Die Abiturfeier der FOS Karlsfeld war ein soziales Fest, das 150 Schülerinnen und Schüler sichtlich genossen. Sie bekamen ihr Abiturzeugnis, und damit verbunden waren Stolz und Erleichterung.
Ein Hauch von Aufregung lag in der Luft, die strahlenden Gesichter waren unübersehbar. Die Abiturfeier der FOS Karlsfeld war ein soziales Fest, das 150 Schülerinnen und Schüler sichtlich genossen. Sie bekamen ihr Abiturzeugnis, und damit verbunden waren „Stolz und Erleichterung“, wie die Schülersprecherinnen Arsa Shala und Tabea O’ Donoghue sagten. Sie moderierten souverän und engagiert den Nachmittag und zeigten damit, wie die stellvertretende Schulleiterin Rosi Gampe hervorhob: „Das ist nicht nur eine Feier für die Schülerinnen und Schüler, sondern auch von ihnen.“
Besonderer Tag für 150 Absolventen
Und von ihnen bekamen erst einmal die Lehrerkräfte ihr Fett weg, ach was: ihre spannenden, auch netten Würdigungen. Beim Lehrer-Ranking gab es Platz 1 bis 3, und es ging um Fragen wie: „Wer ist am besten gestylt?“ Oder: „Wer lacht am meisten über seine eigenen Witze?“ Wer auf dem ersten Platz landete, durfte zur Gratulation auf die Bühne kommen. Versteht sich: unter riesigem Applaus. Überhaupt wurde mit dem nicht gespart – man war eben in bester Feierlaune. Und der Dank an die Eltern, die mit ihrer Unterstützung mit zum Erfolg beigetragen hatten, war kräftig und herzlich.
Trauen Sie sich, Ihrem eigenen moralischen Kompass zu folgen.
Auch die Reden aus jeder Klasse waren kurz, aber umjubelt. Wohl, weil sie auch den Nerv der letzten zwei Jahre trafen. So war die Rede von „Quälerei des Lernens“, den elendigen Hausaufgaben, aber auch von den Raucherpausen am Straßenrand. Mehrmals betonten die Klassensprecherinnen, wie wichtig die ersten Wochen zu Beginn ihrer Schulzeit waren, unter anderem mit den „Orientierungstagen“. Da wurden, zusammengewürfelt aus ganz unterschiedlichen Schulen, „aus Fremden Freunde“, so eine Sprecherin. Denn auf die Fachoberschule geht, wer nach der 10. Klasse auf einer Realschule oder mit einem qualifizierten Mittelschulabschluss noch weiter lernen will – bis zur Fachhochschulreife nach der 12. Klasse. Das schafften dieses Jahr 129. Man kann aber auch, seit vier Jahren, eine 13. Klasse anhängen bis zur allgemeinen Hochschulreife, die dem gymnasialen Abitur entspricht, so wie es 19 Absolventinnen machten. Zwei Schüler erreichten die fachgebundene Hochschulreife.
In den Reden war die Zukunft ein großes Thema
Bei allem Rückblick in den Reden war die Zukunft ein großes Thema. Die stellvertretende Landrätin Marianne Klaffki wünschte sich: „Engagieren Sie sich, für sich selbst und andere. Bringen Sie sich ein. Die Demokratie braucht auch Ihre Verantwortung.“ Und ein Klassensprecher sagte: „Das eigentliche Abenteuer beginnt jetzt. Lasst uns an unsere Fähigkeiten und Stärken glauben. Und unsere Träume verfolgen.“ Das war auch die Botschaft von Theresa Winnen aus der Schulleitung: „Trauen Sie sich, Ihrem eigenen moralischen Kompass zu folgen.“ Das Sprachstipendium für Katrin Schenk (1,2) und Kay Kollroß (1,5) als Beste ihres Jahrgangs überreichte Sabrina Steinau von der Sparkasse mit dem wohlmeinenden Rat: „Haben Sie Spaß damit im Ausland. Sie können ja auch noch ein bisschen dabei lernen.“