2026 jähren sich die Olympischen Winterspiele in Garmisch-Partenkirchen zum 90. Male

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Die Olympischen Winterspiele 1936 in Garmisch-Partenkirchen waren geprägt vom Einfluss Adolf Hitlers. © Marktarchiv Garmisch-Partenkirchen/Fotoarchiv Blumenthal

Im Jahre 2026 ist der 90. Jahrestag der IV. Olympischen Winterspiele 1936 in Garmisch-Partenkirchen. Zu diesem Jubiläum soll auch ein ganzjähriges Rahmenprogramm konzipiert werden.

Garmisch-Partenkirchen - Derzeit kümmert sich ein Projektteam, bestehend aus Marktarchiv, Presse, Organisation und Kultur um die inhaltliche Vorbereitung des Gedenkjahres. Bei der jüngsten Sitzung des Marktgemeinderats gaben nunmehr Sandra Debus (Kultur) und Martin Staltmair Auskunft über den bisherigen Planungsstand. Besonderer Wert werde dabei auf eine partizipative Programmentwicklung gelegt.

Aktives erinnern

„Bürger sowie Kultur- und Sportvereine sollen aktiv in die Erinnerungsarbeit einbezogen und auch an der inhaltlichen Gestaltung des Programms beteiligt werden“, sagte Debus.

Los gehts nach heutigem Planungsstand mit der offiziellen Eröffnung der Gedenkveranstaltung am 6. Februar kommenden Jahres im Olympia-Skistadion. Seit Jahresanfang 2025 laufen schon diverse Maßnahmen. So wurde etwa ein Presseaufruf gestartet, Zeitzeugen wurden angeschrieben, der frühere Bobaufzug der Sportstätte am Riessersee von Unterholz befreit, Podiumsdiskussionen vorbereitet und Fotorecherchen gestartet.

Gerade die Erinnerungskultur stellt Debus dabei hoch an. „Was passiert, wenn keine Zeitzeugen mehr da sind?“. Somit besteht die Aufgabe, dies der Gesellschaft auf andere Art zu vermitteln.

Olympiastecke wiederbeleben

Ein weiterer Termin steht bereits: Ein historisches Bobrennen auf der ehemaligen Olympiastrecke. Dieses startet am Samstag, 7. Februar. Und natürlich spielt bei dem Thema auch das liebe Geld eine Rolle.

Denn das Budget von 80.000 Euro im Vorgriff auf den nächstjährigen Haushalt für das Rahmenprogramm gilt es im Marktgemeinderat abzusegnen. Was auch einstimmig von den Räten durchgewunken wurde. Gemeinderat Dr. Anton Hofer (GaPa miteinander) erkundigte sich noch, ob es einen Plan B gibt, falls etwa kein Schnee vorhanden wäre.

Staltmair bekundete, dass für diesen Fall bereits an Alternativen gearbeitet wird. „So könnten etwa Führungen zur Bobbahn mit seiner Infrastruktur angeboten werden.“

Anton Buchwieser (CSU) erinnerte daran, dass bei einer 100-Jahr-Feier noch größere Herausforderungen für eine Feier anstehen. „Hebt euch noch für dieses Jubiläum was auf“, riet der Kommunalpolitiker den Planern aus dem Rathaus. Und Markus Baur (ebenfalls CSU) empfahl, beim Rahmenprogramm die hiesigen Schulen stärker einzubeziehen.

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