Russlands Verluste steigen: Die Ukrainer attackieren Wladimir Putins Krim-Truppen mit Drohnen. Auch ein modernes Radar wurde angeblich getroffen.
Krim – Die Ukraine wehrt sich an vielen Fronten gegen den russischen Angriffskrieg. So schalteten die ukrainischen Streitkräfte offenbar ein russisches U-Boot-Jagdflugzeug am Asowschen Meer aus. Zudem ist etwa Russlands Wirtschaft immer wieder Ziel von Luftangriffen. Und auch jene Besatzungstruppen, die Kreml-Autokrat Wladimir Putin in seinem brutalen Ukraine-Krieg auf die Krim entsandt hat, können sich wohl nicht sicher sein.
Ukrainische Militärblogger und das Online-Portal Defense Express (DE) teilten bei Facebook sowie bei X ein Video, dass gleich mehrere Drohnen-Angriffe auf russische Krim-Stützpunkte in der Nacht auf Sonntag belegen soll. Zeitpunkt und Orte der Aufnahmen lassen sich nicht unabhängig verifizieren. Laut DE wurde das Video (siehe unten) von Robert Madyar Brovdi veröffentlicht, dem Kommandeur der ukrainischen Streitkräfte für unbemannte Systeme. Ergo für Drohnen.
Verluste für Wladimir Putin: Russische Krim-Truppen geraten ins Visier der Ukraine
Zu den Zielen der Luftangriffe zählten demnach das funk-elektronische Aufklärungskontrollzentrum sowie die Lager- und Startbasis für unbemannte Überwasserfahrzeuge der russischen Armee auf der Krim. Und auch ein fortschrittliches Waldai-Radar wurde dem Bericht zufolge mit Kamikaze-Drohnen attackiert. Das Video zeigt, wie die Drohnen-Piloten offenbar an ihren Bildschirmen die Ziele ins Visier nahmen und ansteuerten.
Die angegriffenen Militäranlagen hätten für die Atommacht Russland eine „Schlüsselrolle“ in der Schwarzmeer-Region gehabt, heißt es in dem Bericht weiter. Unter anderem, wenn es darum gehe, die im Frühjahr 2014 völkerrechtswidrig besetzte Krim zu überwachen. Seit Beginn des vollumfänglichen russischen Angriffskriegs hatten die Ukrainer Putins Schwarzmeerflotte auf der Krim immer wieder regelrecht spektakulär angegriffen und den Russen dort verheerende Verluste zugefügt.
Neben Langstrecken-Drohnen kamen bei diesen Angriffen gegen Kriegsschiffe, U-Boote, Kommandozentralen und Luftverteidigungssysteme gelieferte westliche Marschflugkörper der Typen Storm Shadow sowie Scalp-EG und Überwasserdrohnen wie die „Sea Baby“ zum Einsatz. Insbesondere die russische Flugabwehr ist offenbar nicht in der Lage, diese Angriffe auf die militärische Infrastruktur und auf Armee-Einrichtungen auf der Schwarzmeer-Halbinsel zu unterbinden.
Russische Verluste im Ukraine-Krieg: Wladimir Putin hat sehr viele Panzer verloren
Auf offener See hatten die Ukrainer unter anderem mit zwei Neptun-Seezielflugkörpern den Lenkwaffenkreuzer Moskwa schwer beschädigt und durch den Angriff schließlich versenkt, das Flaggschiff der russischen Schwarzmeerflotte. Laut der Open-Source-Intelligence-Website Oryx haben die russischen Streitkräfte in Putins Ukraine-Krieg bislang insgesamt 23.780 Militärfahrzeuge verloren. Darunter waren demnach einzig 4296 russische Kampfpanzer verschiedener Typen. (Quellen: DE, Facebook, X, Oryx) (pm)