Das ist eine gute Nachricht für alle Kultur-Liebhaber: Ein neues Hotel in einer beliebten Tourismusgemeinde vor den Toren Münchens nimmt eine bekannte Kleinkunstbühne auf.
Lenggries - Die Durststrecke ist überwunden: Die Veranstaltungen von „KleinKunst und Kultur“ (KKK) werden wieder in Lenggries stattfinden, und zwar im neuen Hotel Flesslers, das bald eröffnen wird. Sabine und Stefan Pfister, die „KleinKunst und Kultur“ vor 19 Jahren in Lenggries gründeten, freuen sich sehr, mit ihrer erfolgreichen Kleinkunstbühne wieder an die alten Zeiten anzuknüpfen. „Es war immer unser Herzenswunsch, wieder in unserer Heimat Lenggries zu sein“, sagt Sabine Pfister.
Viele prominente Künstler
Die ersten Räumlichkeiten lagen an der Lenggrieser Marktstraße, damals stand KKK noch für „Keramik, Kunst und Kleckserei“. Der Keramik-Bereich wurde aufgegeben, und das kleine Café zog einige Zeit später als reine Kultur-Bühne für Veranstaltungen in eine örtliche Bäckerei. Von dort ging es weiter ins ehemalige Brauneckhotel. Dort etablierte sich das KKK als beliebte Kleinkunst-Bühne mit Besucherinnen und Besuchern aus der ganzen Region. Doch mit Renovierung und Eigentümerwechsel kam auch dort das Aus.
Bar auf der Dachterrasse
Die Pfisters sprachen in den vergangenen Jahren immer wieder davon, wie schwer es sei, in Lenggries Veranstaltungsräume zu finden. Mit Christoph Seitz, der früher das Brauneckhotel leitete und jetzt auch das Flesslers führen wird, riss der Kontakt nie ab. Seitz freut sich, dass auch von Seiten des neuen Hoteleigentümers die Offenheit besteht, kulturelle Veranstaltungen anzubieten. Freilich musste erstmal alles wachsen, die Baustelle hatte Vorrang. Aber nun steht fest, dass das KKK in Lenggries wieder aufmachen wird.
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Mit der Kultur wolle man – wie früher – nicht nur attraktiv für die Gäste sein, sondern auch den Einheimischen etwas bieten, sagt Seitz. Zur Verfügung stünden drei unterschiedlich große Veranstaltungsflächen, die man je nach Bedürfnis nützen könnte, außerdem die Bar auf der Dachterrasse. „Ich freue mich sehr, mit den Pfisters wieder zusammenzuarbeiten“, sagt Seitz. Sie hätten sich mit ihrem Knowhow und ihren Kontakten in den vergangenen Jahren in der ganzen Region einen Namen gemacht.
Stefan Pfister: „Eine Traum-Kombi“
„Für uns ist das eine Traum-Kombi“, sagt Stefan Pfister. Denn in dem Hotel sei auch die Infrastruktur gegeben, die man für Veranstaltungen bräuchte: Verpflegung, Toiletten, Parkplätze. „Unsere Zusammenarbeit war immer super“, schwärmt der Lenggrieser. „Wir wollen das KKK in seiner alten Form wieder aufleben lassen.“ Die Pfisters holten nicht nur Größen wie Claudia Koreck, Gerhard Polt und Christian Springer in den Isarwinkel, sondern legen auch Wert darauf, lokalen Künstlerinnen und Künstlern Auftrittsmöglichkeiten zu geben. Die Pfisters sind auch deshalb so glücklich, weil das KKK 2026 seit 20 Jahren besteht. „Im Herbst werden wir das groß feiern“, verspricht Sabine Pfister.
Hotel will bald eröffnen
Wann es mit dem Kulturprogramm genau losgeht, ist derzeit noch in Absprache. Das Hotel, in dem die letzten Arbeiten laufen, will im vierten Quartal erstmals für Gäste öffnen. „Dann schauen wir, wie wir es auch in Terminabsprachen mit Künstlern anlaufen lassen können“, sagt Sabine Pfister.
„Musiksommer am Walchenseekraftwerk“ geht weiter
Das Ehepaar wird die anderen Projekte übrigens nicht aufgeben: Die Pfisters führen auch Veranstaltungen im „Kramerwirt“ in Arzbach durch und veranstalten zusammen mit Uniper den „Musiksommer am Walchenseekraftwerk“. Außerdem organisieren sie für Uniper Vorträge im Info-Zentrum des Kraftwerks.