Leserkommentare zu Naddel - Promis in Geldnot – „Wer für seine Rente nicht einzahlt, bekommt auch nichts“

Der zugrundeliegende Artikel thematisiert die niedrige Rente von Nadja Abd el Farrag (alias Naddel), die trotz TV-Auftritten nur rund 200 Euro Anspruch hat. Der Beitrag zeigt, dass die gesetzliche Rentenversicherung kein automatisches Fangnetz ist, wenn man nicht regelmäßig einzahlt. 

In den Kommentaren herrscht insgesamt eine kritische bis ablehnende Stimmung gegenüber „Promis in Geldnot“. Etliche Leser fordern umfassende Reformen des Rentensystems und kritisieren, dass manche Berufsgruppen kaum einzahlen. Andere betonen die Eigenverantwortung und loben Beispiele wie Mike Krüger. 

Wenige Stimmen sind neutral-pragmatisch und verweisen auf die Möglichkeit von Aufstockung und Grundsicherung. Eine kleine Gruppe greift Randthemen auf, wie etwa das Bildungsniveau von Prominenten oder die Umverteilungspolitik. Geschätzt entfielen rund 50 Prozent der Meinungen auf harte Kritik Richtung Naddel selbst, die über ihre Mini-Rente verzweifelt ist. 25 Prozent auf Forderungen nach Systemreformen, 10 Prozent auf Lob für Eigenverantwortung, 10 Prozent auf neutrale Ansätze und 5 Prozent auf Sonstiges.

Kritische Stimmen gegen Naddel

Diese Gruppe betont, dass Naddel nicht vorgesorgt habe und nun zu Unrecht jammere. Man wirft ihr mangelnde Arbeitsleistung und Verantwortungsbewusstsein vor.

„Nichts gelernt und nichts geleistet, aber dann jammern, dass die Rente so gut wie nicht ausreicht. Nur im 4. klassigen Unterschichtenfernsehen auftreten reicht halt nicht aus. Die Lernkurve dieser Person ist schon sehr flach“   Zum Originalkommentar

„Hat sie jemals gearbeitet und entsprechende Versicherungsbeiträge gezahlt? Sicher nicht, also aufhören zu jammern.“   Zum Originalkommentar

„Promi-Betthäschen gewesen zu sein, scheint ja nicht allzuviele Rentenpunkte zu generieren.“   Zum Originalkommentar

Anteil der Kommentare: 50%

Systemkritik & Reformwünsche

In diesen Kommentaren wird kritisiert, dass das Rentensystem veraltet sei und dringend reformiert werden müsse. Viele wünschen sich ein einheitliches Einzahlungsmodell für alle Erwerbstätigen.

„Dazu braucht es aber eine lange Übergangszeit. Alle zahlen in die gesetzliche Rentenkasse ein. Beamte, Abgeordnete, Selbständige und Künstler. Wer nicht eingezahlt hat, bekommt nichts und muss aus dem Bürgergeld bedient werden. Das wird aus dem Staatshaushalt bezahlt. Sachfremde Ausgaben werden nicht mehr aus der Rentenkasse bezahlt. Dann geht es ...“   Zum Originalkommentar

„Auf das gleiche System umstellen, wie bei Krankenkassen. Alles zahlen gleich nach Leistungsfähigkeit ein und jeder bekommt im Alter die gleiche Grundrente raus, mit der man normal leben kann!“   Zum Originalkommentar

„Promis, die leben wie die Made im Speck, zahlen nichts ein und jammern dann. Einfach nur peinlich. Beitragspflichtige Pflichtversicherung für alle, Arbeitnehmer, Selbständige, Freiberufler, Künstler und Beamte, wie in Österreich und der Schweiz. Basis das versteuerte Jahresnettoeinkommen. Ergibt genug Einnahmen und soziale Absicherung. Wer ...“   Zum Originalkommentar

Anteil der Kommentare: 25%


Lob für Eigenverantwortung & Mike Krüger

Diese Leser heben das Beispiel von Mike Krüger positiv hervor. Sie loben seine frühzeitige Vorsorge und sehen es als Vorbild, das zeigt, dass sich langfristige Einzahlungen lohnen.

„Ich war nie ein Mike Krüger Fan. Aber für diese klaren Worte und diese Haltung liebe ich ihn. Was soll das "ich bin Promi also gebt mir Geld". Einfach unterirdisch unsozial nachdem man Jahrzehnte mit Geld um sich geschmissen hat.“   Zum Originalkommentar

„Zuerst: Kompliment an Mike Krüger und seine Frau - die haben Hirn bewiesen. Ansonsten: selbst schuld. Wer nichts einzahlt, bekommt nix raus. Kleine Verbesserung an den Autor: die staatlichen Zuschüsse an die Rentenversicherung entsprechen den Ausgaben, die die Rentenversicherung im Auftrag des Staates hat (versicherungsfremde Leistungen). ...“   Zum Originalkommentar

„Erstmal Hut ab vor Mike Krüger! Der hat schon früh verstanden wie es läuft. Finde ich toll. Und bei den anderen kann ich das Gejammer und Gebettel nicht mehr hören Es gibt eine Menge Möglichkeiten für später vorzusorgen - Mike hat es vorgemacht - mich ärgert nur, das wir die dann später sogar noch mit Bürgergeld durchfüttern müssen. ...“   Zum Originalkommentar

Anteil der Kommentare: 10%


Neutrale und pragmatische Stimmen

In diesen Kommentaren wird sachlich auf das Grundprinzip eingezahlt = Rente hingewiesen. Aufstockungsmöglichkeiten wie Grundsicherung werden genannt, ohne große Wertung zu äußern.

„Egal ob Promi oder Normalo, wer in sein Rentensparbuch nicht einzahlt oder zu wenig wird auch wenig bekommen. Und dann noch jammern, wie unsozial ist dass denn vs. denen die tapfer eingezahlt haben.“   Zum Originalkommentar

„Dann muss sie zur Rente noch Grundsicherung beantragen, die gubt es dazu“   Zum Originalkommentar

„Kleine Renten sind nie o.k.“   Zum Originalkommentar

Anteil der Kommentare: 10%

Sonstige Sichtweisen

Diverse Kommentare drehen sich um Nebenaspekte wie Entwicklungshilfe, Bildungsniveau oder Ausgabenpolitik. Häufig werden übergeordnete politische Themen auf das Rententhema übertragen.

„Working poor system der Rente. Vielleicht sollten wir statt 31 Mrd Entwicklungshilfe zu zahlen, diese bei den anderen Ländern beantragen.“   Zum Originalkommentar

„Ich frage mich schon besorgt, wie das Bildungsniveau solcher "Künstler" ist. Jeder Bürger bekommt schon Jahre vorher von der RV einen jährlichen Kontostand geschickt, lesen wird sie ja wohl können?“   Zum Originalkommentar

„...es wird doch dringend noch nach der Finanzierung der Aufrüstung gesucht? ...na einfach mal die Steuersubventionierungen der gesetzlichen Renten streichen - insbesondere weil von all denen bezahlt, die ja gar nie eine gesetzl. Rente bekommen werden, weil nämlich nicht Versicherte! - ...schon gibt's grob 130 Milliarden für Pistorius ...jedes Jahr! ...“   Zum Originalkommentar

Anteil der Kommentare: 5%


Die Diskussion um Naddels geringe Rente zeigt, wie konträr die Meinungen vieler Leser sind. Haupttenor ist jedoch: Wer in Deutschland nicht konsequent in die Rentenkasse (oder vergleichbare Alternativen) einzahlt, darf sich später nicht wundern, wenn die Bezüge gering ausfallen. Gleichzeitig rufen viele nach einer gerechteren Verteilung oder einem einheitlichen System für jedermann. Wie denken Sie: Sollte jeder Bürger – vom Promi bis zum Beamten – gleichermaßen in die gesetzliche Rente einzahlen?