Neue Leitung im Staatlichen Schulamt Garmisch-Partenkirchen

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Teamwork: Katharina von der Goltz und Markus Köpf sind ab sofort ein Team im Staatlichen Schulamt. © Margot Schäfer

Stühle rücken ist beim Staatlichen Schulamt im Landkreis Garmisch-Partenkirchen, Burgstraße 21, angesagt. Mit Beginn des Schuljahres 2024/25 ist Markus Köpf neuer Schulamtsdirektor und Rektorin Katharina von der Goltz seine Stellvertreterin.

GAP- Köpf, zuvor neun Jahre Vize, rückte auf die vakante Stelle, die zuvor Gisela Ehrl inne hatte, vor. Von der Goltz, die bisherige Leiterin der Garmisch-Partenkirchner Grund- und Mittelschule Am Gröben, hatte sich für die ausgeschriebene Stellvertreterstelle beworben. Die Grundschullehrerin war nach einigen Dienstjahren und Qualifizierungen Schulleiterin in Eschenlohe, bevor sie die Gröben-Schulen übernahm und mit großem Engagement vieles dort auf den Weg brachte.

„Nach 12 Jahren dort wollte ich mich jetzt noch einmal verändern, suchte eine neue Herausforderung“, erklärt die 56-Jährige.

Köpf studierte Lehramt für Mittelschulen mit den Schwerpunktfächern Deutsch und Sport. Seine berufliche Laufbahn begann er in Murnau. Aufgaben im Staatsinstitut für Schulqualität und Bildungsforschung führten ihn zurück nach München, wo er dann ins Kultusministerium wechselte. 2013 kehrte er als Schulleiter der Christoph-Probst-Mittelschule nach Murnau zurück. Seit 1. Januar 2015 war der jetzt 49-Jährige stellvertretender Schulamtsdirektor im Landkreis Garmisch-Partenkirchen, wo er entsprechende Erfahrungen sammeln konnte.

Köpf und von der Goltz kennen und schätzen sich seit vielen Jahren. Die Schullandschaft ist ihnen zudem von der Basis her bestens vertraut. „Es ist wichtig, gemeinsam mit den Schulen die Arbeit zu gestalten“, sagt von der Goltz. Es geht um die Herausforderungen der Zukunft mit Digitalisierung, weiteren Ausbau der Ganztagsschulen, Integration, modernen Unterrichtsformen, Pisa-Offensive in den Grund-, Verstärkung der Berufsorientierung in den Mittelschulen.

Ein breites Aufgabenspektrum mit viel Verantwortung, Beratung, ergänzt von dienstrechtlichen Aufgaben, Öffentlichkeitsarbeit und Verwaltungsmanagement sind zu bewältigen. Eine Einschränkung verärgert allerdings: Köpf hatte in seiner Stellvertreterzeit eine Zweidrittelstelle in Garmisch-Partenkirchen und eine Drittelstelle im weit größeren Schulamt Weilheim-Schongau. Das hat sich geändert, denn von der Goltz kann ihn ab sofort nur mit einer halben Stelle unterstützen.

Der Personalmangel macht sich auch in den Schulämtern bemerkbar. „Langfristiges Ziel ist es, diese Entscheidung des Kultusministeriums wieder rückgängig zu machen“, erläutert der Schulamtsdirektor. Die Politik, die Abgeordneten aus dem Landkreis sind informiert, „denn die Aufgaben sind nicht weniger, sondern mehr geworden“. 4.160 Schülerinnen und Schüler – 250 mehr als bisher – besuchen mit dem neuen Schuljahr die 20 Grund- und sieben Mittelschulen. 200 Klassen wurden eingerichtet, 500 Lehrerinnen, Lehrer und Verwaltungsangestellte sind im Verantwortungsbereich des Staatlichen Schulamtes beschäftigt. Köpf hat diese Zahlen im Kopf und auch, dass die Grundschul-Klassen mit durchschnittlich 21,5 Kindern, die Mittelschulklassen mit 19 belegt sind.

Zur kleinteiligen Schullandschaft gehören auch jahrgangskombinierte Klassen in kleinen Grundschulen. Um Unterrichtsausfälle weiterhin in Grenzen zu halten gibt es die mobile Lehrerinnen/ Lehrer-Reserve. „Die größte Herausforderung bleibt die Unterrichtsversorgung“, gesteht Köpf. „Um Lehrkräfte nicht zusätzlich zu belasten, haben wir Substituenten, also Quereinsteiger mit Hochschulabschlüssen, generiert.“ 300 Stunden, vor allem bei der Deutschförderung könnten so abgedeckt werden.

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