Trump und Putin schauen genau hin: Nordkorea testet neuartige Waffe

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Nordkorea soll eine neue Waffe erproben. Einem Medienbericht zufolge könnte sie an Wladimir Putins Russland exportiert werden. Auch die USA dürften hellhörig sein.

Pjöngjang – Nicht nur im blutigen Ukraine-Krieg des Kreml-Autokraten Wladimir Putin arbeiten das russische Regime und Nordkorea-Diktator Kim Jong-un militärisch eng zusammen. Etlichen Berichten zufolge wird zwischen Moskau und Pjöngjang darüber hinaus eifrig Waffentechnik ausgetauscht, während Südkorea und die US-Regierung des Republikaners Donald Trump aufmerksam jede noch so kleine Entwicklung kritisch beäugen. Laut AFP soll nun ein neuer Marschflugkörper in den Fokus gerückt sein.

Russlands Machthaber Wladimir Putin (li.) und Nordkoreas Diktator Kim Jong-un arbeiten außenpolitisch sowie militärisch eng zusammen. © Montage IPPEN.MEDIA / IMAGO / ZUMA Press

Wie die Nachrichtenagentur schreibt, ließ das nordkoreanische Regime laut staatlichen Medienberichten vom Montag (29. Dezember) zwei strategische Marschflugkörper mit großer Reichweite ins Gelbe Meer abfeuern. Jenes Gelbe Meer liegt als ein Teil des Chinesischen Meeres zwischen China und der Koreanischen Halbinsel mit den beiden rivalisierenden Nachbarstaaten Nordkorea und Südkorea.

Unter Kim Jong-un: Nordkorea testet offenbar neuartigen Marschflugkörper

Kim Jong-un habe die Übung persönlich überwacht und in deren Umfeld eine „unbegrenzte und nachhaltige“ Weiterentwicklung der Atomwaffenstreitkräfte seines Landes gefordert, berichtete die staatliche Nachrichtenagentur KCNA laut AFP. Es ist ein Hinweis darauf, dass der Marschflugkörper mit Atomsprengköpfen bestückt werden könnte. Oder dass der Diktator solche Fähigkeiten zumindest androht.

Jedes Raketentest des abgeschotteten sozialistischen Staates wird vom demokratischen Nachbarn Südkorea und dessen Verbündeten, den USA, in der Regel argwöhnisch beobachtet. Kim lässt angeblich fortschrittliche Weiterentwicklungen dagegen gerne unter vielen Huldigungen prominent platziert weiterverbreiten. Unabhängig verifizieren lassen sich die Angaben aus Pjöngjang nicht, während Nordkorea wie etwa die USA und China über Atomwaffen in seinen Arsenalen verfügt.

Laut KCNA war ein Ziel der Übung, die „Abwehrreaktionsfähigkeit und Kampffähigkeit von Langstreckenraketen-Untereinheiten zu überprüfen“. Laut südkoreanischer Nachrichtenagentur Yonhap erklärte Südkoreas Militär, es habe den Start mehrerer Raketen aus dem Gebiet Sunan nahe Pjöngjang beobachtet. Derlei öffentliche Stellungnahmen aus Seoul sind in dem seit Jahrzehnten schwelenden Konflikt üblich. Bilder zu den angeblichen Marschflugkörper-Tests wurden nicht publik.

Nordkorea hilft Russland: Kim Jong-un unterstützt Wladimir Putin im Ukraine-Krieg

Etwa im Oktober hatte Nordkorea vor einem Treffen zwischen Trump und China-Machthaber Xi in Südkorea eine ballistische Rakete getestet. Die AFP schreibt, dass Analysten zufolge neue nordkoreanische Waffensysteme für Exporte an Russland in Frage kommen. Laut Reuters gab es zuletzt im Ukraine-Krieg Probleme mit Waffenlieferungen von Pjöngjang an Moskau, während Kim und Putin Ende Dezember durch öffentliche Neujahrsgrüße ihre Verbundenheit bekräftigten. (Quellen: AFP, Reuters, KCNA) (pm)

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