grad.

In Ungarn sorgten ausgiebige Schneefälle für Verkehrsbehinderungen. Im Großraum Budapest, in der nordöstlichen Region Borsod und in den südlichen Bezirken Baranya und Zala fielen Dutzende lokale Busse aus. Einige Züge zum Budapester Westbahnhof beendeten ihre Fahrt wegen eingefrorener Weichen bereits in einem Vorstadtbahnhof. Weitere Schneefälle werden für die zweite Tageshälfte und die Nacht zum Mittwoch erwartet.

Auch den Balkan hat der Winter fest im Griff. Im rumänischen Kreis Alba blieben fast 8.000 Haushalte den vierten Tag in Folge ohne Strom. In der ostbosnischen Stadt Gorazde brach die Wasserversorgung zusammen, nachdem der Fluss Drina über seine Ufer getreten war und die Pumpen des örtlichen Wasserwerks überflutet hatte. In Kroatien und in Slowenien sprachen die Behörden Warnungen wegen zu erwartender heftiger Schneefälle aus.

Flugverkehr am Flughafen Nantes in Frankreich eingestellt

12.25 Uhr: Auch Frankreich hat weiterhin mit Schnee und Eis zu kämpfen. In vielen Departements fuhren keine Schulbusse, nachdem es teils kräftige Schneefälle gegeben hatte. Auch der Zugverkehr war in manchen Regionen gestört. 

Am Flughafen in Nantes im Westen des Landes wurde der Flugverkehr eingestellt, während es an den Pariser Flughäfen weiterhin Ausfälle gab. Auf den Straßen und Autobahnen rund um Paris, wo sich am Montagnachmittag der Verkehr noch auf rund 1.000 Kilometern Länge gestaut hatte, entspannte sich die Lage zwar. Dennoch wurden nach einer ersten Bilanz fünf Tote bei wetterbedingten Unfällen gemeldet.

Junge Menschen vergnügen sich bei einer Schneeballschlacht.
Schnee in den Niederlanden: Junge Menschen vergnügen sich bei einer Schneeballschlacht. Robin Van Lonkhuijsen/ANP/dpa

Winterdienst streikt in Schleswig-Holstein

11.36 Uhr: Wegen eines Warnstreiks beim Landesbetrieb Straßenbau und Verkehr Schleswig-Holstein (LBV.SH) gibt es am Dienstag in Schleswig-Holstein nur einen teils stark eingeschränkten Winterdienst. Der Landesbetrieb ist für rund 1.430 Kilometer Bundesstraße, 3500 Kilometer Landesstraßen und 2700 Kilometer Kreisstraßen zuständig. Letztere sind die Kreisstraßen der Landkreise, mit denen eine Vereinbarung über den Straßenbetriebsdienst geschlossen wurde. Für den Winterdienst auf den anderen Kreisstraßen sind die jeweiligen Kreise verantwortlich, für Gemeindestraßen die Gemeinden selbst. Auf den Autobahnen im Land sorgt die Autobahn GmbH des Bundes dafür, dass die Straßen von Schnee und Eis befreit werden.

Wegen eines Streikaufrufs in den 22 Straßenmeistereien des Landes kann es zu einem teils stark eingeschränkten Winterdienst auf den Landes- und Bundesstraßen sowie auf Kreisstraßen kommen.(Archivbild)
Wegen eines Streikaufrufs in den 22 Straßenmeistereien des Landes kann es zu einem teils stark eingeschränkten Winterdienst auf den Landes- und Bundesstraßen sowie auf Kreisstraßen kommen.(Archivbild) Christian Charisius/dpa

Schnee sorgt für 1000 Kilometer Stau im Großraum Paris

11.03 Uhr: Das Winterwetter hat bereits am Montag im Großraum Paris mehr als 1000 Kilometer Stau verursacht. Die Marke wurde laut dem Verkehrsdienst Sytadin am späten Nachmittag überschritten. Im Schnitt sind die Staus in der Region zu dieser Tageszeit insgesamt nur etwa 250 Kilometer lang. Im Verlauf des Abends nahm die Stau-Länge wieder ab. 

In der Region rund um Paris mit ihren eher milden Wintern haben Autos meist keine Winterreifen. Für Autofahrerinnen und Autofahrer in der Region gab es wegen der widrigen Wetterbedingungen ein strengeres Tempolimit: Sie durften nach einer Anordnung der Pariser Polizeipräfektur höchstens 80 Kilometer pro Stunde fahren. Schneefall und Eis hatten auch den Nordwesten Frankreichs - die Normandie und Bretagne - fest im Griff. Auch dort kam es zu Verkehrsstörungen. 

Ein Lkw steht nach einem unfall auf der A3. Starker Schneefall am Abend sorgte für Unfälle und kilometerlangen Stau auf der A3 bei Montabaur. Auf der A3 zwischen dem Dernbacher Dreieck und der Anschlusstelle Montabaur rutschte ein Lkw in die rechte Leitplanke und stellte sich quer. Es bildete sich rasch ein kilometerlanger Stau in Richtung Frankfurt.
Ein Lkw steht nach einem Unfall auf der A3. Fritz Demel/dpa

Winter-Wetter sorgt für Stau auf A3

9.39 Uhr: Starker Schneefall am Abend sorgte für Unfälle und einen kilometerlangen Stau auf der A3 bei Montabaur. Auf der A3 zwischen dem Dernbacher Dreieck und der Anschlusstelle Montabaur rutschte ein Lkw in die rechte Leitplanke und stellte sich quer. Es bildete sich rasch ein kilometerlanger Stau in Richtung Frankfurt.

Zugverkehr in den Niederlanden liegt still

08.13 Uhr: Der Zugverkehr in den Niederlanden ist durch Winterwetter und eine technische Störung fast völlig lahmgelegt. Bis 10 Uhr werde im ganzen Land kein Zug der niederländischen Bahn fahren, teilte diese mit. Zu zahlreichen Problemen an Weichen durch das heftige Winterwetter kam nach Angaben der Bahn am frühen Morgen noch eine Computer-Störung. 

Internationale Züge seien von der Störung vorläufig nicht betroffen. Auch können andere Verkehrsunternehmen lokal ihre Züge fahren lassen. 

Das Winterwetter sorgt zudem auf den Straßen und am Amsterdamer Großflughafen Schiphol weiter für Probleme. Rund 350 Flüge seien bereits annulliert worden.

Bis zu Minus 17 Grad in der Nacht: Wetterdienst warnt vor gefährlichem Frost, Autofahrer müssen aufpassen

Dienstag, 06. Januar, 06.41 Uhr: Autofahrer müssen sich auf dem Weg zur Arbeit am Morgen in Teilen Deutschlands auf Glätte einstellen - Fußgänger und Radfahrer sollten sich warm anziehen. Laut Deutschem Wetterdienst (DWD) fiel in der Nacht in der Nordwesthälfte gebietsweise etwas Schnee. Mancherorts war auch mit Nebel zu rechnen.

Es ist zudem klirrend kalt. Im Norden, Osten und Westen verzeichnete man Tiefstwerte von Minus 1 bis Minus 10 Grad, in der Südosthälfte bei klarem Himmel sogar bis zu Minus 17 Grad. In Alpentälern könnte es noch kälter werden, hieß es.

Für den Süden Deutschlands und Gebiete im Osten gilt eine amtliche Warnung vor strengem Frost. Es seien erhebliche Frostschäden möglich. Längere Aufenthalte im Freien sollten vermieden werden, hieß es beim DWD.

Am Dienstag zeigt sich der Himmel oft bewölkt, teilweise gibt es ein paar Auflockerungen. In der Nähe der Nordsee sind weiterhin Schneeschauer zu erwarten. Zarte Plusgrade gebe es entlang des Rheins, in Teilen NRWs, im Emsland und an der Nordsee. Die übrigen Landesteile verbleiben laut Wetterdienst im Dauerfrost. 

Düsseldorf: Ein Räumfahrzeug ist bei starkem Schneefall auf dem Flughafengelände im Einsatz. An einigen nordrhein-westfälischen Flughäfen sorgten Schnee und Eis zu Einschränkungen im Flugbetrieb.
Düsseldorf: Ein Räumfahrzeug ist bei starkem Schneefall auf dem Flughafengelände im Einsatz. An einigen nordrhein-westfälischen Flughäfen sorgten Schnee und Eis zu Einschränkungen im Flugbetrieb. Jan Ohmen/dpa

Straßenmeistereien wollen trotz verschneiter Straßen streiken

20.58 Uhr: In Schleswig-Holstein müssen sich die Menschen am Dienstag auf nicht geräumte Straßen einstellen. Wegen eines Streikaufrufs in den 22 Straßenmeistereien des Landes könne es zu einem teils stark eingeschränkten Winterdienst auf den Landes- und Bundesstraßen sowie auf Kreisstraßen kommen, kündigte der Landesbetrieb Straßenbau und Verkehr an.

Zwei Schneemänner sitzen auf einer Parkbank am späten Abend im verschneiten Eimsbütteler Park.
Zwei Schneemänner sitzen auf einer Parkbank am späten Abend im verschneiten Eimsbütteler Park. Marcus Brandt/dpa

Alarmstufe Rot im Norden! Wetterdienst warnt vor starkem Schneefall

19.00 Uhr: Der Deutsche Wetterdienst (DWD) warnt im Norden vor starkem Schneefall mit bis zu 20 cm Neuschnee. Außerdem wird es glatt. Es besteht "Gefahr für Leib und Leben durch geschlossene, hohe Schneedecken und eingeschränkter Mobilität bis hin zu blockierten Verkehrswegen", so der DWD. 

Diese Landkreise sind aktuell betroffen: 

  • Kreis Nordfriesland - Binnenland
  • Kreis Nordfriesland - Küste

 

Auch im Rest von Schleswig-Holstein soll es bis zu 15 cm schneien. Glatte Straßen kann es in ganz Deutschland geben. 

Ein Auto steht verschneit und mit Schneematsch bespritz an einer Straße am Stadtpark.
Ein Auto steht verschneit und mit Schneematsch bespritz an einer Straße am Stadtpark. Christian Charisius/dpa

Bis zu - 17 Grad! Warnung vor strengem Frost im Süden und Osten

18.50 Uhr: Der Winter zeigt sich aktuell vor allem im Süden Deutschlands von seiner besonders rauen Seite. In der Nacht zum Dienstag wird es laut DWD eisig kalt. Im Süden und Osten Deutschlands warnt der Wetterdienst mit der Stufe Orange vor Temperaturen bis zu minus 17 Grad und strengem Frost.

Der DWD warnt im Norden vor Schneefall, im Süden vor strengem Frost.
Der DWD warnt im Norden vor Schneefall, im Süden vor strengem Frost. DWD

Mehrere Flüge am Hamburg Airport gestrichen

18.34 Uhr: Wegen des winterlichen Wetters in Europa sind am Hamburger Flughafen mehrere Flüge gestrichen worden. Die Website des Flughafens listete bis zum Nachmittag sieben entfallene Abflüge und fünf entfallene Ankünfte auf. Zuvor berichtete das "Hamburger Abendblatt". 

Betroffen waren Verbindungen zwischen Hamburg und etwa Flughäfen in Amsterdam, Mailand und Paris, wie aus der Übersicht hervorgeht. Am Amsterdamer Großflughafen Schiphol waren allein am Morgen infolge des Winterwetters rund 450 Flüge entfallen. 

Eine Frau geht bei Schneetreiben an einem zugeschneiten Fahrrad vorbei.
Eine Frau geht bei Schneetreiben an einem zugeschneiten Fahrrad vorbei. Wolf von Dewitz/dpa

Winter-Chaos auf den Straßen, es kracht reihenweise

Im Norden Deutschlands hat der heftige Wintereinbruch vom Wochenende zum Teil zu Chaos auf den Straßen und Schienen geführt. Bei Schnee und Glätte kam es am Wochenende bereits zu zahlreichen Unfällen mit teils schwer verletzten Menschen und Verkehrseinschränkungen. 

Bus rutscht in Straßengraben — Schwerverletzte bei Glätteunfällen

Auf der Bundesstraße 199 zwischen Dorfstraße und Schafflund  im Kreis Schleswig-Flensburg rutschte am Montagmorgen ein Linienbus in den Straßengraben. Der Bus war mit 21 Passagieren besetzt, sechs Mitreisende wurden leicht verletzt.

In Waldbröl (NRW) ist am Sonntagvormittag ein 34-jähriger Mann mit seinem Wagen von einer glatten Straße abgekommen und gegen einen Baum geprallt, teilte die Polizei des Oberbergischen Kreises mit. Seine ebenfalls 34 Jahre alte Beifahrerin sei dabei lebensgefährlich verletzt worden, der Mann schwer. In NRW beschäftigten gleich mehrere Unfälle mit Schwerverletzten die Retter.

Strafanzeigen gegen Drifter

Bereits am Freitag waren am Nürburgring in Rheinland-Pfalz mehrere Strafverfahren gegen Drifter eingeleitet worden. Diese waren mit ihren Fahrzeugen illegal an der Rennstrecke gedriftet und hatten dabei Unfälle verursacht. Beim Driften können die Fahrzeuge schnell außer Kontrolle geraten und andere Verkehrsteilnehmer gefährden. Gegen sie wird wegen Verkehrsunfallflucht ermittelt. Möglicherweise werde ihnen die Fahrerlaubnis entzogen.

Ein Lastwagen ist in Mittelfranken von der Fahrbahn abgekommen und umgekippt. Dabei hat er seine Ladung auf der Straße und im Graben verloren.
Ein Lastwagen ist in Mittelfranken von der Fahrbahn abgekommen und umgekippt. Dabei hat er seine Ladung auf der Straße und im Graben verloren. Tizian Gerbing/dpa

Lastwagen mit Lachs kippt um: Autobahn stundenlang gesperrt

Auch in Bayern krachte es vielfach. Auf der schneebedeckten Autobahn 93 in der Oberpfalz geriet laut Polizei ein mit 20 Tonnen Lachs beladener Lastwagen ins Schleudern und kippte um. Die Ladung verteilte sich demnach auf der Fahrbahn, sieben weitere Autos stießen beim Versuch, dem Unfall bei Wernberg-Köblitz (Landkreis Schwandorf) am Freitagabend auszuweichen, zusammen. Die Autobahn wurde rund zwölf Stunden lang gesperrt.

Bei einem Lastwagenunfall in Mittelfranken ist am Montagmorgen eine Straße mit tonnenweise Rindenmulch überschüttet worden. Der Lkw war inklusive Anhänger bei Leutershausen umgekippt, wie die Polizei mitteilte.

Auf der A9 bei Berlin verunglückte am Freitag ein gasbetriebener Lkw bei Glätte und prallte in die Leitplanke, so die Feuerwehr. Zwei Personen erlitten leichte Verletzungen. Weil der verunglückte Lkw gasbetrieben war, trat Gas aus dem Fahrzeug aus. Eine Gefahr für Menschen, Tiere oder die Umwelt bestand laut Einsatzkräften nicht, die Bergung gestalte sich dadurch jedoch schwierig.

Ebenfalls auf der A93 bei Marktredwitz (Landkreis Wunsiedel im Fichtelgebirge) stießen laut Polizei acht Autos zusammen. Demnach geriet der Wagen eines 50-Jährigen auf der verschneiten Fahrbahn ins Rutschen und drehte sich. Sieben weitere Fahrzeuge konnten nicht mehr rechtzeitig bremsen und fuhren einander auf. Ein Beteiligter kam mit leichten Verletzungen ins Krankenhaus. Bei weiteren Unfällen gab es auch mehrere Schwerverletzte.

Ausfälle bei Bus und Bahn im Norden

Pendlerinnen und Pendler müssen wegen des Schnees weiter mit Verspätungen und Ausfällen im Regionalverkehr im Nordwesten rechnen. Noch bis Mittwoch könnten Regionalzüge in Niedersachsen und Bremen wetterbedingt zu spät kommen oder vereinzelt nicht fahren, wie die Deutsche Bahn (DB) und das Eisenbahnunternehmen Metronom mitteilten. So fahren etwa auf den Strecken zwischen Hamburg und Kiel und zwischen Hamburg und Flensburg weniger Züge, wie NDR 1 Welle Nord berichtet.

Auch im Fernverkehr waren Bahnen betroffen. Unter anderem gab es heftige Verspätungen bei Zügen zwischen Köln und Berlin, hieß es auf der DB-Seite.

In den Stadtverkehren in mehreren Städten fielen viele Straßenbahnen und Busse aus oder waren langsamer unterwegs — so in Kiel, Hamburg und Hannover. Am Montag normalisierte sich die Lage aber wieder weitestgehend.

Flüge starten verspätet wegen Winterwetter

Das Winterwetter wirkte sich auch auf den Flugbetrieb aus. An den Flughäfen Düsseldorf und Dortmund kam es zu zahlreichen verzögerten Abflügen. Einige Flieger starteten mehr als eine Stunde später als geplant. Viele Maschinen seien bereits mit Verzögerung eingetroffen, hieß es. Flugausfälle seien nicht zu befürchten. Am Flughafen BER in Berlin kam es ebenfalls witterungsbedingt zu Verspätungen. Einige Flüge mussten gestrichen werden.

An den Flughäfen war der Winterdienst im Einsatz. Er befreite Start- und Landebahnen, Rollwege und Vorfeld von Schnee und Eis. Zudem wurden Flugzeuge vor dem Abflug enteist. Am Flughafen Münster/Osnabrück traf am Vormittag eine Maschine ein, die ursprünglich am Airport Weeze landen sollte. Dies sei jedoch witterungsbedingt nicht möglich gewesen, sagte eine Sprecherin. Bereits am Samstag hatte das Wetter an einigen NRW-Flughäfen für Verspätungen gesorgt.

Am Rodelhang in Schierke fahren Kinder und Erwachsene mit ihren Schlitten einen Berg hinunter.
Am Rodelhang in Schierke fahren Kinder und Erwachsene mit ihren Schlitten einen Berg hinunter. Die Wintersportbedingungen laden vor allem zum Rodeln ein. (zu dpa: «Rodler nutzen Schneefälle im Harz») Matthias Bein/dpa

Freude im Harz über bestes Rodelwetter

Neben den Einschränkungen brachte der Wintereinbruch aber auch Freude: In Hamburg nutzten viele Menschen die Schneedecke für Freizeitaktivitäten. Besonders im Jenischpark waren zahlreiche Familien und Kinder mit Schlitten unterwegs, auch Spaziergänger zog es in die verschneiten Parks und Grünanlagen.

Im Harz sind die Rodelhänge rund um Schierke nach Angaben der Touristeninformation geöffnet. Im nördlichen Mittelgebirge lagen zum Teil bis zu 40 Zentimeter Neuschnee. Viele Familien mit Kindern kamen bei bereits am Wochenende bei Schneefall in den Oberharz, um das erste Winterwochenende des Jahres auszunutzen, wie Webcams im Ort zeigten. Langlaufloipen waren am Wochenende nach Angaben der Touristeninformation allerdings noch nicht gespurt. Lediglich in Benneckenstein war demnach Skilanglauf möglich. Grund dafür sei der teils starke Wind gewesen, der immer wieder zu Verwehungen geführt hatte. 

Besser sah es dagegen im Westharz aus. Dort standen neben mehreren gespurten Langlaufloipen auch geöffnete Skilifte für Wintersportler zur Verfügung. 

20 Zentimeter Neuschnee auf Winterberger Skipisten

Auf den Winterberger Skipisten in NRW lägen aktuell 20 Zentimeter Neuschnee, hieß es auf wintersport-arena.de. Damit betrage die Schneehöhe auf dem Winterberg 70 Zentimeter. Es seien 39 Lifte geöffnet und sieben Lifte für die Rodelbahnen. Es gebe 37 Kilometer an geöffneten Pisten. 

Der Deutsche Wetterdienst (DWD) rechnet damit, dass es auch in den kommenden Tagen noch winterlich kalt bleibt.