Fünf bayerische Meistertitel: Tischtennis-Routiniers aus dem Landkreis höchst erfolgreich an der Platte

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An der Platte eine Macht: Florian Kaindl vom TSV Hohenpeißenberg gewann bei der bayerischen Seniorenmeisterschaft in seiner Altersklasse alle drei Titel. © Jürgen Renner/BTTV

Bei der bayerischen Tischtennis-Meisterschaft für die Senioren haben Christiane Ernst (Weilheim) und Florian Kaindl (TSV Hohenpeißenberg) ihre Können bewiesen.

Salzweg – In Salzweg bei Passau ermittelten die Seniorenspielerinnen und - spieler heuer ihre bayerischen Tischtennis-Meister. Aus der Region waren zwei Akteure, Christiane Ernst (Weilheim) und Florian Kaindl (Apfeldorf), erfolgreich in Aktion.

Meistertitel für Ernst und Kaindl

Ernst holte zwei Titel, Kaindl gewann gar in allen drei Wettbewerben (Einzel, Doppel, Mixed). Beide qualifizierten sich mit ihren Erfolgen für die deutsche Meisterschaft. Die wird heuer im Rahmen der TT-Finals mit allen anderen Alters- und Leistungsklassen an Pfingsten in Erfurt ausgespielt. In drei Messehallen sind rund 1000 Frauen und Männer in Aktion.

Christiane Ernst: Gold in Einzel und Doppel

Medaillen hatte Christiane Ernst auf bayerischer Ebene in den vergangenen Jahren schon regelmäßig geholt. Der Auftritt in Salzweg verlief aber dennoch besonders, denn diesmal gewann die Weilheimerin auch im Einzel Gold. In der Altersklasse 45 ließ sie die anderen vier Konkurrentinnen hinter sich.

Gespielt wurde im Modus „Jede gegen jede“, dabei erwies sich Ernst, die für den TSV Dachau III in der Regionalliga Süd spielt, als die klar Beste an diesem Tag. In vier Partien gab sie nur zwei Sätze ab. Das entscheidende Spiel um Gold gegen Barbara Seiler (TTC Langweid) entschied Ernst mit 3:0 für sich. Dabei agierte die Weilheimerin „mit platzierten Topspins auf die Abwehr meiner Gegnerin“. Die Taktik ging bestens auf. Mit dem ersten Platz habe sie „meine Setzposition erfüllt“, stellte Ernst zufrieden fest. Die Weilheimerin war an Nummer eins gesetzt gewesen.

Tischtennis-Spielerin Christiane Ernst aus Weilheim, die bei der bayerischen Seniorenmeisterschaft 2025 zwei Titel (Einzel/Doppel) geholt hat.
Top-Ausbeute: Christiane Ernst aus Weilheim, gewann im Einzel und im Doppel jeweils den Titel. © Privat

Zusammen mit Seiler absolvierte Ernst die Doppel-Konkurrenz in der AK 40/45. Dort gelang dem Duo die Verteidigung des Titels von 2024. Spannend verlief vor allem das Halbfinale gegen Barbara Reschberger (TSV Waging) und Anja Waldmann (SV Weiherhof). In einem hart umkämpften Duell setzten sich Ernst/Seiler mit 3:2 (6:11, 11:3, 9:11, 11:7, 11:6) durch. Das Finale verlief dann „deutlich einfacher“, so Ernst. Da gab es einen 3:0-Sieg (11:3, 11:2, 11:7) über Sandra Dusil/Dorina Zappe (beide TSV Zusmarshausen). Dusil hatte Einzel-Gold in der AK 40 gewonnen.

Liga-Einsätze in der Regionalliga

Im Mixed war für Ernst diesmal recht schnell Endstation. Das Viertelfinale an der Seite von Marcus Taeffner (DJK Altdorf) ging mit 1:3 (9:11, 11:3, 6:11, 7:11) gegen die späteren Silbermedaillengewinner verloren.

Tischtennis-Spielerin Christiane Ernst aus Weilheim, die bei der bayerischen Seniorenmeisterschaft 2025 zwei Titel (Einzel/Doppel) geholt hat.
Tischtennis-Spielerin Christiane Ernst aus Weilheim, die bei der bayerischen Seniorenmeisterschaft 2025 zwei Titel (Einzel/Doppel) geholt hat. © Jürgen Renner

Im Ligabetrieb läuft es für Ernst zusammen mit dem derzeit fünftplatzierten TSV Dachau III „durchwachsen“, wie die Weilheimerin sagt. Nach menschlichem Ermessen „dürfte der Klassenerhalt schon in trockenen Tüchern sein“. Zuletzt gab es ein 5:5 gegen den Tabellenneunten Alemania Riestedt, zu dem Ernst einen Einzelsieg beisteuerte. In der Rückrunde kommt sie bislang auf eine 3:3-Bilanz.

Florian Kaindl: Gold im Einzel, im Doppel und im Mixed

„Es ist ganz gut gelaufen“, sagt Florian Kaindl in zurückhaltendem Ton. Der ehemalige Zweitliga-Spieler, in Apfeldorf wohnhaft und beim Landesligisten TSV Hohenpeißenberg in Aktion, ist einer derjenigen, die regelmäßig bei der bayerischen Meisterschaft antreten und auch Medaillen gewinnen. So eine Bilanz wie heuer hatte Kaindl aber schon jahrzehntelang nicht mehr vorzuweisen gehabt.

Der 46-Jährige gewann in Salzweg Gold im Einzel, im Doppel und im Mixed – mehr geht einfach nicht. Alle drei Titel zusammen zu holen, das „habe ich zuletzt zu Jugendzeiten geschafft“. So gesehen war die Ausbeute diesmal „ungewöhnlich“.

Was das Einzel der Altersklasse 45 betrifft, war Kaindl an Nummer eins gesetzt und daher einer der Topfavoriten. „Es wäre schon ärgerlich gewesen, wenn ich nicht gewonnen hätte“, sagt der Apfeldorfer. Gleichwohl musste er sich in der Vorrundengruppe mit Rang zwei begnügen. Denn das Duell mit Christian Fürst (TSV Schwabmünchen) ging mit 2:3 Sätzen verloren. „Er hat es gut gemacht“, sagt Kaindl über den Kontrahenten. Beide kennen sich schon seit Langem, standen sich oft gegenüber. Am selben Tag stand noch das Viertelfinale gegen Marcus Taeffner (DJK Altdorf) auf dem Programm; das gewann Kaindl nach einem Rückstand mit 3:1 (6:11, 11:6, 11:8, 13:11).

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Tags darauf war der TSV-Spieler, obwohl aufgrund eines Infekts im Vorfeld nicht topfit, nicht mehr zu stoppen. Das Halbfinale gegen Sven Schaub (TV Erlangen) gewann er glatt (11:6, 11:6, 11:8) und im Finale gegen Florian Leidheiser (TSV Neuried) hatte er beim 3:1 (11:9, 11:2, 7:11, 11:6) ebenfalls das Geschehen im Griff.

Zum Auftakt der drei Tage dauernden Titelkämpfe hatte Kaindl im Mixed gewonnen. Mit Barbara Seiler (TTC Langweid), Siegerin im Doppel mit der Weilheimerin Christiane Ernst, dominierte er die Partien. Nur einen Satz gab das Duo ab, und zwar im Finale gegen Dorina Zappe (TSV Zusmarshausen) und Michael Sattelmayer (TSV Schwabmünchen) – mit 11:5, 8:11, 11:3, 11:9 setzten sich Kaindl/Seiler durch.

Im Doppel trat Kaindl mit Stefan Kraus (TSV Schwabmünchen) an die Platte. Im vergangenen Jahr waren die beiden schon nicht zu bezwingen gewesen. In Salzweg setzten sie ihre Serie fort. Im Endspiel stand Kaindl wieder seinem Endspielgegner vom Einzel, Leidheiser, gegenüber. Der hatte mit Taeffner das Finale erreicht. Auch diesmal ging der Apfeldorfer als Sieger hervor – mit 3:1 (5:11, 11:2, 11:7, 11:7) gewann er mit Kraus.

Gespannt auf die TT-Finals

Florian Kaindl blickt nun gespannt den TT-Finals in Erfurt entgegen. Erstmals kämpfen alle Altersklassen inklusive der Senioren bei einem großen Event um die DM-Titel. „Das wird interessant“, sagt der ehemalige deutsche Meister im Junioren-Doppel.

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In der Südsüdwest-Staffel der Landesliga stehen die Zeichen für den TSV Hohenpeißenberg (23:5 Punkte) auf Aufstiegsrelegation. Tabellenführer SV-DJK Taufkirchen (25:3) ist wohl nicht mehr einzuholen. Am Samstag, 15. März, möchten die Hohenpeißenberger auswärts im Duell mit dem SC Baldham-Vaterstetten (20:8) „den Deckel auf Platz zwei machen“, so Kaindl. Er selbst hat, an Nummer eins spielend, beachtliche 25:3 Siege (Bilanzwert 10,460) vorzuweisen. „Damit muss ich zufrieden sein“, sagt der TSV-Akteur. In der Einzel-Rangliste steht er an zweiter Stelle. Nur Michael Plattner (28:2/Bilanzwert 11,088) vom TSV Gilching-Argelsried ist besser. Er spielte früher wie Kaindl lange beim FC Bayern München.

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