Zweimal im Hintertreffen: Athletenclub-Ringer in der Aufstiegsrunde jetzt besonders gefordert

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Engagiert, aber letztlich unterlegen: Die Schüler des AC Penzberg (hier bei der Teampräsentation) mussten sich vor rund 130 Zuschauern den Gästen vom SC Isaria Unterföhring II mit 15:38 geschlagen geben. © Ac Penzberg/privat

Für die Männer und Schüler des AC Penzberg lief der jeweils erste Aufstiegskampf nicht nach Wunsch. Beide müssen nun am Samstag auswärts hohe Siege einfahren.

Penzberg – Die erste Runde in den Aufstiegskämpfen ist sowohl für die Männer als auch die Schüler des AC Penzberg absolut nicht nach Wunsch verlaufen. Beide Mannschaften verloren ihr Duell in heimischer Halle. In den Rückkämpfen am kommenden Samstag, 27. Dezember, müssen auswärts nun hohe Siege her, um das Blatt noch zu wenden. Für die Männer geht es um den Sprung in die Bayernliga, für die Schüler um den Aufstieg in die Bezirksoberliga.

So lief der Kampf der Männer:

300 Zuschauer sorgten in der landkreiseigenen Turnhalle am Familienbad für „eine hervorragende Stimmung“, berichtete AC-Schriftführer Thomas Kramer. Allzu viel zum Jubeln kamen die AC-Fans aber nicht. Denn der ASV Hof II, Meister der Landesliga Nord, gewann das Duell mit dem Sieger der Süd-Staffel mit 24:9. Dem deutlichen Ergebnis zum Trotz war es „ein intensiver und über weite Strecken spannender Mannschaftskampf“, betonten die Gäste. Die Hofer wähnen sich noch lange nicht am Ziel: Die Aufgabe im Rückkampf „darf trotz des Polsters nicht unterschätzt werden“.

Für die Aufstiegsrunde mussten sich beide Teams umstellen: Gekämpft wird nach dem früher in allen bayerischen Ligen gängigen Modus mit insgesamt zehn Kämpfen. Er kommt auch ab der Bayernliga aufwärts zur Anwendung. Die Mannschaftsvergleiche in den Klassen darunter werden seit einigen Jahren mit 14 Kämpfen (sieben Gewichtsklassen, beide Stilarten) ausgetragen.

Johannes Fischer (57 Kilo/Freistil) hatte die Ehre, den Abend zu eröffnen. Gegen Khalid Mazhetov, der acht seiner zwölf Kämpfe in der Saison hatte gewonnen hatte, landete er mehrmals in schwierigen Situationen, aus denen er sich immer befreite. Den Sieg Mazhetovs durch technische Überlegenheit vermochte Fischer aber nicht zu verhindern. Fabian Probst (130 Kilo/Griechisch-Römisch) stand dem Regionalliga-erfahrenen und körperlich überlegenen Lukas Fleischer gegenüber. Mit einer aktiven Ringweise sicherte sich Fleischer ein 10:0, was drei Punkte für Hof bedeutete.

28. Erfolg im 29. Saisonkampf

Danach durften die heimischen Anhänger erstmals jubeln: In der 61-Kilo-Klasse bewies Mustafa Karaismailoglu seine gewohnte Stärke. Den Hofer Jonas Möllinger zwang er im griechisch-römischen Stil auf die Schultern. Für den AC-Kämpfer war es der 28. Sieg im 29. Saisonkampf. Nikolas Heissig (98 Kilo/Freistil) landete im Duell mit dem erfahrenen Benjamin Giegold auf den Schultern. Ahmad Lazkani (66 Kilo/Freistil) wehrte sich tapfer gegen Bünyamin Satar. Der Athlet aus Hof sammelte acht Punkte, was ihm ein 3:0 einbrachte. Zur Pause lagen die Penzberger mit 4:14 hinten. „Ernüchternd“, so Schriftführer Kramer.

Florian Dürr (86 Kilo/Griechisch-Römisch) hatte gegen Marco Zeh „in strittigen Aktionen immer das Nachsehen“, teilte der AC mit. Beim Stand von 23:6 stand der Sieg Zehs durch technische Überlegenheit fest. Sein Comeback nach einer Verletzungspause gab Benedikt Gattinger (71 Kilo/Griechisch-Römisch) – er traf auf Raphael Möllinger. „Ein echtes Kraftduell“, so beschrieben die Gäste den Kampf. Zur Pause lag Gattinger mit 0:2 zurück, am Ende gewann er mit 4:2. Ein Punkt wanderte somit aufs Penzberger Konto. Die Gäste waren damit zufrieden und sahen darin „einen wichtigen Faktor im Gesamtverlauf“.

Gewohnt souverän agierte Clemens Seidler (80 Kilo/Freistil): Er holte in der ersten Runde mit einer Beinschraube die nötigen Punkte zum technisch überlegenen Sieg. Routinier Christian Fahning (75 Kilo/Freistil) wurde von Mahdi Gullistani mehrmals ausgekontert, was sich in einem 0:2 (2:9) auf der Ergebnistafel widerspiegelte. Im letzten Kampf absolvierte Emil Klinski (75 Kilo/Griechisch-Römisch) sein Debüt in der ersten AC-Mannschaft. Nach 47 Sekunden wurde er nach einem Kopfzug von Nick Hartung geschultert.

So lief der Kampf der Schüler:

Für die AC-Schüler, Meister der Bezirksliga A, ging es gegen den SC Isaria Unterföhring II, den Ersten der Bezirksliga B. Mit 15:38 mussten sich die Hausherren vor rund 130 Zuschauern geschlagen geben. Die Gäste hatten einige Kämpfer in ihren Reihen, die während der Saison in der ersten Mannschaft in der Bezirksoberliga erfolgreich waren.

Anton Wernhard (29 Kilo) wurde im Duell mit Kjer Schmitt zweimal geschultert. Zwei Punktsiege gelangen Ghais Lazkani (33 Kilo), der sich mit Bruno Müller enge Kämpfe geliefert hatte (2:0/1:0). Für Latin Lazkani (37 Kilo) gab es gegen Alexander Rodionov nichts zu holen – im Freistil wurde er geschultert, im Graeco-Stil unterlag er nach Punkten (0:3). Zwei Niederlagen musste auch Jonas Eßel (41 Kilo) hinnehmen, er wurde von Michael Soller auf die Schultern gezwungen.

In der 46-Kilo-Klasse gab es für die Penzberger die Maximalzahl an Punkten. Martin Buchner gewann im griechisch-römischen Stil technisch überlegen gegen Volkan Gavriilidis. Da der SCI-Kämpfer zusätzlich noch über dem Gewichtslimit lag, bekam auch Maximilian Fecht (Freistil) vier Zähler zugesprochen. In der 51-Kilo-Klasse gab es für die Penzberger Sieg und Niederlage: Sebastian Eßel gelang im griechisch-römischen Stil ein Punktsieg (2:0) gegen Abdullah Alezzo. Im Freistil musste sich Maximilian Fecht dem SCI-Kämpfer aufgrund dessen technischer Überlegenheit geschlagen geben.

Konstantin Reigl (62 Kilo) trat zweimal gegen Morten Höfs an: Im Freistil verlor der Penzberger nach Punkten, im Graeco-Stil landete er auf den Schultern. In der 80-Kilo-Klasse war die Bilanz ausgeglichen. Leonhard Dürr (Griechisch-Römisch) war gegen Sef Omar körperlich unterlegen; der Unterföhringer siegte technisch überlegen. Ahmad Lazkani hingegen konnte im freien Stil mit seinen schnellen Beinangriffen punkten und so gewinnen (2:0).