Burschenverein Pfaffenhofen: 100 Jahre Gemeinschaft

  1. Startseite
  2. Lokales
  3. Dachau
  4. Dachau

Kommentare

Freuen sich auf das viertägige Jubiläumsprogramm: Der Vorstand des Burschenverein Pfaffenhofen mit Kassier Tobias Reischl, zweiter Vorsitzender Christoph Lampl, Vorsitzender Tobias Pfisterer, Schriftführer Roman Hicker und zweiter Kassier Stefan Weindl (v.l.) © Simone Wester

Seit 1925 prägt der Burschenverein das Gemeindeleben. Trotz Herausforderungen blüht der Verein auf. Die Feierlichkeiten zum Jubiläum sind bereits in Planung.

„Am 12. April 1925 erschienen auf Einladung des Ortspfarrers 34 Burschen der Pfarrei Pfaffenhofen an der Glonn. Es sollte über die Gründung eines Burschenvereins der Pfarrei Pfaffenhofen beraten werden“, so heißt es in der Chronik des Katholischen Burschenvereins Pfaffenhofen an der Glonn, der im Juni sein 100-jähriges Gründungsfest feiert (Programm siehe Kasten unten rechts).

Als Gründungsvorsitzender wurde damals Martin Sedlmeir gewählt, und bereits nach zwei Jahren konnte der Verein schon eine Burschenfahne anschaffen, die stolze 1000 Mark kostete. Zum Zeitpunkt der Weihe zählte der Verein 49 Mitglieder, heute sind es über 100.

1930 übernahm Michael Märkl das Amt des Vorsitzenden. Drei Jahre später wurde der Verein aufgelöst. Aus Angst, die Fahne könnte beschlagnahmt werden, versteckten Johann Steininger und Michael Märkl sie in der Kirche oberhalb der Sakristei. 19 Jahre später wurde der Burschenverein an Ostern 1952 wieder ins Leben gerufen. Von den damals 32 Mitgliedern wurde Anton Riepl aus Unter㈠umbach zum Vorsitzenden gewählt. Ein Jahr später, im Juni 1953 feierten die Pfaffenhofer Burschen ihr 25-jähriges Bestehen unter dem Motto „Burschentum und Gottesglaub, solch‘ Heimat ist auf Fels gebaut“.

Spenden für neue Burschenfahne

„Durch den laufenden Wechsel der Geistlichen in unserer Gemeinde wurde auch der Burschenverein in Mitleidenschaft gezogen“, hatte der Chronist damals vermerkt und die Mitglieder des Burschenvereins zerstreuten sich wieder in alle Winde. Doch im Oktober 1975 fanden sich wieder 17 Burschen zusammen, um neu anzufangen. Einer der ersten Beschlüsse des neuen Vorstands war, die schon sehr strapazierte Burschenfahne renovieren zu lassen. Da zu dem Zeitpunkt nur 300 Mark auf dem Konto waren, musste der Verein eine Spendenaktion starten. In der Pfarrgemeinde stieß der Verein mit seinem Anliegen auf offene Ohren. So kamen schnell 1600 Mark zusammen, und die Fahne erstrahlte bald in neuem Glanz. Sie wurde erst 2017 durch eine neue Fahne ersetzt und die alte dann feierlich beerdigt.

Die Mitgliederzahlen stiegen, der Verein gab sich eine eigene Satzung und legte folgendes fest: „Die Erhaltung von Glaube, Brauch und Sitte, Berufstüchtigkeit und Heimatliebe sowie die Freundschaft und Kameradschaft zwischen Jung und Alt zu erhalten und zu bewahren“, war fortan das Ziel des Katholischen Burschenvereins Pfaffenhofen.

Vielfältiges Vereinsleben: Silvester-Lauf, Wallfahrten, Hallenfeste

Dass die Burschen feiern können, bewiesen sie schon damals. Und auch das 60-jährige Bestehen wurde unter dem damaligen Burschenchef Martin Naßl gebührend gefeiert – drei Tage lang in einem Festzelt auf der Weide des „Peterbauern“.

Mit dem Vereinsleben ging es seitdem ständig bergauf. Die Burschen organisieren Hallenfeste mit einer eigens dafür geschreinerten Bar, feiern jedes Jahr einen Gottesdienst mit anschließendem Frühschoppen, organisieren Ausflüge, veranstalten das Osterfeuer, engagieren sich in der Jugendarbeit, nehmen an Festen befreundeter Vereine mit Fahnenabordnungen teil, treten beim Silvester-Lauf an, nehmen an Wallfahrten teil, beteiligen sich beim Ramadama und engagieren sich auch karitativ in der Gemeinde. Wer ein Fest feiert, kann auch immer gern bei den Burschen anfragen, das Equipment wird dann kostenlos zur Verfügung gestellt.

Burschen engagieren sich für Senioren

Von den Erlösen aus den vereinseigenen Festen und Veranstaltungen kommt auch regelmäßig den Senioren in der Gemeinde etwas zu. Der katholische Burschenverein Pfaffenhofen hält also nicht nur intern zusammen, sondern ist auch ein wesentlicher Teil des Vereinslebens der Gemeinde. „Es ist schön, dass die lange, erfolgreiche Tradition des Burschenvereins weitergeführt wird“, so Bürgermeister und Schirmherr Helmut Zech. Der Schirmherr lobt nicht nur das Engagement im gemeindlichen Vereinsleben, sondern auch das soziale Engagement der Burschen, im Besonderen für die älteren Mitbürger der Gemeinde Pfaffenhofen.

Dieses Engagement und die nun 100-jährige Tradition werden vom 12. Juni bis einschließlich 15. Juni gebührend gefeiert werden. Der Aufbau ist bereits in vollem Gang.

Das Jubiläumsprogramm der Burschen

Donnerstag, 12. Juni

Von Donnerstag, 12. Juni, bis einschließlich Sonntag, 15. Juni, feiert der Katholische Burschenverein Pfaffenhofen sein 100-jähriges Bestehen.

Los geht es am Donnerstag um 18 Uhr mit dem Anzapfen des ersten Fasses Bier im Festzelt am Bauhof, danach beginnt der politische Abend mit Hubert Aiwanger.

Freitag, 13. Juni

Am Freitag, 13. Juni, findet im Festzelt eine Volksfestparty statt, die ebenfalls um 18 Uhr beginnt. Die Wiesn-Band „Gaudi Blosn“ wird dem Besucher bestens einheizen, dazu gibt es bayerische Schmankerl, einen Barbetrieb und einen Hau-den-Lukas-Wettbewerb. Tracht ist dabei ausdrücklich erwünscht, aber keine Voraussetzung.

Samstag, 14. Juni

Am Samstag, 14. Juni, ist dann der bekannte bayerische Kabarettist, Parodist und Podcaster Wolfgang Krebs um 20 Uhr zu Gast in Pfaffenhofen. Mit seinem neuen Programm „Bavaria First“ wird er unter anderem als Markus Söder, Günter Beckstein und Edmund Stoiber auf die Bühne kommen und mit seiner Sprachkunst, seinem Wortwitz und seinem trefflichen Humor die Fans in Pfaffenhofen bestimmt bestens unterhalten.

Sonntag, 15. Juni

Das Jubiläumsfest wird am Sonntag, 15. Juni, um 10 Uhr, mit einem feierlichen Gottesdienst mit Diakon Michael Popfinger, gefeiert. Bereits um 7 Uhr treffen sich die Vereine mit ihren Fahnenabordnungen am Bauhof. Es gibt ein Weißwurstfrühstück für die Vereine. Über 70 Vereine werden zum 100-Jährigen in Pfaffenhofen erwartet. Diakon Popfinger wird im Verlauf des Gottesdienstes auch die neuen Fahnenbänder segnen. Nach einem gemeinsamen Mittagessen, bei dem die „Heldensteiner HeiBod’n Blos’n“ aufspielen wird, beginnt dann um 14 Uhr der Festzug der Vereine mit ihren Fahnenabordnungen durch die Ortschaft von Pfaffenhofen. Begleitet werden die Vereine von den Blaskapellen.

Auch interessant

Kommentare

Информация на этой странице взята из источника: https://www.merkur.de/lokales/dachau/dachau-ort28553/burschen-feiern-100-jaehrige-tradition-jubilaeum-pfaffenhofen-93756325.html