CSU will zurück an die Spitze: Thomas Holz kandidiert als Landrat im Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen

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Die CSU Bad Tölz-Wolfratshausen schickt Kreisvorsitzenden Thomas Holz als Landratskandidaten ins Rennen: Der Landtagsabgeordnete und Rechtsanwalt wurde bei der Kreisvertreterversammlung im Dietramszeller Gasthof Peiß am Dienstagabend mit 90 Prozent der Stimmen nominiert. © Die CSU Bad Tölz-Wolfratshausen schickt Kreisvorsitzenden Thomas Holz als Landratskandidaten ins Rennen: Der Landtagsabgeordnete und Rechtsanwalt wurde bei der Kreisvertreterversammlung im Dietramszeller Gasthof Peiß am Dienstagabend mit 90 Prozent der Stimmen nominiert.

Die CSU hat Thomas Holz als ihren Kandidaten für das Amt des Landrats im Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen nominiert. Die Kommunalwahlen finden am Sonntag, 8. März 2026, statt.

Dietramszell/Landkreis – Die CSU im Landkreis geht mit Thomas Holz als ihrem Kandidaten für das Amt des Landrats in die Kommunalwahlen am 8. März 2026. Bei der Nominierungsversammlung im Gasthof Peiß haben in geheimer Abstimmung 88 von 98 anwesenden Delegierten aus den CSU-Ortsverbänden (das entspricht genau 90 Prozent) dem langjährigen Kochler Bürgermeister, CSU-Kreisvorsitzenden, stellvertretenden Landrat und Landtagsabgeordneten ihre Stimme gegeben. Fünf Stimmen waren ungültig.

CSU setzt auf Thomas Holz: „Jetzt die einmalige Chance“ – Rückeroberung des Landratsamts

Thomas Holz dankte den Delegierten für diesen klaren Vertrauensbeweis und beschwor die Geschlossenheit und den Zusammenhalt im CSU-Kreisverband. Er bewerbe sich aus „tiefster Überzeugung“ um dieses Amt. So könne man die Wahl gewinnen. Um erfolgreich Politik für den Landkreis gestalten zu können, brauche man nun auch noch einen attraktiven Wahlvorschlag für den Kreistag, um dann wieder als stärkste Fraktion in die nächste Wahlperiode zu gehen.

Rainer Bannier
Landtagsabgeordneter und CSU-Kreisvorsitzender Thomas W. Holz will Landrat in Bad Tölz-Wolfratshausen werden. © Landtagsabgeordneter und CSU-Kreisvorsitzender Thomas W. Holz will Landrat in Bad Tölz-Wolfratshausen werden.

Versammlungsleiter Werner Weindl würdigte den 49-Jährigen als den besten Kandidaten. Seine „langjährige Erfahrung und Entschlossenheit, Bürgernähe und Bekanntheit“ prädestinierten ihn für dieses Amt. Das unterstrich auch Severin Eichenseher: Nachdem Josef Niedermaier nicht mehr antritt, habe man „jetzt die einmalige Chance, um das 2008 verloren gegangene Amt des Landrats wieder für die CSU zurückzuholen“. Thomas Holz – Rechtsanwalt und Dozent, erfahrener Kommunalpolitiker und Landespolitiker – sei bestens vernetzt mit den Entscheidungsträgern aus allen Gemeinden und mit der Staatsregierung. Und als versierter Jurist könne Thomas Holz der Verwaltung im Landratsamt auch „auf Augenhöhe begegnen“.

CSU-Kreisverband zeigt Geschlossenheit: Erfahrung und Vernetzung als Trumpf

Thomas Holz selbst bezeichnete seine Nominierung als „Ansporn und Verpflichtung“. Im Falle seiner Wahl werde er sein Direktmandat im Maximilianeum sofort aufgeben, doch der Stimmkreis bleibe dadurch im Parlament nicht ohne Vertretung: Sein Listennachrücker aus Oberbayern werde sich bis zur Neuwahl 2028 als so genannter „Betreuungsabgeordneter“ um den Stimmkreis kümmern. Auch er selbst werde „selbstverständlich seine guten Kontakte in die Landespolitik weiterhin nutzen“.

Als seinen politischen Antrieb bezeichnete Thomas Holz seine „Liebe zur Heimat“. Dem „von Handwerk, Gewerbe, Landwirtschaft, Tourismus und einer schönen Landschaft geprägten Landkreis“ bescheinigte er ein „enormes Potential und einen Spitzenplatz in Bayern“. Gleichwohl dürfe man sich nicht darauf ausruhen, sondern habe weiterhin schwierige Aufgaben zu bewältigen – zum Beispiel die Konsequenzen aus dem Bevölkerungswachstum und die überlastete Verkehrsinfrastruktur, die Zukunftsfähigkeit der Kreisklinik und die Herausforderungen der Asylpolitik vor Ort.

Herausforderungen und persönliches Anliegen – Bürokratieabbau und Bürgernähe

Als ein wichtiges persönliches Anliegen nannte Thomas Holz sodann auch den „Abbau von Bürokratie und langen Verfahrensdauern“. Als zwei Beispiele aus unserem Landkreis nannte er dafür die jahrzehntelangen Planungszeiten für die Tölzer Umgehung und die S-Bahn-Verlängerung von Wolfratshausen nach Geretsried. „Das versteht niemand mehr“, betonte er. In solche Entscheidungsprozesse möchte er deshalb „mehr Zug reinbringen“. Auch versprach er, als Landrat Bürgersprechstunden in allen Gemeinden anzubieten. „Und ich möchte auch dafür sorgen, dass die Bürger das Landratsamt nicht mehr als Verhinderungsbehörde, sondern als Ermöglichungsbehörde wahrnehmen.“

Martin Bachhuber weist auf historische Bedeutung der Versammlung hin

Das Schlusswort nahm sich der Kreisehrenvorsitzende Martin Bachhuber. Er hatte sich kurz zuvor mit Edmund Stoiber getroffen, mit dem er einer Meinung sei, dass dies heute „eine der wichtigsten Versammlungen der letzten Jahrzehnte ist, dass wir hier ein Zeichen der Geschlossenheit setzen müssen und sie beide ‚ohne Wenn und Aber‘ der Überzeugung sind, dass Thomas Holz das Vertrauen rechtfertigen wird“.  Rainer Bannier

CSU-Tradition und Kandidatur – Severin Eichseher steht „voll und mit Überzeugung“ hinter Thomas Holz

53 von 71 Landkreisen in Bayern haben gegenwärtig einen Landrat oder eine Landrätin, die von der CSU gestellt werden. Das verdeutlicht, wie sehr es die CSU, die als Landespartei die Politik dominiert, ins Mark getroffen haben muss, als sie im Landkreis dieses Amt 2008 nach einer knapp ausgegangenen Stichwahl an die Freien Wähler verloren hat. Mit Landrat Dr. Otmar Huber (ab 1967 im Altlandkreis Bad Tölz, ab der Gebietsreform 1972 bis 1996 im Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen) und mit Landrat Manfred Nagler (1996 bis 2008) war der Landkreis für die CSU über viele Jahrzehnte eine feste Burg. Doch solche Garantien dafür gibt es nicht mehr. Dr. Huber war bei seiner Wahl knapp 40 Jahre alt, Manfred Nagler 55 und Josef Niedermaier von den Freien Wählern war 45. Jeder von ihnen konnte dem Amt seinen Stempel aufdrücken. Thomas Holz wirft seinen Hut mit 49 in den Ring. Hinsichtlich seiner Lebenserfahrung, bereits erworbener Verdienste und entsprechendem Bekanntheitsgrad bei der politisch interessierten Wählerschaft ist er also im richtigen Lebensabschnitt, um für dieses wichtige Amt zu kandidieren. Der aufstrebende Tölzer Ortsvorsitzende Severin Eichseher (34), dem eigene Ambitionen nachgesagt wurden, hat sich am Dienstagabend jedenfalls „voll und mit größter Überzeugung“ hinter Thomas Holz gestellt.

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