Schwerer Unfall in Hohenlinden: Ein Mann stürzt mit einem E-Scooter und verletzt sich so stark, dass er im Krankenhaus notoperiert werden muss.
Hohenlinden – Schwer verletzt worden ist ein 46-jähriger Mann aus dem nördlichen Landkreis Ebersberg bei einem selbst verschuldeten Unfall in der Nacht von Samstag, 6. September, auf Sonntag, 7. September. Das teilte Christian Marchner, Hauptkommissar der Ebersberger Polizeiinspektion am Sonntag, 7. September, mit.
Mann bleibt an Verkehrszeichen hängen
Den Angaben des Beamten zufolge befuhr der Mann gegen 1 Uhr mit seinem E-Scooter die Hauptstraße in der Gemeinde Hohenlinden. Dabei blieb er aus bislang ungeklärter Ursache an einem Verkehrszeichen hängen und stürzte. Er erlitt eine Fraktur des Beins und verlor eine erhebliche Menge an Blut, weshalb im Klinikum Ebersberg München Ost eine sofortige mehrstündige Notoperation notwendig wurde.
Unfallopfer war erheblich alkoholisiert
Außerdem wurde eine nicht unerhebliche Alkoholisierung des Mannes festgestellt. Der E-Scooter besaß nach Angaben der Polizei Ebersberg kein Kennzeichen und war nicht versichert. Wie Polizeihauptkommissar Christian Marchner weiter berichtet, besteht zudem der Verdacht, dass der Roller schneller als 20 Kilometer pro Stunde läuft und somit eine Fahrerlaubnis zum Führen erforderlich ist. Eine solche besitzt der verunglückte Mann nicht. Die Polizeiinspektion Ebersberg hat die weiteren Ermittlungen aufgenommen.
Die Polizei registrierte im Jahr 2024 bundesweit insgesamt knapp 12 000 Unfälle mit Elektrorollern, bei denen Menschen verletzt oder getötet wurden. Das teilte das Statistische Bundesamt mit. Im Vergleich zum Jahr davor, waren es rund 27 Prozent mehr registrierte Unfälle. 27 Menschen kamen dabei ums Leben – alle waren selbst auf einem Roller unterwegs. Im Jahr 2023 waren es noch 22 Todesopfer gewesen. Insgesamt wurden rund 1500 Menschen 2024 bei E-Scooter-Unfällen schwer und rund 11 400 leicht verletzt.