Die 24. Tölzer Rosentage lockten wieder tausende Besucher in die Kurstadt. Zwischen Regengüssen und Sonnenschein fällt die Bilanz ganz zufrieden aus.
Bad Tölz – Zum Einstand war es nass und ungemütlich, zum Ausklang sonnig und angenehm: Die 24. Tölzer Rosentage am Pfingst-Wochenende waren von einem Wettermix begleitet. Vor allem der verregnete Samstag machte den Händlern zu schaffen, denn die Besucherzahlen hielten sich in Grenzen. Der Sonntag dagegen und der Montag sorgten mit Sonnenstrahlen für regen Betrieb. Zum Schluss zeigten sich viele Händler und auch Organisatorin Michaela Dorfmeister zufrieden mit dem Verlauf des Marktes in den drei Gärten des ehemaligen Franziskanerklosters.
Regengüsse am Samstag: „Tut in der Seele weh“
Besonders schön sei die Eröffnung am Freitag gewesen, die vom Lebenshilfe-Kindergarten mitgestaltet wurde, bilanzierte Dorfmeister am Montag. Regengüsse wie die vom Samstag habe es bei den Rosentagen in Bad Tölz ja schon öfters gegeben. Doch die Atmosphäre, wenn der Regen auf die Verkaufsstände prasselt, „tut einem immer wieder in der Seele weh“.
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Dabei haben die Aussteller den Schlechtwettertag unterschiedlich erlebt. „Da sind Leute gekommen und haben sich bei uns ein bisschen untergestellt. Bei dieser Gelegenheit haben sie dann auch unsere Sachen angeschaut und gekauft“, erzählte das Team von der Firma „Joyvita“, die eine Auswahl an bunten Baumwoll-Sommerröcken, hergestellt im Rahmen eines Sozialprojekts in Indien, im Angebot hatte.
Viele Besucher erweisen sich als wetterfest
Nicht ganz abgebrochen war auch das Geschäft am Tresen der Kosmetikmanufaktur Saponify mit ihrem Sortiment an Dusch-, Haar- und Dental-Seifen aus rein natürlichen Zutaten. „Und es war trotz der unguten äußeren Umstände keine schlechte Stimmung bei den Kunden zu spüren“, sagte Chefin Ulrike Kolb. Zu den wetterfesten Besuchern gehörten unter anderem Manuela und Martin Sporer aus Tirol – sie hatten am Freitag ein Roland-Kaiser-Konzert in München besucht und wollten auf dem Heimweg am Samstag unbedingt bei den Rosentagen vorbeischauen.
Vorträge und Workshops im Begleitprogramm
Dass sich am Sonntag die Sonne behaupten konnte, setzte das Warenangebot in ein neues Licht und die Menschen in neuen Schwung – die Wege entlang der Buden und Zelte waren gut gefüllt. Eine Familie aus Taufkirchen interessierte sich vor allem für das kunsthandwerkliche Spektrum, „weil man da immer wieder Anregungen findet“. Die Schau sei insgesamt recht schön, aber der Eintrittspreis etwas zu hoch, meinte eine andere Gruppe.
Wie üblich gab es im Begleitprogramm spezielle Vorträge und Workshops. Zum ersten Mal in Bad Tölz vertreten war die Gärtnerei Böhmer aus Farchant. „Wir haben schon öfter mit dem Gedanken gespielt, bei den Rosentagen mitzumachen, aber das ist arbeitsmäßig nicht so einfach zu bewerkstelligen“, sagte die junge Chefin. Heuer habe sie sich kurzfristig entschlossen und für ihre prächtige Pflanzenauswahl gerade noch einen Platz im Franziskanerpark bekommen.
Luftakrobatik sorgt für Bewunderung
Ebenfalls zum ersten Mal dabei waren Axel Berger und Simone Heitinga mit ihrer Luftakrobtik-Performance. Heitingas Rolle als „Rosenkönigin“ in Vertikaltüchern, von Axel Berger mit Klangschale, Kalimba, Muschelketten und Windspiel in eine märchenhafte Aura versetzt, fand bewundernde Zuschauer.
Gleich nebenan war für das leibliche Wohl gesorgt: Da gab es Streetfood aus Äthiopien, Kaiserschmarrn aus Salzburg oder das längst bekannte Kaffee- und Kuchenangebot vom Fischbacher Frauenkreis. „Gerade diese Vielfalt ist es, die mir an den Rosentagen gefällt“, urteilte Kunstmalerin Lioba Siemers, mit ihren erfrischenden Bildern ein fester Bestandteil der Verkaufsschau. „Diese Vielfalt der Produkte, die Vielfalt der Besucher und die tolle Lokalität hier sind etwas Besonderes.“ (Rosi Bauer)