Kommunalwahl 2026: Grüne stellen Kandidatenliste für Peitinger Gemeinderat vor

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Die Kandidaten der Grünen für den Marktgemeinderat: Yvonne Schenk führt die Liste der Grünen für den Peitinger Gemeinderat an. Sie sitzt vorne zwischen Gerhardt Beyer (Platz 2) und Klaus Otahal (Platz 4). Stehend von links Armin Wohlhaupter (Platz 6), Katharina Volkert (Platz 7), Gabriele Schmid (Platz 9) und Thomas Elste (Platz 8). Auf dem Bild fehlen Regina Henkel und Heike Dietrich. © Johannes Jais

Fünf Frauen und vier Männer bewerben sich für die Grünen bei der Kommunalwahl im kommenden Jahr um Sitze im Gemeinderat Peiting – an der Spitze steht Yvonne Schenk.

Peiting – In der Aufstellungsversammlung, die am Mittwochabend im Gasthof Dragoner in Peiting über die Bühne ging, stimmte die Landratskandidatin der Grünen, Brigitte Gronau aus Weilheim, die Parteimitglieder auf den anstehenden Wahlkampf ein. Eine Spitze richtete sie an Mitbewerber Falk Sluyterman (SPD), den Bürgermeister in Schongau: Er habe Schongau schlecht geredet. Gronau und Sluyterman sind beide Mitglied im Kreistag.

Die Kandidaten

Bei der Aufstellungsversammlung am Mittwochabend ist der Wahlvorschlag mit dieser Reihenfolge einstimmig angenommen worden. Die Kandidaten auf der Liste der Grünen sind:

1. Yvonne Schenk (40, Lehrerin), 2. Gerhard Beyer (67, Rentner), 3. Regina Henkel (54, Journalistin), 4. Klaus Otahal (64, Vertriebsmitarbeiter), 5. Heike Dietrich (47, Ärztin), 6. Armin Wohlhaupter (63, Vertriebsingenieur), 7. Katharina Volkert (37, Sozialarbeiterin), 8. Thomas Elste (58, Personalvertretung beim Deutschen Wetterdienst, Gemeinderat), 9. Gabriele Schmid (39, Heilpädagogin bei der Kinderhilfe Oberland).

Zwei Gedanken gab Gronau bei der Versammlung in Peiting in ihrem Grußwort den Anwesenden mit auf den Weg: Den Heimatbegriff habe nicht nur die CSU „gepachtet“. Dafür stünden sehr wohl auch die Grünen, wenn sie sich zum Beispiel für Klimaschutz und Infrastruktur einsetzen. Wichtig war der grünen Landratsbewerberin auch der Frauenanteil. Dabei ergänzte sie diesen Satz: „Frauen sollten auch Frauen wählen.“

Nur zwei Tage nach der Aufstellungsversammlung der Grünen in Peißenberg, wo der Ortsverband eine Liste mit 24 Kandidaten für den Gemeinderat präsentieren konnte, folgte derselbe Termin in Peiting. Da kann der Ortsverband mit neun Frauen und Männern aufwarten. Die meisten Namen stehen dreimal auf der Liste. Drei Kandidaten, die weiter hinten stehen, werden zweifach genannt, damit die Zahl von maximal 24 Plätzen auf der Liste nicht überschritten wird.

Yvonne Schenk auf Platz eins

„Wir wissen alle, dass es schon mal leichtere Zeiten für uns Grüne im Wahlkampf gegeben hat“, redete Martin Adler, Sprecher des Grünen-Kreisverbandes, nicht um den Brei herum. Zurzeit sei die Ausgangslage angespannter. In der Kommunalpolitik müsse man einen langen Atem beweisen. Außerdem meinte Adler: „Es gibt vernünftige Leute in der CSU. Mit denen lohnt es sich, zusammenzuarbeiten.“

Auf Platz eins der Grünen-Liste für den Peitinger Gemeinderat steht Yvonne Schenk. Sie ist 40 Jahre jung, wohnt mit ihrem Lebenspartner in Peiting und möchte von da „nicht mehr weg“, wie sie bekundete. Sie ist Mutter von zwei Kindern und arbeitet als Lehrerin an den Beruflichen Schulen in Schongau.

Entscheidend ist nur das Ergebnis

Als zweiter Name ist auf der Liste ein Mann aufgeführt. Es ist Gerhard Beyer. Er ist 67 Jahre und seit kurzem Rentner. Beyer war beruflich in einer Einrichtung für psychische Erkrankungen angestellt. Auf Platz drei kandidiert Regina Henkel (54), die zur Aufstellungsversammlung ebenso nicht kommen konnte wie die erkrankte Heike Dietrich (47). Beide Frauen sind Sprecherinnen des Grünen-Ortsverbandes. Henkel arbeitet als freiberufliche Journalistin, Heike Dietrich, auf Platz fünf, ist Ärztin.

In Peiting sind zurzeit zwei Frauen und ein Mann in der Grünen-Fraktion vertreten. Darauf angesprochen, dass in der benachbarten Marktgemeinde Peißenberg gleich 24 Namen auf der Grünen-Liste stehen, in Peiting aber nur neun aufgeboten werden, antwortete Gemeinderat Thomas Elste: Entscheidend sei nicht, wie viele auf der Liste aufgeführt sind, sondern, wie viele es bei der Kommunalwahl tatsächlich in den Gemeinderat schaffen.