„Sind erleichtert, den Sprung geschafft zu haben“: Bei oberbayerischer Umgehungsstraße stehen die Zeichen auf Baubeginn

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Der erste Teil der Tölzer Nordspange – und zwar vom östlichen Ende bei Greiling bis etwas weiter als zum Anschluss an die B13 – wird voraussichtlich von Oktober 2025 bis Herbst 2027 gebaut. © Steppan, Andreas/Münchner Merkur

Das Staatliche Bauamt hatte den Baubeginn der Tölzer Nordspange für diesen Oktober angekündigt. Wie ein Behörden-Sprecher erklärt, läuft alles nach Plan.

Bad Tölz – Der Bau der Tölzer Nordspange ist ein Großprojekt, das schon seit vielen Jahren vorbereitet wird. Im Schlussspurt vor dem für Oktober angekündigten Baubeginn sind nun allerdings keine weiteren Verzögerungen zu vermelden. Der jüngste Schritt auf dem Weg zur Umsetzung der Umgehungsstraße: Das Staatliche Bauamt hat dieser Tage eine Baufirma ausgewählt, die mit dem ersten Bauabschnitt, dem sogenannten „Hauptbaulos Ost“, beauftragt wird.

Bau der Nordspange in Bad Tölz soll zeitnah beginnen

„Derzeit gehen wir davon aus, dass wir in der ersten Oktoberwoche den Bauvertrag geschlossen haben und mit dem Bau zeitnah und planmäßig beginnen können“, erklärt Raphael Zuber vom Staatlichen Bauamt Weilheim auf Anfrage unserer Zeitung. Zuber leitet in der Behörde die Abteilung Großprojekte. Ihm zufolge hat das Staatliche Bauamt die Ausschreibungsunterlagen am 30. Mai veröffentlicht. Dabei ging es um die Herstellung des ersten Teilstücks der Nordspange, nämlich den rund 1500 Meter langen Abschnitt zwischen der Abzweigung von der B472 bei Greiling bis zum Bahnübergang Allgaustraße. Die Auftragssumme für diesen Teil der Umgehungsstraße liegt laut Zuber bei etwas über 20 Millionen Euro. Insgesamt wird für die Nordspange mit Kosten von 59,9 Millionen Euro kalkuliert.

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„Es haben mehrere Baufirmen vorrangig aus dem südbayerischen Bereich ein Angebot abgegeben“, berichtet der Abteilungsleiter. „Zügig und ohne weitere Probleme“ habe die Behörde ab Ende Juli die Angebote „werten und prüfen“ können. Mitte August habe das Bauamt dann den ausgewählten „Bestbieter“ den vorgesetzten Dienststellen mitgeteilt. Hintergrund: Ab einem Auftragsvolumen von 10 Millionen Euro sei es erforderlich, die Zustimmung des Bundesverkehrsministeriums einzuholen. „Diese Zustimmung haben wir sehr zügig nach nur zweiwöchiger Prüfzeit auf Bundesebene erhalten“, berichtet Zuber.

Vertrag mit Baufirma soll Anfang Oktober stehen

Just am vergangenen Donnerstag habe die Weilheimer Behörde die Bieter, die in die engere Wahl gekommen waren, über die Auftragsvergabe informiert. „Nach den Vergaberegularien stehen den Bietern, die nicht zum Zuge gekommen sind, nun zehn Tage Einspruchsfrist gegen die Auftragsvergabe zu“, erklärt Zuber. „Ist diese Zeit verstrichen, ist der Vertrag mit dem Bestbieter geschlossen.“

Vom Bauablauf her sollen zwei Maßnahmen am Anfang stehen: Zum einen wird die Allgaustraße verlegt. Sie wird künftig nördlich parallel zur künftigen Umgehungsstraße verlaufen. Die jetzige Allgaustraße wird später zurückgebaut. Zudem soll laut Zuber zu Beginn der Arbeiten die Anschlussstelle zwischen der „B 472 neu“ – also der Nordspange – und der B13 hergestellt werden. Den grundsätzlichen Bauablauf habe das Bauamt zwar vorgegeben, so der Abteilungsleiter. Konkreteres sagen könne man aber erst, sobald ein erster Bauablaufplan der Baufirma vorliege.

Nordspange: Vorbereitende Maßnahmen pünktlich fertig

Von den vorbereitenden Maßnahmen her, die zuletzt noch ausstanden, stehe einem Baubeginn ebenfalls nichts im Wege: Sie seien pünktlich abgeschlossen worden. „Die Leitungsverlegungen der Fernwärme durch die Stadtwerke und von Gasleitungen durch die Energienetze Bayern im Bereich der Allgaustraße sind aufgrund der guten Abstimmung und Zusammenarbeit zwischen den Beteiligten ohne Einfluss auf den Bauzeitenplan erfolgt“, stellt Zuber fest.

Sein Fazit: „Wir sind mit Abschluss des Bauvertrages sehr erleichtert, den Sprung in die bauliche Abwicklung vor Ort geschafft zu haben.“ Zuber zeigt sich „optimistisch, gemeinsam mit der dann beauftragten Baufirma und den zuständigen Ingenieurbüros der ersehnten Verkehrsentlastung vor Ort näherzukommen“. (ast)

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