Schock in Garmisch-Partenkirchen: Hund „Fonsi“ geraubt

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Wurde geraubt: Chihuahua-Mischling „Fonsi“. © PRIVAT

Dieser ungewöhnliche Raub beschäftigt mittlerweile die Kripo und wirft etliche Fragen auf: Zwei unbekannte Männer haben in Garmisch-Partenkirchen eine 58-Jährige attackiert und ihr den Chihuahua-Mischling „Fonsi“ entrissen.

Ein Hunderaub, der viele Fragen aufwirft, ist derzeit in Garmisch-Partenkirchen Ortsgespräch und bewegt die Gemüter. Die Nachricht verbreitete sich in den sozialen Medien in Windeseile – und befeuert die wildesten Spekulationen. Der Vorfall ereignete sich, wie das Polizeipräsidium Oberbayern Süd berichtet, am Donnerstagmorgen (3. Oktober) gegen 8.50 Uhr auf dem Bürgermeister-Vogel-Weg zwischen Enzianstraße und Bahnhofstraße. Dort entrissen zwei unbekannte Männer einer 58-jährigen Frau aus dem Ort gewaltsam ihren Hund „Fonsi“ und flüchteten mit dem Tier. Die Hintergründe sind völlig unklar. Eine größer angelegte Fahndung brachte keinen Erfolg. Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen übernommen und setzt nun auf Zeugenhinweise, um Licht ins Dunkel zu bringen.

Überfall auf Gassirunde

Es muss alles ganz schnell gegangen sein an dem Donnerstagmorgen. Die Garmisch-Partenkirchnerin drehte mit „Fonsi“, einem etwa fünfjährigen Chihuahua-Mischling, der aus einer Tierrettung auf Mallorca stammt, in der Nähe des Werdenfels-Gymnasiums die gewohnte Gassirunde. Plötzlich wurde sie von einem der besagten Männer, einer war vermutlich ein Osteuropäer, geschlagen und zu Boden gestoßen. Der andere schnappte sich den etwa 30 Zentimeter großen Rüden, der angeleint war. Die Täter sprachen bei der Attacke kein Wort. Anschließend flüchteten sie mit dem Vierbeiner auf dem Arm im Sprint über die Enzianstraße in Richtung Wettersteinstraße.

Das Merkwürdige dabei: Auf Wertgegenstände hatten es die Ganoven offenbar nicht abgesehen. Dem Vernehmen nach trug die Frau, die bei dem Überfall leicht verletzt wurde, eine wertvolle Uhr und hatte ein neues Smartphone dabei – eigentlich klassische Beute bei Gewaltverbrechen. Aber: „Die waren nur an dem Hund interessiert“, berichtet die Schwester des Opfers.

Gerüchteküche brodelt

Die Gerüchteküche brodelt gewaltig. Die Zahl der Hunde-Diebstähle hat zwar nach Angaben von Tierschutzverbänden in den vergangenen Jahren deutlich zugenommen. Dies gelte allerdings in erster Linie für Rassehunde, die sich auf den einschlägigen Online-Plattformen schnell zu Geld machen lassen, wie Tessy Lödermann, Vorsitzende des Tierschutzvereins im Landkreis, berichtet. Mischling „Fonsi“ dürfte daher weniger zu den begehrten Exemplaren zählen. Überhaupt geht die Polizei nicht davon aus, dass derzeit im Werdenfelser Land Hundefänger ihr Unwesen treiben. Auch für illegale Hundekämpfe – diese Vermutung kursiert ebenfalls – dürfte „Fonsi“ nicht infrage kommen. Und einen „Bettlerhund“ muss man nicht stehlen. Tiere, die auf der Straße leben, gibt es für diesen Zweck in Osteuropa zur Genüge. In der Familie der Geschädigten wird indessen eine weitere Mutmaßung angestellt. Vielleicht sei es nur darum gegangen, der Frau emotional zu schaden. „Der Hund war für sie wie ein Kind“, heißt es.

Zeugenhinweise:

Zur Klärung des Sachverhalts bitten die Ermittler der Kripo Garmisch-Partenkirchen unter Telefon 08821/9170 um sachdienliche Hinweise:

Sind jemandem verdächtige Wahrnehmungen, Personen oder der entwendete Hund unmittelbar vor oder nach der fraglichen Tatzeit (ca. 8.45 Uhr) im näheren Umfeld des Bürgermeister-Vogel-Wegs in Garmisch-Partenkirchen aufgefallen?
Hat jemand den Vorfall beobachtet oder kann sonst sachdienliche Hinweise geben, die zur Klärung der Tat führen könnten?
Möglicherweise saßen die beiden Täter bereits einige Tage vor der Tat auf einer Bank im Bürgermeister-Vogel-Weg (auf Höhe der Enzianstraße). Können diesbezüglich Hinweise gegeben werden?


Die Täter können wie folgt beschrieben werden:

Täter 1: männlich, ca. 30 Jahre alt, ca. 1,80m groß, athletisch, vermutlich osteuropäischer Herkunft, bekleidet mit blauem oder schwarzem Kapuzenpullover, mit auffälligem weißen Tribal-Logo auf dem Rücken, trug Kapuze über dem Kopf, dunkelblaue Jeans.

Täter 2: männlich, ca. 30 Jahre alt, ca. 1,75m groß, bekleidet mit blauem oder schwarzem Sweatshirt ohne Kapuze, dunkelblaue Jeans.

Bei dem Hund handelt es sich um einen ca. 30 cm großen Chihuahua-Mischling in den Farben weiß, schwarz und braun. Er trug ein schwarzes Halsband mit goldenen Applikationen.

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