Bürgerversammlung: Kritik an Kreisumlage, Sorge um Gebührenerhöhung und Lob von der Polizei

  1. Startseite
  2. Lokales
  3. Dachau
  4. Haimhausen

KommentareDrucken

Rund 100 Besucher kamen zur Bürgerversammlung in die Schulaula in Haimhausen. © nb

Rund 100 Zuhörer sind zur Bürgerversammlung in Haimhausen gekommen. Drei Stunden lang ging es um Bauprojekte, Steuererhöhungen und Sorgen der Bürger. Lob gab es von Dachaus Polizeichef.

Haimhausen – Stolze drei Stunden dauerte heuer die Bürgerversammlung der Gemeinde Haimhausen. Bürgermeister Peter Felbermeier hatte sich diesmal Gastreferenten eingeladen und behandelte wesentliche Themen wie das ehemalige Brauereigelände und die Windkraft-Pläne.

Die rund 100 Bürger konnten fragen stellen und wurden in der Schulaula mit Vorträgen auf den aktuellen Stand gebracht.

Infos zum Brauereigelände

Der Bürgermeister nutzte die Versammlung noch einmal, um den Haimhausern die beiden Siegerentwürfe des Ideenwettbewerbs für das Brauereigelände (wir berichteten) vorzustellen. Er machte aber auch deutlich, dass die Gemeinde bei einer Bebauung des zentralen Geländes nahe dem Schloss nicht das Heft des Handelns habe.

Das Unternehmen Euroboden erwarb das Brauereigelände und es folgte die Insolvenz. Felbermeier kann derzeit nicht sagen, was wann mit wem weitergehe: „Euroboden hatte für seine Projekte jeweils eine eigene GmbH gegründet und die sind alle jetzt in der Insolvenz. Die Situation ist echt schwierig.“ Die Gemeinde habe derzeit keinen Ansprechpartner.

Keine Kritik am Windrad-Projekt

Die Situation ist bei den geplanten vier Windrädern westlich der Ortsteile Amperpettenbach und Westerndorf ganz anders. Für die Gruppe mit lokalen Akteuren, die das Projekt realisieren wollen, sprach Vitus Hinterseher aus der Nachbargemeinde Fahrenzhausen. „Wir stehen kurz vor dem Abschluss des Vorbescheid-Verfahrens“, sagte der Gastredner. Wenn alles nach Plan läuft, dann könnten die Windräder 2026 den Betrieb aufnehmen. Zu den Windrädern kamen von den rund 100 Besuchern der Bürgerversammlung nur ein paar Detailfragen und keine grundsätzliche Kritik an dem Projekt.

Bürgermeister kritisiert die Höhe der Kreisumlage

Bürgermeister Peter Felbermeier äußerte sich sehr kritisch über die sich im Dachauer Kreistag abzeichnende Mehrheit für eine Kreisumlage jenseits der Schallgrenze von 50 Prozentpunkten. „Wenn wir über die 50 Prozent kommen, dann haben wir Kommunen ein Problem“, sagte Felbermeier. Landkreis und Bezirk würden sich bei den Gemeinden mehr Geld holen „und wir bekommen immer die Einschränkungen“.

Felbermeier erklärt Grundsteueranhebung

Der Haimhauser Bürgermeister bereitete die Zuhörer darauf vor, dass die Gemeinden keine andere Chance haben, als die Einnahmen durch Gebührenerhöhungen zu steigern. Eine Bürgerin fragte konkret nach den Auswirkungen der geplanten Grundsteuer-Anhebung: „Muss ich schon schlaflose Nächte haben?“ Felbermeier sagte, dass die jährlichen Mehrkosten bei Wohnungen oder Einfamilienhäusern im eher niedrigen zweistelligen Euro-Bereich liegen werden.

Dachauer Polizeichef lobt die Haimhauser

Viel Lob gab es unterdessen von dem Dachauer-Polizeichef Bernd Waitzmann: „Haimhausen ist unauffällig. Bitte machen Sie weiter so.“ Die Gemeinde liege in Kriminalitäts- oder Unfallstatistiken auf einem sehr niedrigen Niveau mit hoher Aufklärungsquote.

Josef Heigl aus Amperpettenbach fragte nach dem Erhalt der innerörtlichen Schulbus-Haltestellen in den Ortsteilen Amperpettenbach und Westerndorf. „In Amperpettenbach ist die Thematik lösbar“, sagte Waitzmann, „aber in Westerndorf ist die Sache leider nicht ganz so einfach.“ Man könne als Polizei nichts dazu sagen, wenn die Busunternehmer darauf hinweisen, dass Rückwärtsfahren nicht mehr möglich sei.

Nico Bauer

Auch interessant

Kommentare

Информация на этой странице взята из источника: https://www.merkur.de/lokales/dachau/haimhausen-ort28784/haimhausen-infos-zu-bauprojekten-und-steueranpassung-93031594.html