Erneut schweres Zugunglück in Spanien: Ein Toter, viele Verletzte

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In Katalonien kommt es bei einem Sturm zu einem weiteren Zugunglück. Ein Mensch stirbt, über 30 weitere verletzen sich. Was über den Unfall bei Barcelona bekannt ist.

Barcelona – Zwei Tage nach dem schweren Zugunglück in Südspanien mit mindestens 42 Toten hat sich in Katalonien im Nordosten des Landes einen weiterer Unfall mit einem Nahverkehrszug ereignet. Die Folge: Ein Toter und 37 Verletzte. Bei dem Toten handele es sich um den Zugführer, teilte der regionale Rettungsdienst auf der Plattform X mit.

In Gelida in Spaninen kommt es innerhalb kurzer Zeit erneut zu einem Zugunglück.
In Gelida in Spaninen kommt es innerhalb kurzer Zeit erneut zu einem Zugunglück. Einsatzkräfte arbeiten am Ort der Entgleisung. © Joan Mateu Parra/dpa

Auf Bildern von Onlinemedien war die zerstörte Frontpartie des Zuges zu sehen. 20 Krankenwagen und Dutzende Sanitäter sowie Helfer seien an der Unglücksstelle nahe dem Ort Gelida östlich von Barcelona im Einsatz, teilte der Zivilschutz Kataloniens in der Nacht auf Mittwoch via X mit.

Erneutes Zugunglück in Spanien – Ein Toter, mehrere Verletzte

Demnach war eine Stützmauer während eines heftigen Sturms mit starkem Regen auf die Gleise gestürzt und traf auch den Zug der Linie R4 im Nahverkehrsnetz Rodalies. Gerade in den Abendstunden sind diese Züge an Wochentagen voll besetzt und viele Passagiere müssen im Stehen reisen.

Am stärksten betroffen waren die Passagiere in dem ersten Waggon des Zuges. Die Feuerwehr erklärte, ein Passagier habe aus dem Zug befreit werden müssen. Die Rettungskräfte setzten in der Dunkelheit Taschenlampen ein, um die Trümmer des entgleisten Bahnwagens zu untersuchen, wie ein Reporter der Nachrichtenagentur AFP berichtete. Demnach hatte der Aufprall den Waggon in eine Masse zusammengepressten Metalls verwandelt.

Das Unwetter hatte nicht nur nahe dem Ort Gelida seine Auswirkungen. Zuvor war schon ein anderer Rodalies-Nahverkehrszug der Linie R2 weiter nördlich nahe dem Ort Blanes wegen eines Erdrutsches entgleist. Der Zug verlor eine Achse, über Verletzte wurde nichts mitgeteilt. 

Unwetter in Spanien mit Folgen – Behörden warnten vor Sturm „Harry“

Unterdessen konnten Rettungskräfte das Fahrzeug eines Mannes finden, das von Wassermassen in einem normalerweise trockenen Flusslauf, einer Riera, bei dem Ort Palau-Sator mitgerissen worden war. Wie die Feuerwehr informierte, sei in dem Auto ein Toter gefunden worden.

Die Behörden hatten in einigen Gebieten Kataloniens wegen des starken Sturms „Harry“ mit Windgeschwindigkeiten bis zu 80 Kilometer pro Stunde und starken Niederschlägen Alarmstufe Rot ausgerufen. Wegen meterhoher Wellen war auch gewarnt worden, sich auf keinen Fall Hafenmolen und Stränden zu nähern. (Quellen: dpa, AFP) (mbr)

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