AC Penzberg verliert auch den Rückkampf, ist mit Saisonverlauf aber zufrieden

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AC Penzberg, Ringen, 2025, Rückkampf in Aufstiegsrelegation zur Bayernliga, ASV Hof II vs AC Penzberg 17:10. © privat

Die Ringer des AC Penzberg unterlagen in der Relegation zur Bayernliga erneut. Trotzdem sprechen die Verantwortlichen von einem vollen Erfolg.

Penzberg – Die große Überraschung ist ausgeblieben, die Ringer des AC Penzberg haben auch den Rückkampf zur Bayernliga gegen den ASV Hof II verloren. Vorstandschaft und Trainer können dem Umstand, dass die Mannschaft eine weitere Saison in der Landesliga antritt, durchaus etwas Positives abgewinnen. So können „besonders die jungen Sportler hier noch gute Erfahrung sammeln“. Und über junge Akteure verfügen die Penzberger reichlich.

AC Penzberg, Ringen, 2025, Rückkampf in Aufstiegsrelegation zur Bayernliga, ASV Hof II vs AC Penzberg 17:10.
Top-Duell: Penzbergs Clemens Seidler (r.) bezwang Marco Zeh mit technischer Überlegenheit. © privat

Das Team, das in Hof vor knapp 500 Zuschauern antrat, wies einen Altersschnitt von 22 Jahren auf – und das inklusive der beiden Routiniers Christian Fahning (36) und Clemens Seidler (33). In der jungen Athletenclub-Truppe „liegt noch viel Potenzial“, sind die Funktionäre überzeugt. Auch wenn die beiden Duelle mit dem ASV Hof II letztlich klar verloren gingen (Gesamtergebnis 19:41), so war die Saison dennoch „ein voller Erfolg“, so Schriftführer Thomas Kramer. Immerhin stand der Meistertitel in der Süd-Staffel zu Buche – mit der Bilanz von zwölf Siegen und zwei Niederlagen.

Nach dem 9:24 in heimischer Halle waren die Penzberger mit dem Ziel nach Hof gereist, „sich deutlich besser zu verkaufen als noch eine Woche vorher“. Das Festessen an den Feiertagen wollte man allerdings keinem Ringer verwehren. So kam es, dass es innerhalb des Teams mehrere Umstellungen gab, da der ein und andere eine Gewichtsklasse aufrücken durfte. Am Ende war der Abstand zwischen beiden Teams beim 10:17 aus AC-Sicht tatsächlich geringer als die Woche davor.

Die 57-Kilo-Klasse besetzte dieses Mal Konstantin Reigl. Im Griechisch-Römisch-Duell mit Khalid Mazhetov hielt er im Stand anfangs gut mit, geriet im Boden aber in eine Kopfklammervariante und wurde geschultert. Fabian Probst (130 Kilo) musste im von ihm ungeliebten Freistil gegen den 15 Kilo schwereren Christoph Neidhardt ran. Der Hofer spielte seine körperlichen Vorteile aus, was sich in einem 8:0 niederschlug – drei Punkte wanderten so aufs Gastgeber-Konto. Neidhardt hatte während der Saison in der Nord-Staffel zehn seiner zwölf Kämpfe gewonnen.

Erste Punkte in 61-Kilo-Klasse

Fürs erste Erfolgserlebnis der Penzberger sorgte Johannes Fischer, der in die 61-Kilo-Klasse (Freistil) aufgerückt war. Gegen den größeren Elias Dilmann holte er insbesondere mit einer Armklammer Wertungen. Am Ende reichte es zu einem 1:0-Punktsieg. Nikolas Heissig (98 Kilo/Griechisch-Römisch) musste dagegen vier Zähler abgeben. Kontrahent Lukas Fleischer, der über Erfahrung aus der Regionalliga verfügt, „marschierte von Beginn an nach vorne“, so die Penzberger. Heissig erhielt dagegen nach vier Minuten die dritte Verwarnung wegen zu passiven Ringens, der Kampf war somit zu Ende.

Im letzten Kampf vor der Pause zeigte Penzbergs Mustafa Karaismailoglu, dass er auch eine Klasse höher (66 Kilo/Griechisch-Römisch) nicht zu bezwingen ist. Obwohl angeschlagen, gewann er ein umkämpftes Duell gegen Bünyamin Satar mit 19:14 (2:0).

AC-Cheftrainer Clemens Seidler (86 Kilo/Freistil) gelang zum Auftakt der zweiten Hälfte ein technisch überlegener Sieg gegen Marco Zeh. Durch einen sehenswerten Kreuzwurf und mit Beinschrauben hatte er nach 40 Sekunden den nötigen Punkteabstand zusammen. Seidler holte damit den 27. Sieg im 27. Saisonkampf; Zeh war in 20 Duellen 16-mal erfolgreich gewesen. Eine Aufholjagd gelang Benedikt Gattinger (71 Kilo/Freistil): Nach der ersten Runde lag er gegen Raphael Mölinger mit 0:5 zurück. Danach kontrollierte der Penzberger den Kampf. Mit einer Schleuder wenige Sekunden vor Schluss sicherte er sich den 7:5-Erfolg (1:0). Florian Dürr (80 Kilo/Griechisch-Römisch) bestach im Kampf mit Kevin Zeh durch „geschicktes Agieren besonders am Mattenrand“. Mit einem 15:9 bescherte er dem Athletenclub zwei Zähler. Penzberg war somit auf 10:11 an die Gastgeber herangerückt.

Schnell auf den Schultern

Weitere Punkte holten die Bayrisch Felser allerdings nicht mehr. Emil Klinski (75 Kilo/Griechisch-Römisch) landete gegen Nick Hartung in der ersten Minute auf den Schultern. Christian Fahning (75 Kilo/Freistil) musste gegen den in der Landesliga ungeschlagenen Mahdi Hijran Gullistani einen 0:3-Punktniederlage hinnehmen, zeigte dabei aber eine starke Leistung. Erst lag der Hofer vorn, doch Fahning spielte danach seine Erfahrung aus und ging mit 4:2 in Führung. Im weiteren Verlauf holte Gullistani, der heuer in der Regionalliga zu fünf Einsätzen gekommen war, mit schnellen Angriffen immer wieder Punkte zu einem 10:4-Sieg.

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