„Hoibe-Drei-Peter“: Grafing ist um ein Original ärmer

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Peter Stahhuber (M.) mit seiner Brüdern Josel (li.) und Martin in der Kiesgrube, die sie einst betrieben. © Stefan Roßmann Ebersberg

Peter Stahhuber (86) ist tot. Die Stadt trauert um einen Kommunalpolitiker und großen Freund der Vereine.

Grafing – Sein Tod hinterlässt eine große Lücke. Grafing trauert um Peter Stahhuber, der im Alter von 86 Jahren gestorben ist. Die Stadt verliert damit einen Menschen, den man getrost als „Original“ bezeichnen darf, weil das in Bayern als Auszeichnung verstanden und dem Verstorbenen durchaus gerecht wird in seiner Unverwechselbarkeit. Er war lange Jahre politisch engagiert, in der Vereinswelt der Stadt fest verwurzelt, ein erfolgreicher Unternehmer und ein Freund der geselligen Gemeinschaft mit Ecken und Kanten.

Kies für die heimische Bauwirtschaft

Jahrzehntelang lieferte das Familienunternehmen Stahhuber Kies aus eigenen Kiesgruben für die heimische Bauwirtschaft. Den Betrieb hatte einst Stahhubers Vater gegründet, erfolgreich fortgeführt wurde er dann von seinen drei Söhnen Peter, Josef und Martin, die das Unternehmen zu einem verlässlichen Partner der regionalen Rohstoffversorgung machten. Der Betrieb wurde 2008 an die Münchner Kies Union verkauft, Stahhuber setzte sich zur Ruhe.

Im politischen Geschehen der Stadt hat Peter Stahhuber als langjähriger CSU-Stadtrat seine Spuren hinterlassen. Er war Mitglied des Ratsgremiums von 1996 an bis zu seinem Ausscheiden im Jahr 2008. In seine Amtszeit fallen so große Projekte wie die Neugestaltung des Busbahnhofes in Grafing-Bahnhof, die Sanierung städtischer Gebäude, der Neubau des Grieswirts als Verwaltungsgebäude sowie der Umbau von Kindertagesstätten und Projekte des sozialen Wohnungsbaus. Auch der Neubau des Seniorenheimes (1. Bauabschnitt) fällt in diese Zeit.

Peter Stahhuber: Bekannt für seine direkte Art

Für alle diese Vorhaben mussten im Stadtrat die entsprechenden Entscheidungen gefällt werden, an denen Stahhuber mit seiner unverwechselbar direkten Art seinen Anteil hatte. Nach den Sitzungen wurde oft im Wirtshaus anhaltend und derart ausdauernd weiterdiskutiert, dass dieses Interesse an der Kommunalpolitik Stahhuber den Spitznamen „Hoibe-Drei-Peter“ einbrachte, weil es meistens spät wurde. „Die Stadt dankt dem Verstorbenen für die geleistete ehrenamtliche Arbeit” und dafür, dass er sich für das Wohl der Bürger eingesetzt hat“, sagt Bürgermeister Christian Bauer.

Groß ist die Trauer auch beim Trachtenverein „Atteltaler Grafing“, der mit dem Tod von Stahhuber sein Ehrenmitglied verliert. „Peter war seit seiner Jugendzeit ein begeisterter Trachtler, der immer für seinen Verein dagewesen ist“, schreibt die Vorstandschaft in ihrem Nachruf. Besonders die Förderung der Jugend und der Trachtenkinder sei ihm ein Anliegen gewesen.

Feuerwehr verliert guten Freund

Auch die Feuerwehr ist in Trauer über den Tod von Stahhuber, der langjähriges Mitglied war. „Wir verlieren mit ihm einen guten Freund, wunderbaren Menschen und Kameraden“. Anteilnahme kommt auch vom CSU-Ortsverband Grafing, dessen langjähriges Mitglied Stahhuber war und auf dessen bodenständiges Urteil Wert gelegt wurde.

Urnenbeisetzung am 12. September

Die Urnenbeisetzung findet am Freitag, 12. September, nach dem Seelengottesdienst in der Stadtpfarrkirche um 10 Uhr im Pfarrfriedhof statt. Statt Blumen und Kränzen bitten die Angehörigen im Sinn des Verstorbenen um Spenden für die Grafinger Trachtenjugend. Es wird eine Spendenbox aufgestellt.

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