„Unglaublich, was Ihr geleistet habt!“ – Ein Festabend zum Dank für die Einsatzkräfte der Hochwasser-Katastrophe

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Ein Fest für die Hochwasserhelfer: 835 Helfer kamen am Montag ins Festzelt am Karlsfelder See und genossen den gemeinsamen Abend. © hab

Es war ein besonderes Fest. 835 Helfer von Feuerwehr, THW und BRK sowie Mitarbeiter von Kommunen haben einen Abend im Festzelt des Karlsfelder Siedlerfestes genossen. Damit bedankte sich Landrat Stefan Löwl bei den ehrenamtlichen Helfern für deren unzählige geleistete Stunden im Hochwassereinsatz.

835 Helfer von Feuerwehr, THW und BRK sowie Mitarbeiter von Kommunen haben am Montagabend den geselligen Abend im Festzelt des Siedlerfestes genossen. Mit Gleichgesinnten ratschen, die anstrengenden Tage im Hochwassereinsatz gemeinsam nochmal Revue passieren lassen, Blasmusik, Kabarett und Austria-Bayern-Pop mit einer Mass Bier und einer Brotzeit: Damit bedankte sich Landrat Stefan Löwl bei den ehrenamtlichen Helfern, „denen man nicht genügend danken kann“, für deren unzählige geleistete Stunden im Hochwassereinsatz Anfang Juni. Allen voran: Kreisbrandrat Georg Reischl, „der die meiste Arbeitslast getragen hat“.

„Stolz, Landrat dieses Landkreises sein zu dürfen“: Stefan Löwl.
„Ich bin stolz, Landrat dieses Landkreises sein zu dürfen“: Stefan Löwl. © hab

Beim Hochwasser waren die Helfer im Dauereinsatz

Als das Hochwasser am Wochenende, 1. und 2. Juni, große Teile des Landkreises überflutete, begann der Dauereinsatz für die Feuerwehren, das THW und das BRK, aber auch für Mitarbeiter der Bauhöfe, der Kommunen: Die Helfer füllten Sandsäcke, errichteten Dämme, pumpten Keller und Tiefgaragen aus, beseitigten Ölschäden, lenkten Wasserströme um, gaben Essen aus, spendeten Trost, halfen Menschen in Not. „Unglaublich, was Ihr geleistet habt, ehrenamtlich und hauptamtlich. Ihr alle seid heute die Ehrengäste“, rief Löwl von der Bühne unter großem Applaus ins gefüllte Festzelt hinein. „Ich bin stolz, Landrat dieses Landkreises zu sein!“

Auf den Tischen getanzt wurde schließlich zur Musik von Helli Strasser.
Auf den Tischen getanzt wurde schließlich zur Musik von Helli Strasser. © hab

Die Sponsoren des Helferfestes

Drei Getränke und ein Essen pro Person: Dank der Sponsoren aus der lokalen Wirtschaft Dachau konnten die 835 Personen von Feuerwehr, THW, BRK, Mitarbeiter von Bauhöfen, Gemeinde- und Landratsamtsverwaltungen einen Abend lang gemeinsam feiern. Die Sponsoren sind Volksbank Raiffeisenbank Dachau, Sparkasse Dachau, Nikolaus Widmann, SFS Steuerberatung; Intaurus GmbH; EBS Elektrotechnik; Hörl und Hartmann Ziegeltechnik; Zimmerei Polt, Vierkirchen; Mooseder Wohnbau, Schwabhausen; Dachau handelt; Grafik Outsign Gold.

Die Idee für dieses Helferfest stammt vom Landrat persönlich, „spontan nach dem Ende der Katastrophenlage“, so Löwl. Ganz neu ist sie nicht: Bereits im Jahr 2022 hatte der Landkreis den Einsatz der Helfer während der Corona-Pandemie mit einem Festabend im Zelt am Karlsfelder See honoriert, und 2013 gab es nach dem Pfingsthochwasser dort ein Helferfest. Allerdings gab es diesmal einen kleinen Unterschied: „Der Landkreis hat kein Geld.“ Darum klemmte sich Löwl ans Telefon, bat lokale Firmen um Unterstützung – und innerhalb von fünf Tagen stand die Finanzierung. „Dieses Fest wird komplett von Sponsoren bezahlt“, verkündete Löwl. „Das zeigt die Verbundenheit unserer lokalen Wirtschaft, die so nicht nur Respekt und Anerkennung ausdrücken, sondern auch Geld geben, um danke zu sagen.“

Die Sponsoren waren sofort dabei, ein fünfstelliger Betrag kam zusammen. Und Festwirt Peter Brandl war laut Löwl ebenfalls sofort bereit, noch einen Tag dranzuhängen und das Zelt nach dem Ende des Siedlerfestes noch für einen Abend zur Verfügung zu stellen, mitsamt Küche und Bedienung.

„Danke für alle Strapazen“: Kabarettistin Martina Schwarzmann unterhielt die Gäste.
„Danke für alle Strapazen“ sagte Kabarettistin Martina Schwarzmann. © hab

Das Landratsamt lud 1200 Personen zu dem Helferfest ein. Letztlich kamen 835 – das machte sogar noch eine dritte Mass beziehungsweise ein drittes Getränk, verkündete Löwl und erntete dafür Jubelrufe.

Künstler traten kostenlos oder für eine symbolische Gage auf

Zudem traten die Künstler kostenlos auf beziehungsweise für eine symbolische Gage: Martina Schwarzmann wünschte sich für ihr verkürztes Programm, das sie am Montagabend präsentierte, einen Walnussbaum für den Gartenbauverein Altomünster, Löwl überreichte ihr den Gutschein dafür. Die Blaskapelle Karlsfeld spielte zünftig zum Essen auf. Und Helli Strasser, Mitglied von „Ois Easy“, der als „Da Helli“ Solo-Auftritte absolviert, spielte zum Ausklang eine gute Stunde lang Austria- und Bayern-Pop- und Rock-Songs, bis auf den Tischen getanzt wurde.

Es war ein besonderer Abend, um danke zu sagen

Einen Abend lang feierten die zusammen, die noch ein paar Wochen zuvor in großer Not zusammengearbeitet haben, tagelang mit wenig Pausen, ohne dafür finanziell entlohnt zu werden. So genossen alle die unbeschwerten Stunden an einem Abend, der Wertschätzung und Anerkennung ausdrückt gegenüber allen, die in Stunden der Not geholfen haben.

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