Der MAN-Konzern meldet höhere Nachfrage nach Lkw – Cash-Management und Kosteneffizienz bleiben Themen.
Dachau – Für die Mitarbeiter im MAN-Stammwerk München Allach gibt es gute Nachrichten. Anfang Juni wird es dort keine Kurzarbeit mehr geben. Dies teilte auf Nachfrage ein Sprecher von MAN Truck & Bus den Dachauer Nachrichten mit. Wie viele Mitarbeiter momentan noch in Kurzarbeit sind, konnte der Sprecher nicht sagen.
Ausstieg aus der Kurzarbeit länger angekündigt
Grund für den schon länger angekündigten Ausstieg aus der Kurzarbeit ist ein steigender Auftragseingang für die in Allach hergestellten Lastwagen. So gab es im Konzern im ersten Quartal 2025 knapp 28 000 Neubestellungen an Lastwagen und Bussen, ein Jahr davor waren es noch knapp 19 000 Auftragseingänge gewesen. Dies bedeutet ein Plus von 50 Prozent.
Dennoch verlief das erste Quartal für MAN enttäuschend. So lag der Absatz mit 20 600 Einheiten 14 Prozent unter dem Vorjahresniveau, was vor allem auf reduzierte Auslieferungen von Lkw und Bussen in den europäischen Markt zurückzuführen war. Infolgedessen lag auch der Umsatz mit 3,1 Milliarden Euro um 12 Prozent unter dem Vorjahresniveau. Das bereinigte operative Ergebnis fiel mit 143 Millionen Euro vor allem aufgrund des geringeren Absatzes und höherer Kosten deutlich – und zwar um 136 Millionen Euro – unter den Vorjahreswert.
Erfreuliches gibt es dagegen in Bezug auf elektrisch angetriebene Lastwagen zu berichten, die in Allach herstellt werden. So hat MAN einen großen Teil der Vorserie des E-Trucks an seine Kunden im ersten Quartal ausgeliefert. Der Serienstart des E-Trucks am Produktionsstandort in München-Allach ist für Juni geplant.
Wie berichtet, hatte MAN Truck & Bus-Vorstandschef Alexander Vlaskamp schon im März angekündigt, die „Kurzarbeit an unseren deutschen Standorten zeitnah zu beenden“. Trotzdem werde sein Konzern auch weiterhin „intensiv an den Themen Cash-Management und Kosteneffizienz arbeiten“.
Im Stammwerk Allach arbeiten 9000 Menschen
Gut 9000 Menschen arbeiten allein im Stammwerk Allach, gut ein Viertel davon stammt aus dem Landkreis Dachau. Das Unternehmen hatte seine Mitarbeiter im Juni 2024 in Kurzarbeit geschickt. Von der Maßnahme betroffen war vor allem der Produktionsbereich. Gleichzeitig betont das Unternehmen: Während der Kurzarbeit „wurde auf unterschiedlichen Niveaus mit reduzierter Produktion gearbeitet“, sprich: Es gab somit auch immer Bereiche, in denen auch gearbeitet wurde.
hi
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