Im Landkreis Weilheim-Schongau ermittelt die Staatsanwaltschaft gegen einen Landwirt nach Hinweisen auf mögliche Verstöße gegen das Tierschutzgesetz.
Landkreis – Von „verheerenden Lebensumständen“ spricht die Tierrechtsorganisation Peta über einen Fall aus dem Landkreis Weilheim-Schongau. Demnach seien Peta Bilder von einem Milchviehbetrieb zugespielt worden, bei dem die Tiere 24 Stunden am Tag angebunden seien.
Infos an Veterinäramt übermittelt
„Die Aufnahmen zeigen keinerlei Einstreu. Teilweise stehen die Tiere mit den Hinterbeinen auf Kotgittern und sind mit Fäkalien verschmiert“, schreibt Peta in einer Mitteilung. Die Kühe könnten sich nicht einmal umdrehen und seien daher gezwungen, an einem Ort zu stehen, zu ruhen, zu essen und sich zu erleichtern.
Die Person, die die Bilder zugeschickt hat, habe diese Informationen bereits dem Veterinäramt Weilheim-Schongau übermittelt. Peta hat am 7. Oktober Strafanzeige bei der Staatsanwaltschaft München II wegen Verstößen gegen das Tierschutzgesetz sowie die Tierschutz-Nutztierhaltungsverordnung gegen die Verantwortlichen des Betriebs erstattet, hieß es.
Täglich Meldungen, aber „im Zusammenhang mit Peta nichts bekannt“
Dominik Detert, Sprecher des Landratsamtes, sagt, dass täglich Meldungen über Missstände beim Veterinäramt eingehen. „Im Zusammenhang mit Peta ist derzeit aber nichts bekannt.“ Die Staatsanwaltschaft werde sich bei Bedarf mit dem Amt in Verbindung setzen, so Detert.
Für Peta ist der Fall Anlass, erneut ein bundesweites Verbot der Anbindehaltung für Rinder ab einem Alter von sechs Monaten zu fordern.