Was wird aus dem alten Rotter Pfarrhof? Mit der Zukunft des historischen Gebäudes hat sich jetzt der Rotter Gemeinderat beschäftigt.
Rott – Im Obergeschoss des alten Pfarrhofs in Rott, der viele Jahre die inzwischen ins Ärztehaus umgezogen Hausarztpraxis beherbergte, werden demnächst nach Abschluss einiger Umbauarbeiten Flüchtlinge einziehen (wir haben berichtet). Das ist aber nur als vorübergehende Nutzung gedacht. Auf lange Sicht will die Gemeinde Rott das unter Denkmalschutz stehende Gebäude, das aktuell im Erdgeschoss noch die Landjugend beherbergt, neues Leben einhauchen.
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„Auch wenn das Obergeschoss erst einmal für zwei Jahre an das Landratsamt für Geflüchtete vermietet ist, können jetzt schon die Planungen für das gesamte Gebäude anlaufen“, meinte Rotts Bürgermeister Fritz Schneider, ehe Architekt Christoph Mayr aus Buchloe dem Ratsgremium seine Bestandsaufnahme des über 200 Jahre alten Gebäudes vorstellte.
Gute Substanz
„Wir haben das Gebäude und auch das Fundament untersucht. Das schaut nicht schlecht aus“, erklärte Mayr zum alten Pfarrhof am Dorfplatz, der aus der Barockzeit stammt und der teilunterkellert ist. „Jedes Geschoss hat eine angenehme Raumhöhe mit drei Metern, und der Dachstuhl ist gut gebaut“, lobte Mayr.
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„Wir haben kein Asbest in bedenklichen Mengen festgestellt“, führte Mayr aus. „Holzwürmer wurden auch nicht bemerkt“, ergänzte Schneider. „Es gibt verschiedene Fenster, einige davon auch noch bauzeitliche“, erläuterte Mayr, der den alten Pfarrhof als „wunderschönes Gebäude“ einstufte. „Mit der Bestandsaufnahme ist jetzt die Grundlage geschaffen, mit der Sie weiterarbeiten können“, schloss Mayr seine Ausführungen, die er dem Ratsgremium auch in Detail in Schriftform zukommen ließ.
Warten auf Förderprogramme
„Wir haben inzwischen schon einen Förderantrag gestellt, aber noch keine Rückmeldung erhalten“, erklärte Bürgermeister Schneider. Auch für die Untersuchung des Architekten, die 12 000 Euro kostete, gab es eine Förderung über 9000 Euro. „Wir müssen uns jetzt überlegen, wie wir das Gebäude nutzen wollen“, meinte Schneider, der selbst die Gemeindeverwaltung, einen Versammlungsraum oder auch ein Dorfcafé als mögliche Varianten ins Spiel brachte.
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Eine genaue Festlegung ist nach seinen Angaben aber noch nicht nötig und auch nicht erfolgt. „Wir können erst einmal abwarten, was für Förderprogramme möglich sind“, erläuterte Schneider. Dem schloss sich der Gemeinderat, der das Gutachten zudem offiziell zur Kenntnis nahm, dann auch einhellig an.