Trauriges Trump-Weihnachten in Mar-a-Lago: Vertrauter packt aus

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An Heiligabend mühte sich der 79-jährige Trump durch ein Mar-a-Lago-Dinner mit seiner Frau. Dann feuerte er fast 150 Social-Posts wütender Tiraden ab.

Mar-a-Lago – Während Millionen Amerikaner gemütlich mit ihren Familien Weihnachten feierten, bot sich in Mar-a-Lago ein ganz anderes Bild. Auf der Terrasse des Luxus-Anwesens saß Donald Trump am Heiligabend an seinem gewohnten Tisch – umgeben von einem roten Seil und doch seltsam isoliert vom Trubel um ihn herum.

Biograf schildert trauriges Trump-Weihnachtsfest – es folgt beispielloser Social-Media-Marathon

Trump-Biograf Michael Wolff hat gemeinsam mit Journalistin Joanna Coles in ihrem Podcast „Inside Trump‘s Head“ ein düsteres Bild von Trumps Weihnachtstagen gezeichnet. Die beiden Medienexperten beschrieben Trumps Verhalten als einsam und verzweifelt. „Was auffällig war an den Videos, die Leute von der Veranstaltung posteten, war, wie lebhaft unsere First Lady mit ihrem Vater aussah“, sagte Coles über Melania Trump, die sich angeregt mit ihrem Vater Viktor Knavs unterhielt. Trump selbst wirkte dagegen abwesend und starrte ins Leere.

US-Präsident Donald Trump gestikuliert beim Weihnachtsabendessen in seinem Club Mar-a-Lago in Palm Beach, Florida. © picture alliance/dpa/AP | Alex Brandon (3)

„Donald Trump ist dort, wo er immer ist: am Tisch im Zentrum, mit einem roten Seil um seinen Tisch. Warum da dieses rote Seil um seinen Tisch ist, ist irgendwie verwirrend, weil der Tisch direkt im Zentrum von allem steht“, sagte Wolff, der als ein bekannter Trump-Kritiker gilt und mehrere kritische Bücher über den US-Präsidenten geschrieben hat.

Nach dem Dinner folgte ein beispielloser Social-Media-Marathon. Statt Zeit mit Familie und Freunden zu verbringen, feuerte Trump in den frühen Morgenstunden des ersten Weihnachtstages fast 150 Posts auf seiner Plattform Truth Social ab. In der nächtlichen Posting-Flut wetterte Trump gegen Demokraten, Medien und andere „Feinde“.

„Ich nehme an, dass er im Bett saß und völlig durchdrehte“, kommentierte Wolff die ungewöhnliche Weihnachtsaktivität des Präsidenten. Die Posts enthielten Beschwerden über die Wahl 2020, Angriffe auf somalische Einwanderer und andere bekannte Trump-Themen.

Obwohl Wolff und Coles ein düsteres Bild von Trumps traurigem Heiligabend zeichneten, war ihre Vision seines Weihnachtsmorgens noch trauriger. „Ich denke, er schaute Fernsehen, oder?“, sinnierte Coles. „Er wacht auf, und seine Batterien von Fernsehern laufen noch, weil er sie in der Nacht zuvor nicht ausgeschaltet hat, es sei denn, jemand schleicht sich in sein Zimmer und schaltet sie für ihn aus.“

Weihnachtsgrüße mit Gift: Trumps verzweifelte Suche nach Aufmerksamkeit

Bereits am Heiligabend hatte Trump seine Weihnachtswünsche mit politischen Angriffen verknüpft. Eine seiner Truth Social-Botschaften: „Frohe Weihnachten an alle, auch an den Abschaum der radikalen Linken, die alles tun, um unser Land zu zerstören.“

Wolff sieht in Trumps Verhalten ein typisches Muster: „Was ist das Wichtigste für Donald Trump? Was ist seine Lebensader? Anrufe. Er telefoniert und sagt: ‚Was passiert? Wie läuft es?‘ Das ist natürlich alles eine Einladung, über ihn zu sprechen.“

Das Weiße Haus reagierte scharf auf Wolffs Darstellung und bezeichnete den Autor als „Lügner“, der Geschichten aus seiner „kranken Fantasie“ erfinde. (Quellen: thedailybeast, nbcnews, DerSpiegel) (jkk)

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