Bei der Bürgerversammlung für Sigmertshausen und Großinzemoos geht um das Verkehrschaos, bedingt durch den Gymnasiumsbau. Ein Ende ist nicht in Sicht.
Die schon lange bestehenden Umleitungen des Verkehrs und mehrere Straßensperren nerven die Bürger. Das hat Bürgermeister Dieter Kugler bei der nur von 26 Frauen und Männern aus Sigmertshausen und Großinzemoos besuchten Bürgerversammlung erfahren.
Thema Nummer eins bei den Bürgern: Verkehr
Bei den Wortmeldungen ging es ausschließlich um das Thema Verkehr, der bedingt durch den Gymnasiumbau schon seit längerer Zeit umgeleitet werden muss und bei dem noch kein Ende in Sicht ist. Traudi Reischl aus Großinzemoos wollte wissen, wann die geplante Sperrung von Röhrmoos nach Großinzemoos stattfindet. Dazu konnte Kugler aber keine genauen Angaben machen, „weil hier der Landkreis zuständig ist“. Kugler geht jedoch davon aus, dass es eine weiträumige Umleitung geben wird.
Umleitungen sorgen für Unmut
Alexandra Resch-Renkl sagte, dass man im Prinzip gegen die bestehende Umleitung zum Röhrmooser Sportheim über Sigmertshausen nichts einzuwenden hätte, „wenn die Autos langsamer fahren würden“. Wie lange die Umleitung über Sigmertshausen noch bestehen bleibt, interessierte auch Martin Lerchl. Kugler sicherte zu: „Sobald die Kreuzung in Röhrmoos wieder nutzbar ist, ist Schluss.“ Kugler geht davon aus, dass es bis Ende August so weit sein sollte. Lerchl wies dennoch darauf hin, dass die Umleitungsstraße von Sigmertshausen Richtung Arzbach im Waldbereich mit großen Schlaglöchern schlecht passierbar sei. „So eine Umleitungsstraße sollte ein Mittelmaß an Qualität erfüllen“, so Lerchl zu dieser Gemeindeverbindungsstraße, die laut Bürgermeister in einem Teilbereich erneuert werde.
Ärger wegen fehlendem Tempolimit
Auf der schlechten Straße von Arzbacher Seite her ist eine Geschwindigkeitsbeschränkung von 60 km/h ausgeschildert, in der Gegenrichtung dürfen Verkehrsteilnehmer allerdings unbeschränkt schnell fahren – das machte selbst den Bürgermeister sprachlos. Kugler will diesbezüglich Kontakt mit der Verkehrsbehörde aufnehmen, „weil hier eher Tempo 30 angebracht wäre“.
Diskutiert wurde auch über den Hohlweg, der von Großinzemoos zum Röhrmooser Sportzentrum führt. Weil der Hohlweg künftig wohl dauerhaft auch als Schulweg genutzt werde, regte Resch-Renkl an, hier dauerhaft Tempo 30 anzuordnen. Bürgermeister Kugler will diese Anregung im Rahmen der nächsten Verkehrsschau prüfen lassen.
Verbesserungen beim Radwegenetz erwünscht
Das bestehende Radwegnetz in der Gemeinde hat wiederum Martin Lerchl angesprochen. Er fragte, ob hier Verbesserungen zu erwarten seien. „Wir würden längst schon an der Straße von Sigmertshausen nach Niederroth für einen Radweg sorgen, aber es scheitert noch an der Bereitschaft zur Grundabtretung“, bedauerte der Bürgermeister. Das gleiche Problem habe der Landkreis hinsichtlich eines Radwegs von Sigmertshausen Richtung Rumeltshausen.
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Ich frage mich manchmal, ob diese Leute ihren Führerschein in der Lotterie gewonnen haben.
Was die Zuhörer aus dem Bericht des Bürgermeisters besonders interessierte, war die Feststellung, dass es hinsichtlich Falschparker auf den Straßen vermehrt Beschwerden gebe. „Ich frage mich manchmal, ob diese Leute ihren Führerschein in der Lotterie gewonnen haben“, unterstrich Bürgermeister Kugler, der auch auf die Umgestaltung des Gemeindefriedhofs von Großinzemoos zu sprechen kam. Hier sei die Bauge㈠nehmigung erteilt, die Gemeinde müsse diese Baumaßnahme zum Schutz der Trauergäste bei Regen, der hohen Kosten wegen, zurückstellen.
Feuerwehr bekommt neues Fahrzeug
Freuen dürfen sich die Sigmertshausener Feuerwehrler, denn die Auslieferung des neuen MLF soll noch in diesem Jahr erfolgen. Ein Problem, das gerade in Abwasserkanälen von Sigmertshausen feststellbar ist, sei der hohe Anteil an Fremdwasser, den man reduzieren müsse. Die Kläranlage in Niederroth sei aufgelöst worden, sodass auch Sigmertshausener Abwasser per Druckleitung nach Indersdorf gepumpt werde. Die Kanalbaumaßnahmen würden den neuen Schmutzwasserkanal im Pappelweg und der Niederrother Straße in Sigmertshausen betreffen. Der bisherige Schmutzwasserkanal in diesem Bereich werde ein Regenwasserkanal. „Es sind noch Grunddienstbarkeiten für den Kanal erforderlich, deshalb kann die Ausschreibung der Kanalbauarbeiten noch nicht erfolgen. Baubeginn wird heuer vermutlich nicht mehr sein“, erklärte der Bürgermeister.
Bürgermeister lobt Burschen- und Madlverein Sigmertshausen
Besonderes Lob zollte er dem Burschen- und Madlverein Sigmertshausen, der in Eigenleistung umfangreiche Dacharbeiten an seinem Vereinsgebäude vorgenommen hat. In seine Dankesworte schloss er auch den Wirt der Sigmertshausener Bürgergaststätte ein, der seinen Ruhetag opferte und die Röhrmooser Senioren aufgenommen hat, die sich derzeit nicht mehr im Pfarrheim treffen können, da es saniert wird.