Steingadener haben die Faschings-Messlatte hochgelegt

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Der Hubschrauber und Wagen vom „Kampfplatz Lechbruck“ hüllte sich während des Umzugs mehrmals in Nebel. © Manfred Ellenberger

Einen ausgelassenen Tag erlebten die Besucher am Samstag beim heuer dritten Faschingsumzug in Steingaden. Der fand, verglichen mit Umzügen andernorts, äußerst früh statt, legte die Messlatte dabei aber bereits sehr hoch.

Steingaden – Die Vorbereitungen hatten bereits in der Früh begonnen, als sich die mehreren hundert Teilnehmer auf den Weg nach Steingaden zu den Aufstellungsorten machten. Die annähernd 50 Wagen und Fußgruppen nahmen entlang zweier Straßen Aufstellung. Angesichts der vielen sehr großen Motivwagen ging es dabei auf dem Weg zur einzunehmenden Position bisweilen ziemlich eng zu.

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Um 13.30 Uhr war es dann so weit: Der eindrucksvoll lange Faschingszug setzte sich mit dem örtlichen Musikverein vornweg Richtung Dorfzentrum in Bewegung. Im gesamten Streckenverlauf wurden die phantasievoll geschmückten Wagen und Fußgruppen mit ihren kreativen und bunt gestalteten Kostümen bereits von den vielen Besuchern aus Steingaden und Umgebung erwartet, so dass schnell allerbeste Faschingsstimmung aufkam.

„Da Winter gibt nichts her, drum fohr ma aufn Teer“ war auf dem Motivwagen des Burschenvereins Saulgrub zu lesen.
„Da Winter gibt nichts her, drum fohr ma aufn Teer“ lautet das Motto des Burschenvereins Saulgrub. © Manfred Ellenberger

Die Teilnehmer am Umzug kamen neben Steingaden etwa aus Schwangau, Roßhaupten, Böbing, Fuchstal oder Nesselwang. Aber auch von weiter entfernt wie Waltenhofen und Niedersonthofen waren Teilnehmer mit ihren Motivwagen angereist. Gemeinsam war allen der ansehnliche Ideenreichtum bei der Themengestaltung.

Auch Gasthof Post ist Thema

Dass die Wiederbelebung des Gasthofs Post (wir berichteten) für die Steingadener ein wichtiges Thema ist, war schon daran zu erkennen, dass die Fußgruppe vom Steingadener Hopfenfeld, die sich diesem angenommen hatte, gleich hinter dem Musikverein mit der Devise „Hurra, Gasthof Post ist zurück! Wirt gesucht für unser Glück“, eingereiht hatte. Und der aus der Nachbargemeinde angerückte „Kampfplatz Lechbruck“ hatte sehr gelungen einen über ihrem Wagen „fliegenden“, wohl bemerkt bemannten Hubschrauber dabei.

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Hinzu kamen Göttergestalten aus Ägypten, eine Mallorca-Party-Crew, Après-Ski, Asterix und Obelix und noch viele weitere Motive. Sie alle trugen zur guten Laune und ausgelassenen Stimmung bei. Aufgrund der großen Anzahl an Wagen und Fußgruppen mit ihren unterschiedlichen Themen wurde den Besuchern entlang der Welfenstraße und hernach beim Passieren des Marktplatzes über Lautsprecher mitgeteilt, wer gerade – oftmals eingenebelt – an ihnen vorbeifährt, -läuft oder -tanzt.

Mehrere Garden, wie hier die Prinzengarde Hohenfurch, zeigten auf der OpenAir-Bühne im Fohlenhof den begeisterten Besuchern ihre oftmals mit vielen akrobatischen Einlagen gespickten Tanzvorführungen.
Mehrere Garden wie hier die Prinzengarde Hohenfurch zeigten auf der Open-Air-Bühne im Fohlenhof ihre Tänze. © Manfred Ellenberger

Das war auch bei der sich nahtlos anschließenden Open-Air-Party im Innenhof des Gemeindezentrums der Fall. Dorthin strömten ganz viele der vom Umzug begeisterten jungen Besucher, um sich bei der von „DJ Tom Gierl“ und „DJ Tomix“ aufgelegten Musik mit ihrem Mix aus fetzigen Beats und stimmungsvollen Klängen zum Tanzen noch weiter in Feierlaune versetzen zu lassen.

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Für ausgelassene Stimmung sorgten auch die Jugend- als auch die Prinzengarde Schongau sowie die Prinzengarde Hohenfurch, die Männergarde Altenstadt und „Frohsinn 2000“ aus Peißenberg. Deren Mitglieder zeigten auf der Bühne den Besuchern ihre mit vielen akrobatischen Einlagen gespickten Tanzvorführungen.

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