Am Benediktbeurer Kindergarten kam es zu einem Wasserschaden. Aus diesem Anlass kritisierte Bürgermeister Anton Ortlieb den zuständigen Bauunternehmer. Der weist die Vorwürfe nun zurück.
Benediktbeuern – Am Benediktbeurer Kindergarten in der Bahnhofstraße wird bereits seit geraumer Zeit gearbeitet. Die Handwerker beheben die Hagelschäden auf dem Dach. Zuletzt kam es an dem Gebäude nach einem Starkregenereignis am 15. September zu einem Wasserschaden. Bürgermeister Anton Ortlieb stieß das sauer auf. In der jüngsten Gemeinderatssitzung kritisierte er die zuständige Baufirma für die „unbefriedigende“ Abwicklung (wir berichteten). Ernst Baumeister, Geschäftsführer der „Ernst Baumeister GmbH“, weist diesen Vorwurf gegenüber unserer Zeitung entschieden zurück.
Nach Wasserschaden: Bürgermeister moniert Verzögerungen – Bauunternehmen „dafür nicht verantwortlich“
Baumeister bestätigt, dass sich die Abwicklung der Schäden auf dem Dach „problematisch“ gestaltet, wie Ortlieb in der Sitzung gesagt hatte. „Für die Verzögerungen sind wir aber nicht verantwortlich“, erklärt Baumeister. Vielmehr sei vonseiten der Gemeinde durch das Brandschutzkonzept viel Zeit verloren gegangen. „Es war kein funktionierender Brandschutz vorhanden“, sagt Baumeister. Ein 13 Jahre altes Konzept sei bis dato nur unzureichend umgesetzt worden. „Ich habe am 17. Mai vorgeschlagen, zwei Brandschutzmauern aufs Dach zu ziehen“, so Baumeister. „Die Gemeinde fand das nicht schön.“ Das Rathaus habe einen Gutachter beauftragt. „Es ging über Wochen hin und her.“ Erst am 26. August sei die Anweisung gekommen, zwei Brandschutzmauern zu errichten, „genauso wie ich sie vorgeschlagen hatte“, sagt Baumeister.
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Keine volle Freigabe für Brandschutzkonzept
In der Zwischenzeit habe seine Baufirma wenig tun können. „Für die Spenglerarbeiten hatten wir keine Freigabe in vollem Umfang“, erklärt er. „Warum sollten wir dann 20 Zimmerer und Spengler auf das Dach schicken?“ Ortlieb hatte moniert, dass auf dem Dach mehr Arbeitskräfte benötigt würden. Normalerweise sei ein solches Dach innerhalb von drei Monaten fertigzustellen, sagt der Generalunternehmer. Weitere Verzögerungen habe es aber gegeben, weil auch die Freigabe für die Dämmung auf sich warten ließ.
Bürgermeister bleibt bei seiner Einschätzung
„Überdramatisiert“ findet Baumeister zudem Ortliebs Schilderungen des Wasserschadens. Ja, es habe den Schaden gegeben, räumt er ein. „Der liegt aber im dreistelligen Bereich.“ Dieser Schaden sei mithilfe von Trocknern behoben worden. „Wir stehen dafür gerade“, betont er.
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Bürgermeister Ortlieb bleibt bei seiner Einschätzung. „Es ist nicht das einfachste Dach gewesen“, sagt er. „Trotzdem waren die Abläufe auf dem Dach für die Gemeinde nicht befriedigend.“ (vfi)