"Wir tolerieren uns zu Tode" – Leser fordern härteres Vorgehen gegen Islamisten

Eine Versammlung in Berlin, bei der Demonstranten israelfeindliche und gewaltverherrlichende Parolen riefen, löst eine breite Debatte unter unseren Lesern aus. Viele kritisieren, dass Politik und Sicherheitsbehörden nicht entschieden genug reagieren. Andere hinterfragen die Migrationspolitik grundsätzlich oder beklagen, dass Integration scheitert. Manche zeigen sich enttäuscht über die gesellschaftliche Entwicklung.

Kritik an Politik und Sicherheit

Viele Leser fordern von Staat und Politik ein entschlosseneres Vorgehen gegen Demonstrationen mit islamistischen Inhalten. Sie beklagen eine zu große Zurückhaltung von Polizei und Behörden – insbesondere dann, wenn dort Gewalt verherrlicht oder antisemitische Parolen skandiert werden. Artikel 8 des Grundgesetzes erlaubt zwar Versammlungen, doch dieses Recht kann eingeschränkt werden, wenn öffentliche Sicherheit oder Ordnung gefährdet sind. Demonstrationen können verboten oder aufgelöst werden, sofern konkrete Hinweise auf strafbare Inhalte vorliegen. In Berlin kam es bei der genannten Demonstration zu mehreren Festnahmen. Auch das Zeigen verbotener Symbole wurde dokumentiert. Zudem riefen Demonstranten verbotene Parolen – wie etwa "From the river to the sea". 

"(...) Die Beschränkung für die Versammlungsfreiheit ist schon deshalb gegeben, weil derartige Demos nie gewaltfrei abliefen, indem islamistische Parolen skandiert wurden. Warum wird dennoch ein derartiges skandalöses Vorhaben genehmigt?"  Zum Originalkommentar

"Dass unser System so schlaff und fußlahm daherkommt, macht einen nur noch fassungslos ..."  Zum Originalkommentar

"Ich finde, man sollte hier prüfen, ob eine Einschränkung des Demonstrationsrechts möglich ist. Ggf. muss das GG geändert werden. Die Vielzahl und die Aggressivität der Demos sind inzwischen staatsgefährdend und mindestens Landfriedensbruch."  Zum Originalkommentar

Kritik an Migration und Integration

Ein Teil der Leser nimmt die Demonstration zum Anlass, grundsätzliche Zweifel an der Migrations- und Integrationspolitik zu äußern. Dabei werden kulturelle Überfremdung und gesellschaftliche Veränderung beklagt. Diese Zuschreibungen stehen allerdings in keinem direkten Zusammenhang mit dem Versammlungsrecht oder den rechtlichen Möglichkeiten zur Einschränkung solcher Kundgebungen. In Deutschland gilt: Aufenthaltsrechtliche Maßnahmen wie Abschiebungen setzen strafrechtlich relevante Vorwürfe und eine rechtskräftige Prüfung durch zuständige Behörden voraus. Pauschale Rückführungen aufgrund politischer Gesinnung oder Teilnahme an einer Demonstration sind weder rechtlich vorgesehen noch verfassungskonform.

"Hier hilft nur Verhaftung und Abschiebungen."  Zum Originalkommentar

"Trump hat wirklich Recht. Hätte nie gedacht, dass ich dem Mann einmal Recht geben würde. Der islamische Staat ist in einigen Jahren absolut denkbar."  Zum Originalkommentar

Kritik an Gesellschaftlicher Entwicklung

Viele Leser äußern Resignation über eine empfundene politische Ohnmacht und gesellschaftliche Spaltung. Die Demonstration wird hier als Symbol eines tiefergehenden Vertrauensverlusts gegenüber dem Staat gedeutet. Zwar zeigen Studien, dass das Vertrauen in staatliche Institutionen in bestimmten Bevölkerungsgruppen rückläufig ist – gleichzeitig aber bleiben rechtsstaatliche Instrumente in Kraft, die eine Balance zwischen Meinungsfreiheit, öffentlicher Ordnung und individueller Sicherheit gewährleisten sollen. Die Verantwortung für Demonstrationsauflagen und -einschränkungen liegt bei Landesbehörden – politische Einflussnahme ist hierbei nur bedingt möglich.

"Wir tolerieren uns zu Tode, solange es nicht gegen rechts geht."  Zum Originalkommentar

"Ich freue mich auf die Zukunft. Nicht."  Zum Originalkommentar

Ablehnung islamistischer Demonstrationen

Ein Teil der Kommentare fordert ein härteres Durchgreifen gegen Demonstrationen, bei denen islamistische, gewaltverherrlichende oder antisemitische Inhalte verbreitet werden. Diese Forderung deckt sich teilweise mit dem bestehenden Rechtsrahmen: Strafbare Aussagen, das Verwenden verbotener Symbole oder Aufrufe zur Gewalt sind auch im Kontext von Demonstrationen verboten. Polizeibehörden haben das Recht und die Pflicht, bei Verstößen einzuschreiten. Laut Innenverwaltung wurden bei der Berliner Demonstration entsprechende Maßnahmen getroffen – darunter mehrere Festnahmen. Ob weitere Konsequenzen folgen, hängt von der laufenden Auswertung und der rechtlichen Bewertung der erhobenen Beweise ab.

"Islamisten haben in Deutschland nichts verloren und genau hier müssen wir unser Versprechen zu einer zielführenden Sicherheitspolitik beginnen. Ein Weiter-so darf es in keinem Fall mehr geben."  Zum Originalkommentar

"Videoaufnahmen analysieren, Täter identifizieren und rigoros bestrafen und den Konsequenzen zuführen."  Zum Originalkommentar

"Bei aller Liebe zur freien Meinungsäußerung, zu Demonstrationsfreiheit, wer terrorverherrlichende Parolen rumbrüllt, macht sich strafbar, also das dafür vorgesehene Gesetz anwenden und Ruhe im Karton. Wer sich benehmen will wie in seiner Heimat, die Grenzen sind offen und adieu (bin kein AfDler)"  Zum Originalkommentar

Skepsis gegenüber Kommunikation

Einige Leser sind misstrauisch gegenüber der Informationspolitik der Behörden und Medien. Sie beklagen vage Angaben zu Teilnehmerzahlen, Festnahmen oder Genehmigungslage. Tatsächlich müssen Demonstration angemeldet werden. Die Polizei war mit einem größeren Aufgebot vor Ort. Angaben zur Zahl der Einsatzkräfte und zur Bewertung der Versammlung sind öffentlich kommuniziert worden, wenn auch nicht immer mit allen Details. Kritik an zu wenig Transparenz ist nachvollziehbar – sie darf jedoch nicht in unbelegte Spekulationen münden. Der Vorwurf, Medien würden gezielt verschweigen oder verharmlosen, ist durch die aktuelle Berichterstattung nicht belegt.

"Ich kann Herrn Ostermann nur zu 100 % Recht geben. Und ich bin entsetzt, wenn ich die Civey-Umfrage dazu sehe."  Zum Originalkommentar

"Wo ist Deutschlands Regierungssitz? Dann muss man sich fragen, erkennen die gar nichts"  Zum Originalkommentar

"Wo bleiben die Linken, die rufen "Nie wieder ist jetzt"???"  Zum Originalkommentar

Sonstiges

Sieben Prozent der eingereichten Beiträge lassen sich keiner eindeutigen Position zuordnen oder berühren verschiedene Themen zugleich. Viele dieser Kommentare verbleiben vage oder ironisieren die Gesamtsituation. Inhaltlich zeigen sie keine klare Haltung zum im Artikel behandelten Thema.

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