Auf der A8 Richtung Stuttgart kommt es zu einem Gefahrstoffunfall. Ein Lkw-Fahrer hat Silberchlorid geladen und bemerkt, dass Flüssigkeit austritt.
München – Während des Münchner Nachmittagsverkehrs am Freitag, 9. August, musste der Fahrer eines Sattelzuges eine Notbremsung durchführen. Es wird angenommen, dass dadurch seine Gefahrgut-Ladung, bestehend aus mehreren IBC-Behältern und Spannringfässern, verrutscht ist. Trotzdem setzte er seine Fahrt fort. Nach einer kurzen Strecke bemerkte er jedoch, dass Flüssigkeit aus dem Aufbau seines Sattelaufliegers austrat.
Feuerwehr alarmiert – Fahrer kann keine konkreten Angaben zu Gefahrgut-Ladung machen
Er hielt auf dem Seitenstreifen an und rief die Feuerwehr. Er informierte sie, dass seine Ladung unter anderem Silberchlorid, ein wassergefährdendes Pulver, enthielt. Daraufhin wurde von der Integrierten Leitstelle ein Gefahrstoffunfall auf der Autobahn gemeldet.
Die Autobahn in Richtung Stuttgart musste gesperrt werden. Bei einer Untersuchung unter Verwendung von Atemschutz und Spritzschutzanzügen entdeckte das Team drei leicht beschädigte IBC-Behälter und zwei ebenso leicht beschädigte Spannringfässer. Aus diesen Behältern trat eine kleine Menge Flüssigkeit aus. Diese waren jedoch nicht gekennzeichnet und der Fahrer konnte keine Informationen über ihren Inhalt liefern.
Nach mehreren Probenahmen durch die „Analytische Task Force“ und Rückfragen beim Hersteller konnte schließlich Entwarnung gegeben werden, berichtet die Münchner Feuerwehr in einer Pressemitteilung am Samstag, 10. August. Es stellte sich heraus, dass es sich um ein Textilimprägnierungsmittel handelte.
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Lkw in Begleitung der Feuerwehr zum Betriebshof der Autobahnmeisterei gebracht – Sperre aufgehoben
Daraufhin entschied der Einsatzleiter, dass es akzeptabel wäre, den Lkw zusammen mit der Ladung und unter Begleitung der Feuerwehr zum Betriebshof der nahegelegenen Autobahnmeisterei zu fahren. Dort konnte er auf einer mediendichten Platte abgestellt werden. Die Autobahnsperre wurde daraufhin aufgehoben.
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Im Betriebshof konnten die beschädigten Behälter entladen und in robuste Plastikfolie gewickelt auf neue Paletten gestellt werden. In der Zwischenzeit organisierte der Empfänger einen Ersatz-Lkw, um die Ladung zu transportieren. Der Einsatz dauerte insgesamt mehr als zwei Stunden, verursachte jedoch keinen Umweltschaden.