Die CSU Bad Wiessee hat ihren Bürgermeisterkandidaten nominiert: Der 52-jährige Peter Bayerschmidt erhielt dabei 100 Prozent der Stimmen. Er wird 2026 Amtsinhaber Robert Kühn (SPD) herausfordern.
Bad Wiessee – Mit ihrer Entscheidung, einen Bürgermeisterkandidaten aufzustellen, hatte sich die CSU Bad Wiessee Zeit gelassen. Erst Anfang Dezember hatte der Ortsverband kund getan, den 52-jährigen Peter Bayerschmidt ins Rennen zu schicken. Nun folgte die offizielle Nominierung: Bei einer Versammlung im Hotel Terrassenhof wählten die Mitglieder den Geschäftsmann einstimmig zu ihrem Bürgermeisterkandidaten. Damit kann Bayerschmidt auf vollen Rückhalt zählen, wenn er bei der Kommunalwahl im März 2026 den Amtsinhaber Robert Kühn (SPD) herausfordern wird.
Ortsvorsitzender Christian John erklärte zu Beginn der Versammlung, dass es der CSU stets wichtig gewesen sei, den Wiesseern bei der Bürgermeisterwahl eine „echte Alternative anzubieten“. Der Vorstand habe sich bei der Kandidatensuche aber bewusst Zeit gelassen. „Wir wollten keine überstürzte Entscheidung treffen, sondern einen Kandiaten nominieren, der fachlich wie menschlich überzeugt“, wird John in einer Pressemitteilung zitiert. Mit Bayerschmidt habe man diesen Kandidaten gefunden.
Der Bewerber ist kommunalpolitisch bisher nicht in Erscheinung getreten, den Namen Bayerschmidt kennt man im Tegernseer Tal und im Landkreis vielmehr von den gleichnamigen Parfümerien, die die Familie betreibt. Bei seiner Vorstellung betonte Bayerschmidt, er stehe für ein Bad Wiessee, „das auch in Zukunft lebens- und liebenswert bleibt“. In der Pressemitteilung sagt er: „Wir müssen uns gemeinsam die Frage stellen, wo Bad Wiessee im Jahr 2036 stehen soll und wie wir dieses Ziel verantwortungsvoll erreichen können.“
Als Schwerpunkte nannte der Vater zweier Söhne die Förderung der Familienfreundlichkeit und die Schaffung von weiterem Wohnraum für Familien, insbesondere über das Kommunalunternehmen (KU). Auch das kirchliche und kulturelle Erbe der Gemeinde sei ihm ein Anliegen, heißt es in der Mitteilung. Anlässlich des 100-jährigen Jubiläums der Kirche Maria Himmelfahrt im kommenden Jahr stellte er die Bedeutung heraus, Bewährtes zu erhalten und verantwortungsvoll weiterzuentwickeln.
Er wolle ein „Bürgermeister für alle“ sein, sagte Bayerschmidt. Die Gemeinde stehe dabei über der Partei. Dazu gehöre für ihn auch eine stärkere Zusammenarbeit im Tal und auf Landkreisebene, um gemeinsame Herausforderungen effizient und geschlossen anzugehen.
Die Wahl wurde von Bundeswahlkreis-Geschäftsführerin Isabelle Schaebbicke geleitet. Bayerschmidt erhielt 100 Prozent Zustimmung und damit „ein klares Vertrauensvotum“ der Mitglieder, wie die CSU mitteilt. Und weiter: „Mit der einstimmigen Nominierung setzt die CSU Bad Wiessee ein deutliches Zeichen der Geschlossenheit.“
gab