Knapp 3000 Gäste bei sechs Konzerten: Die Veranstalter des Musiksommers am Walchenseekraftwerk sind mit dem Besuch heuer sehr zufrieden. Für die widrigen Wetterverhältnisse waren sie gerüstet – und das Publikum auch.
Kochel am See - Seit fünf Jahren gibt es nun den Musiksommer am Walchenseekraftwerk. Das Konzept, das in der Corona-Zeit unter schwierigen Bedingungen startete, ist mittlerweile ein fester Bestandteil im Kulturleben der Region – und die Veranstalter sind glücklich. „Wir von der deutschen Wasserkraftsparte von Uniper sind stolz auf den Musiksommer“, sagt Pressesprecher Theodoros Reumschüssel, auf dessen Idee die Reihe beruht. „Wir freuen uns, dass wir eine einzigartige Kombination von namhaften Ensembles bei gleichzeitig familiärer, entspannter und überschaubarer Festival-Atmosphäre bieten können.“
Organisatoren sind „voll zufrieden“
Für die Umsetzung holte Reumschüssel damals Sabine und Stefan Pfister von „KleinKunst und Kultur“ (KKK) aus Lenggries ins Boot. Das Paar kümmert sich um die Buchung der Künstler und die organisatorische Umsetzung. Pfister zufolge wurden heuer für die sechs Konzerte fast 3000 Tickets verkauft. Das sind mehr als im vergangenen Jahr. „Wir sind voll zufrieden“, sagt die Lenggrieserin. Drei Veranstaltungen waren ausverkauft. Das Konzert mit „Dreiviertelblut“ sei ein Renner gewesen, die Tickets waren schon Wochen vorher weg. Auch für den Tribute-Abend „The Music of Queen“ und für den Austropop-Cover-Abend „Auf a Wort“ wurden alle Karten verkauft.
Den Veranstaltern ist es wichtig, auch einheimischen Künstlern eine Bühne zu bieten, und so konnte man heuer Sebastian Schwarzenberger und „DeSchoWieda“ erleben. „Uns ist es wichtig, ein gemischtes Programm zu haben“, sagt Pfister. Das Wetter war heuer nicht das beste. Beim Auftakt mit „Quadro Nuevo“ und „Cairo Steps“ blieb alles trocken, aber dann wurde der Juli ein verregneter Monat. „Leider hatten wir heuer keinen lauen Sommerabend“, bedauert Pfister.
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Dennoch habe man alles managen können, sodass dank Muscheldach und zusätzlicher Zelte niemand während der Konzerte nass wurde. Wegen des Wetters wurde der Auftritt von der STS-Coverband „Auf a Wort“ in ein Stehkonzert umgemodelt. „Wir haben alle Besucher angeschrieben und nach Sitzplatz-Wünschen gefragt“, berichtet Pfister von dem organisatorischen Aufwand. Etwa 30 Personen baten explizit um einen Sitzplatz, und dieser Wunsch wurde dann auch erfüllt.
Sechste Auflage im nächsten Jahr
Die Besucher kommen größtenteils aus dem südlichen Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen. Nicht nur viele Kochler, Benediktbeurer, Bichler und Heilbrunner, sondern auch zahlreiche Isarwinkler fahren zum Kraftwerk. „Wir sind wirklich stolz, wie uns die Lenggrieser die Treue halten“, sagt Pfister, die jahrelang eine Kleinkunst-Bühne in der Brauneck-Gemeinde betrieb, ganz gerührt. Auch im Raum Penzberg, Weilheim und Murnau werden Karten verkauft, ebenso in München, nur aus dem angrenzenden Garmischer Land hält sich der Zuspruch in Grenzen. Dafür gibt es aber einen anderen Aspekt: „Wir werden von begeisterten Menschen angesprochen, die ihre Urlaubspläne danach richten. Das ist für uns eine große Bestätigung“, sagt Uniper-Pressesprecher Reumschüssel.
2026 wird der Musiksommer am Walchenseekraftwerk auf jeden Fall fortgesetzt. Welche Künstler kommen, wird voraussichtlich im November bekannt gegeben. „Es werden wieder sechs Konzerte sein“, verrät Pfister. Und es soll wieder eine Mischung werden aus einer Tribute-Show, einheimischen Künstlern, Newcomern und Akteuren, mit denen sie seit vielen Jahren zusammenarbeitet.