Oberndorfer Mopedrennen: Mit Herzblut, Humor und Hubraum übers Stoppelfeld

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Zum zweiten Mal richteten Burschenverein und Feuerwehr Oberndorf ihr Mopedrennen aus. Der Spaß steht im Vordergrund. Haltungsnoten werden nicht vergeben. © Peter Kees

Das Oberndorfer Mopedrennen, veranstaltet von Burschenverein, Feuerwehr und Dirndln, sorgt auch bei seiner Neuauflage für Begeisterung und viel Gaudi.

Oberndorf – Staub wirbelt auf, Motoren knattern, Zuschauer jubeln: An diesem Sonntag, 7. September, heißt es wieder „Helm auf, Kostüm an und Vollgas!“ Das Mopedrennen in Oberndorf geht bei gutem Wetter in seine zweite Runde. Knapp 2000 Besucher finden den Weg aufs trockene Stoppelfeld östlich des Ortes – und werden mit einem turbulenten Renntag belohnt.

In fünf Gruppen gehen insgesamt 20 Fahrer auf ihren 50 ccm starken Mopeds an den Start. Mit dabei auch ein Starter aus der Politik: Josef Peis, 3. Bürgermeister von Ebersberg, wagt sich mit der Startnummer 12 ins Rennen – stilecht und mit viel Humor. „Das ist schwerer, als es aussieht“, meint er nach der Qualifying-Runde.

Viele Schikanen: Die Strecke hat es in sich

Und die Strecke hat es in sich: Eine Hindernisstrecke, gespickt mit Sandsäcken, engen Kurven, einer Sprungschanze und einem Wasserbecken fordern Mensch und Maschine in jeder Runde gleichermaßen.

Dieser Teilnehmer des Mopedrennens meistert die Kurve mit der Wasser-Schikane mit Bravour.
Dieser Teilnehmer des Mopedrennens meistert die Kurve mit der Wasser-Schikane mit Bravour. © Peter Kees

Schon im Qualifying wird klar: Der Spaß hat seinen Preis. Drei Fahrer müssen mit Pannen abbrechen – darunter auch der Vorjahres-Champion, dessen Gewinnermoped mit einem Kolbenschaden spektakulär ausscheidet. Ein weiterer Favorit verliert unterwegs die Kette und schiebt sein Gefährt von der Rennbahn. Doch bei allem Technikpech – zwei Fahrer können ihre Mopeds bis zum Rennen wieder reparieren – werden die Bestzeiten im Laufe des Tages immer weiter nach unten geschraubt.

Jede Menge Spaß auch abseits der Piste

Während auf der Strecke um den Einzug in die Finalrunden gekämpft wird, ist auch abseits der Piste viel geboten: Drei Hüpfburgen, Kinderschminken und ein buntes Rahmenprogramm sorgen für ausgelassene Stimmung bei Groß und Klein. Grillstationen an jeder Ecke, das beliebte Oberndorfer Kuchenbuffet mit hausgemachten Spezialitäten und eine Aperol-Bar lassen keine Wünsche offen. Die unterhaltsame Moderation – sowohl von einem Turm als auch direkt neben der Rennstrecke – begleitet das Geschehen mit viel Witz und Fachkenntnis.

„Boxenluder“ durften auch nicht fehlen.
„Boxenluder“ dürfen auch nicht fehlen. © Peter Kees

Ein besonderes Highlight für Technikfans: Über 150 historische Mopeds werden auf dem Gelände präsentiert – ein echtes Freiluftmuseum für Zweiradnostalgiker und Freunde des knatternden Vergasersounds.

Auch das kreativste Kostüm wird prämiert

Am Nachmittag wird es dann ernst: Die Finalrunden stehen an – und mit jeder Runde wird klarer, wer das Zeug zum neuen Champion hat. Bei aller Gaudi ist jetzt der Ehrgeiz deutlich spürbar. Und wie im Vorjahr wird auch das kreativste Kostüm prämiert: Besonders viel Applaus heimst ein Fahrer in Strapsen und rotem Kleid ein, der unter großem Gelächter und Jubel über die Sprungschanze schießt.

Waghalsige Sprünge der Mopedfahrer bekommen die Zuschauer an diesem Hindernis zu sehen.
Waghalsige Sprünge der Mopedfahrer bekommen die Zuschauer an diesem Hindernis zu sehen. © Peter Kees

Den Sieg des Tages, den 1. Platz, holt sich Markus Reiterberger aus Obing, BMW-Werksfahrer. Den 2. Platz ergattert Anton Loidl aus Buch am Buchrain, Bierfahrer. Auf den 3. Platz kommt Dominik Juppich aus Oberndorf, der im Hasenkostüm antritt und im Marketing bei einer Gabelstaplerfirma arbeitet. Als Preise winken ein Wiesentisch für zwölf Personen (1. Preis), eine Brauereiführung in der Brauerei Forsting (2. Preis) sowie drei Kästen Bier (3. Preis).

Riesengaudi: Rasender „Frosch“. Auch die Kostüme werden bewertet.
RIesengaudi: Rasender „Frosch“. Auch die Kostüme werden bewertet. © Peter Kees

Veranstaltet wurde das Spektakel erneut vom Burschenverein, der Feuerwehr Oberndorf sowie den Oberndorfer Dirndln, die schon am Vortag mit dem Weinfest für Stimmung gesorgt hatten.

Überblick:  Hebebühne für die Rennleitung.
Überblick: Hebebühne für die Rennleitung und die Moderatoren. © Peter Kees

Oberndorf hat sich als Hochburg für Herzblut, Humor und Hubraum erwiesen – und viele Besucher freuen sich schon jetzt aufs übernächste Jahr, wenn es wieder heißt: „Mopäd an – und durch!“ 3. Bürgermeister Josef Peis übrigens war bereits in der ersten Runde ausgeschieden.

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