Schnee-Chaos und Überschwemmungen: Unwetter legen Italien lahm – Schulen dicht
Extreme Wetterlage trifft Italien: Rom steht unter Wasser, der Norden kämpft gegen Schneemassen. Hunderte Räumfahrzeuge sind im Dauereinsatz.
Rom – Italien steht unter dem Eindruck einer verheerenden Schlechtwetterfront. Das Land kämpft mit Wetterextremen: Während der Süden und die Hauptstadt Rom unter sintflutartigen Regenfällen und Überschwemmungen leiden, versinken weite Teile des Nordens und der Mitte in Schneemassen.
Die Bilanz ist dramatisch: Hunderte von Rettungseinsätzen, lahmgelegte Autobahnen und ein öffentliches Leben, das vielerorts zum Erliegen gekommen ist. Räumfahrzeuge kämpfen noch immer gegen die Schneemassen an, während die Behörden ihre Wetterwarnungen aufrechterhalten. Auch in Deutschland hält das Winterwetter an.
Schnee in Italien: Schulen in drei Regionen geschlossen – teilweise auch wegen technischer Probleme
Die Schulen werden in weiten Teilen Mittel- und Norditaliens geschlossen. In der Emilia-Romagna betrifft dies laut Rainews besonders die Provinzen Rimini und Ravenna, wo sowohl Schulen im Hinterland als auch weiterführende Bildungseinrichtungen den Unterricht absagten. Die Marken melden flächendeckende Schulschließungen in zahlreichen Gemeinden. Die Protezione Civile der Region verlängerte die gelbe Wetterwarnung.
Auch die Toskana ist betroffen: Nach einer Krisensitzung in der Präfektur Florenz ordneten die Bürgermeister Schulschließungen in mehreren Gemeinden an. Zusätzlich blieben einzelne Schulgebäude in anderen Gemeinden wegen technischer Probleme oder lokaler Sicherheitsrisiken geschlossen. Die toskanischen Behörden betonten, dass die Sicherheit der Schüler und des Lehrpersonals oberste Priorität habe.
Verkehrschaos in Italien: Hunderte Räumfahrzeuge im Dauereinsatz gegen Schneemassen
Der Verkehr auf Italiens Hauptverkehrsadern ist erheblich beeinträchtigt. Rainews berichtet von 400 Räumfahrzeugen, die allein in der Emilia-Romagna im Dauereinsatz stehen. Besonders die Autobahn A1 zwischen Florenz und Bologna verzeichnet weiterhin massive Behinderungen.
In der Toskana sind zwar alle Hauptverkehrsadern befahrbar, doch die Räumfahrzeuge des Zivilschutzes fahren seit den frühen Morgenstunden kontinuierlich mit der Salzstreuung fort. Autofahrern wird maximale Vorsicht mit Winterausrüstung und reduzierter Geschwindigkeit empfohlen.
In den Marken herrschen auf den Provinzstraßen weiterhin kritische Bedingungen mit strikter Winterausrüstungspflicht. Der nächtliche Temperaturabfall nach den gestrigen Schneefällen hat zusätzlich zu gefährlicher Glatteisbildung geführt. Schon an den Weihnachtstagen sorgte der Rekord-Schnee für Verkehrschaos in den italienischen Alpen.
Dramatischer Epiphanias-Tag: Familie aus Rom nach schweren Regenfällen in Kirche evakuiert
Rom erlebte einen der heftigsten Regentage der vergangenen Monate. Die italienische Zeitung Il Messaggero dokumentierte über 150 Feuerwehreinsätze allein in der Hauptstadt und umliegenden Provinz. Der Aniene trat über die Ufer und überflutete mehrere Stadtteile. Roms Bürgermeister Roberto Gualtieri forderte Anwohner auf, in ihren Häusern zu bleiben.
Polizei und Feuerwehr mussten aufgrund umgestürzter Bäume, Überschwemmungen sowie Wasserschäden über 150 wetterbedingte Einsätze bewältigen. Laut der Repubblica musste eine Familie infolge des Hochwassers aus ihrem Haus in eine Kirche evakuiert werden.
„Der Tiber hat einen Pegelstand von über acht Metern. Er wird mindestens ein paar Tage gesperrt bleiben, da er das Wasser für mehr als die Hälfte Mittelitaliens aufnimmt und daher nur sehr langsam fließen kann“, erklärte Giuseppe Napolitano, Leiter des Zivilschutzes in Rom, der Repubblica. Man hoffe nun, dass auch der Pegel des Aniene sinkt. Die Generalaudienz von Papst Leo XIV. wurde zudem vom Petersplatz in die Audienzhalle verschoben. (Quellen: Rainews, Il Messaggero, La Repubblica) (jaka)