Das Bündnis „Koa Gas Ammersee Lech" bereitet rechtliche Schritte vor. Acht Gruppen protestieren gemeinsam gegen die geplante Gasförderung.
Reichling – In den nächsten Wochen und Monaten wird sich voraussichtlich herausstellen, ob sich in Reichling die Förderung von Gas für die Betreiberfirma rentiert. Falls ja, könnte die Firma einen Antrag auf eine Probeförderung stellen.
Dagegen wollen sich die Gegner der Gasbohrung jedoch wehren: „Wir sind optimistisch, das Ganze noch verhindern zu können“, erklärte Klimaaktivist Chris Baier anlässlich eines spontanen Protests von Mitgliedern verschiedener lokaler Klimaschutzorganisationen, die alle zu dem neu gegründeten Bündnis „Koa Gas Ammersee Lech“ gehören.
Für das neue Jahr haben die Aktivisten vor allem den Wunsch, dass es ein Jahr ohne Gasbohrung werde. Sollte es dennoch zu einem Antrag auf eine Probeförderung kommen, so werde das Bündnis auch dagegen gewappnet sein, wie Baier ankündigte: „Wir wollen bereits jetzt mögliche rechtliche Schritte dagegen vorbereiten.“
Auf dem Wurzberg in Reichling protestierten die Gegner der Gasbohrung mit Bannern, auf denen unter anderem zu lesen war: „Klima retten – Erdgas im Boden lassen!“ und „Stoppt die Gasbohrung in Reichling! Unser Wasser ist in Gefahr“.
Zusammenschluss aus acht Initiativen
Baier erklärte, dass das Bündnis „Koa Gas Ammersee Lech“ noch weiter wachsen wolle: „Weitere klimaaktive und gesellschaftlich engagierte Gruppen und Menschen, die aktiv werden wollen, können gerne dazu kommen.“ Momentan gehören acht Gruppen aus der Region dazu, darunter die Bürgerinitiative Reichling-Ludenhausen, die „Omas for Future“ und die Bürgerinitiative aus dem Ammerseegebiet, wo ebenso Gasbohrungen befürchtet werden. Das Bündnis war erst im September vergangenen Jahres geschlossen worden. Die Initiativen arbeiten jetzt eng zusammen und unterstützen sich gegenseitig.