„Blut, Leben und Tod“: Nordkorea-Machthaber Kim preist Beziehung zu Putins Russland

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Wladimir Putin und Kim Jong-un richten Neujahrsgrüße aneinander. Die militärische Unterstützung Nordkoreas für Russland steht im Fokus. Und Verluste im Ukraine-Krieg.

Pjöngjang – Sie sind Partner. Außenpolitisch. Und militärisch im brutalen Ukraine-Krieg. Die Atommächte Russland und Nordkorea arbeiten eng zusammen. Das haben Kreml-Autokrat Wladimir Putin und Pjöngjang-Diktator Kim Jong-un nun noch einmal durch pathetisch formulierte Neujahrsgrüße bekräftigt. So hat Kim Medienberichten zufolge auf ein entsprechendes Schreiben aus Moskau reagiert.

Kim Jong-un (Mi.) und Wladimir Putin (vorne re.) sind militärische und außenpolitische Verbündete.
Kim Jong-un (Mi.) und Wladimir Putin (vorne re.) sind militärische und außenpolitische Verbündete. © IMAGO / ZUMA Press

Und zwar in nicht weniger drastischer Wortwahl. Die Beziehungen zwischen beiden Ländern seien durch „das Teilen von Blut, Leben und Tod im selben Schützengraben“ gefestigt worden, heißt es in einer von der staatlichen nordkoreanischen Nachrichtenagentur KCNA veröffentlichten Neujahrsbotschaft Kims an den russischen Machthaber. Das schreibt unter anderem der Spiegel. Beim Stichwort Schützengraben dürfte es sich um einen Verweis auf den völkerrechtswidrigen Ukraine-Krieg handeln.

Kim Jong-un richtet sich an Wladimir Putin: Neujahrsgrüße zwischen Nordkorea und Russland

Wie der Spiegel schreibt, geht der südkoreanische Geheimdienst davon aus, dass das Pjöngjang-Regime Putin in mehreren Mobilisierungswellen bis zu 15.000 Soldaten für die blutigen Gefechte geschickt hat. Diese Soldaten kämpften etwa in der russischen Grenzregion Kursk an der Seite der russischen Armee gegen ukrainische Verbände. Zudem hatte Kim dem Kreml für dessen brutalen Überfall auf das Nachbarland erhebliche Mengen an Munition sowie Artillerie geschickt.

Zuletzt gab es jedoch Berichte, wonach es angeblich Probleme mit den nordkoreanischen Waffen-Lieferungen an Moskau gebe. So erklärte Vadym Skibitskyi, stellvertretender Chef des Verteidigungsgeheimdienstes der Ukraine, der Nachrichtenagentur Reuters, dass die Menge der gelieferten Munition in 2025 um mehr als die Hälfte im Vergleich zum Vorjahr gesunken sei. Ukrainischen Angaben zufolge hat Nordkorea Russland seit 2023 geschätzt 6,5 Millionen Artilleriegranaten geliefert.

Wenige Tage zuvor hatte sich Putin bei Kim in einer Neujahrsbotschaft für den „heldenhaften Einsatz“ der nordkoreanischen Soldaten bedankt. Dies habe „die unbesiegbare Freundschaft“ zwischen beiden Ländern „eindeutig bewiesen“, zitierte KCNA den russischen Machthaber aus dem Kreml. Putin erwähnte demnach die „Kämpfe zur Befreiung der Region Kursk von den Besatzern und die anschließenden Aktivitäten koreanischer Ingenieure auf russischem Boden“.

Verluste für Wladimir Putin und Kim: Nordkoreanische Soldaten fielen in Russland

Währenddessen gehen die Kämpfe im Ukraine-Krieg mit unverminderter Härte weiter - zum Beispiel durch ukrainische Drohnen-Schläge gegen Putins Krim-Truppen. Auch die russische Wirtschaft bleibt das Ziel der Ukrainer, zeitgleich provoziert Russland die NATO im Baltikum. Nach Einschätzung eines US-Regierungsvertreters hatten wiederum die entsandten nordkoreanischen Einheiten bei Gefechten mit der ukrainischen Armee in der russischen Grenzregion Kursk Ende 2024 hohe Verluste erlitten. (Quellen: Spiegel, Reuters, KCNA, tagesschau.de) (pm)

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