Ein älterer Autofahrer aus Gräfelfing bretterte schlafend zuerst in einen Skoda. Offenbar aufgeweckt von dem Zusammenstoß, kam er dann auf die Idee, auf der Autobahn rückwärts zu fahren. Mit Folgen.
Berg – Ein 89-jähriger Autofahrer aus Gräfelfing verursachte am Freitag gegen 14 Uhr zwei Verkehrsunfälle. Beide Unfälle ereigneten sich innerhalb weniger Minuten auf der A95. Das berichtet die Verkehrspolizei Weilheim in einer aktuellen Pressemitteilung.
Rentner war laut Polizei Richtung München unterwegs – und schlief ein
Der Senior war laut Polizei mit seinem VW Golf in Richtung München unterwegs. Kurz vor der Ausfahrt Schäftlarn nickte er nach eigenen Angaben kurz ein. Infolgedessen krachte er ungebremst in den vorausfahrenden Skoda eines 57-jährigen Mannes aus Geretsried. Der Aufprall war so heftig, dass der Skoda von der rechten Spur über die Fahrbahn geschleudert wurde und schließlich mit der Mittelschutzplanke kollidierte.
89-Jähriger hält nach Unfall kurz an – und fährt Rückwärts gegen Ersthelfer
Der Aufprall weckte den Gräfelfinger offenbar aus seinem kurzen Schlaf. Er hielt kurz auf dem Seitenstreifen der A95 an, bevor er beschloss, rückwärts zu fahren. Er gab an, er wollte sicherstellen, dass niemand bei dem Unfall verletzt wurde. Doch während seiner verbotenen Rückwärtsfahrt übersah er das Auto eines Ersthelfers und fuhr dagegen.
Die beiden Unfälle verursachten einen Sachschaden von rund 22.000 Euro. Glücklicherweise wurde niemand verletzt. Der Gräfelfinger muss nun mit zwei Strafanzeigen wegen Gefährdung des Straßenverkehrs und einem Bußgeld in Höhe von mehreren Hundert Euro rechnen. Nach Absprache mit der Staatsanwaltschaft wurde seine Fahrerlaubnis eingezogen.
Ältere Autofahrer sind für die meisten schweren Unfälle in Deutschland verantwortlich.
Tipps fürs Autofahren im Alter
Regelmäßige Gesundheitschecks sind entscheidend, um sicherzustellen, dass Sie körperlich und geistig fit fürs Fahren sind. Denken Sie an regelmäßige Seh- und Hörtests, um alle Verkehrssignale wahrzunehmen. Passen Sie Ihr Fahrzeug an Ihre Bedürfnisse an, beispielsweise durch größere Spiegel. Überprüfen Sie Medikamente auf ihre Auswirkungen auf die Fahrtüchtigkeit und halten Sie Rücksprache mit Ihrem Arzt. Nehmen Sie an Fahrtrainings oder Auffrischungskursen teil, um Ihre Fahrkenntnisse zu aktualisieren. Planen Sie bei längeren Fahrten regelmäßige Pausen ein, um die Konzentration zu erhalten. Vermeiden Sie nach Möglichkeit Nachtfahrten, da die Sicht im Dunkeln eingeschränkt ist. Achten Sie besonders auf Verkehrszeichen, um sich rechtzeitig auf Veränderungen einzustellen. Erkennen Sie Ihre eigenen Grenzen und verzichten Sie gegebenenfalls auf das Autofahren, wenn Sie sich unsicher fühlen.
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Der Redakteur Klaus-Maria Mehr hat diesen Artikel verfasst und anschließend zur Optimierung nach eigenem Ermessen ein KI-Sprachmodell eingesetzt. Alle Informationen wurden sorgfältig überprüft. Hier erfahren Sie mehr über unsere KI-Prinzipien.