Langengeisling: In Schulturnhalle geht‘s nass nei

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Volles Haus im Vereinsheim des FC Langengeisling: Rund 80 Bürger ließen sich von OB Max Gotz (r.) informieren. © Gabi Zierz

Abriss und Neubau oder Auslagerung am Sportzentrum? Die marode Turnhalle der Langengeislinger Grundschule war ein Thema in der Bürgerversammlung.

Die marode Schulturnhalle, die Verkehrssicherheit der Kinder, Schnellfahrer und der Hochwasserschutz sind Themen, die den Langengeislingern auf den Nägeln brennen. Das wurde am Dienstagabend in der Bürgerversammlung deutlich. Das Interesse war groß. Rund 80 Bürgerinnen und Bürger aus Langengeisling, Eichenkofen und Altham konnte OB Max Gotz im FCL-Vereinsheim begrüßen.

Nach seinem Überblick über die Stadtfinanzen und Investitionen – darunter Haushaltsmittel 2025 für einen Anbau ans Langengeislinger Feuerwehrgerätehaus – hatten die Bürger das Wort. Steffi Perzl aus Altham sprach die Grundschulturnhalle an. „Es regnet rein, sie ist im Winter wochenlang nicht betretbar“, beschrieb sie die Lage. „Was ist der Plan“, fragte sie Gotz.

Der OB erklärte, es sei baulich sehr schwierig, weil die Situation beengt sei. Rund um die Schule gebe es Bebauung und keinen Platz, auf den die Stadt zugreifen könne. Ob ein Abriss und Neubau der richtige Weg seien, ließ Gotz dahingestellt. Ihm würde ein Neubau Richtung neues Sportzentrum besser gefallen. Auch den Weg dorthin hält er für die Kinder verträglich. Das fand Perzl nicht. „Die Kinder haben nur eine Stunde Schulsport und dann noch ein fünf- bis zehnminütiger Fußweg: Das ist kaum zu bewerkstelligen.“

Kein dritter Zebrastreifen

Rudolf Thalmeier berichtete, dass es schon bei normalem Regen in den kleinen Umkleideraum der Turnhalle rein regne: „Da stehen Eimer.“ Hier soll schnell Abhilfe geschaffen werden. „Der Auftrag ist bereits vergeben“, sagte Stadtbaumeisterin Elke Fischer.

Christiane Stempel erinnerte an die Offene Ganztagsbetreuung, die in Langengeisling nicht möglich sei, weil die Räume fehlten. Hier sprach sich Gotz dafür aus, eine Doppelnutzung etwa von Klassenzimmern zuzulassen.

Stempels zweitem Wunsch nach einem dritten Fußgängerüberweg auf der Alten Römerstraße erteilte der OB eine Absage: „Den wird es mit den Genehmigungsbehörden nicht geben.“ Allerdings könne die Stadt, wie schon in Altenerding, schlecht einsehbare Einmündungsbereiche von Seitenstraßen pigmentieren, um die Autofahrer für auf dem Gehweg radelnde Kinder zu sensibilisieren. „Das hat in Altenerding gut funktioniert.“ Wie es an der Schule weitergeht, will Gotz Anfang 2025 gemeinsam mit der Schulfamilie erörtern.

Verkehrsexperten sollen zudem klären, wie Kinder, die mit dem Rad zur Schule fahren, besser geschützt werden können. Hier wurden neben der Alten Römerstraße auch die Pfarrer-Kerer- und Lindenstraße angesprochen. „Wir schauen, dass wir eine Entschleunigung hinbekommen“, sagte Gotz, appellierte aber auch an die Eigenverantwortung jedes Autofahrers, sich an die Geschwindigkeitsbegrenzungen zu halten.

Zu schnell wird auch auf der Straße Am Weiher gefahren, seit die Parkplätze nur noch auf einer Seite der Einbahnstraße aufgezeichnet seien, kritisierte Anwohner Johannes Fröhler. Er schlug vor, die Parkplätze auf beide Seiten aufzuteilen. Das lehnte Gotz mit Verweis auf die öffentliche Sicherheit ab.

Fehlbach: Wird Ostufer erhöht?

Die Anordnung sei in Absprache mit der Feuerwehr erfolgt, damit sie im Ernstfall durchkomme. Kommandant Jürgen Mesz bestätigte Fröhlers Beobachtung, dass zu schnell gefahren werde. Und: „Wenn du ins Auto rein schaust, sind es oft Mütter, die ihre Kinder zum Training bringen“, sagte er.

Hartmut Witting dankte unter Applaus der Feuerwehr, die beim Hochwasser Anfang Juni mit dem Stapeln von Sandsäcken am Ostufer des Fehlbachs Schlimmeres verhindert habe. Er fragte an, ob das Wasserwirtschaftsamt eine Erhöhung dieser Uferseite plane. Gotz erklärte, die Erkenntnis sei an die Behörde weitergegeben worden.

Ortssprecher Max Tauber kritisierte die Untätigkeit des Wasserwirtschaftsamtes bei der Fehlbach-Brücke in Altham. Dort werde bei Hochwasser der Grund immer stärker ausgespült. „Die werden wir in zwei Jahren nicht mehr haben. Dann läuft der Fehlbach an der Brücke vorbei“, prophezeite er.

Das Problem will Gotz nächsten Dienstag bei einem Ortstermin mit der Behörde zur Eittinger Flutmulde ansprechen. Dazu seien auch die Ortssprecher eingeladen. Auch der Hinweis von Lorenz Hellinger, dass Richtung Eitting an den Banketten nur noch der blanke Kies und kein Gras mehr zu sehen sei, wurde aufgegriffen.

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