Die Tourismus-Zahlen im Landkreis Miesbach waren im ersten Quartal dieses Jahres rückläufig. Die REO macht den schneearmen Winter und die Verschiebung der Ferienzeiten dafür verantwortlich.
Landkreis - Insgesamt 111 901 Gäste konnte die Alpenregion Tegernsee Schliersee in den Monaten Januar, Februar und März begrüßen. Die Tourismusstatistik, die das Kommunalunternehmen Regionalentwicklung Oberland (REO) nun für das erste Quartal 2025 vorgelegt hat, zeigt aber auch: Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum gab‘s sowohl bei den Gästen (minus 5,8 Prozent) als auch bei den Übernachtungen (minus 7,1 Prozent) eine rückläufige Entwicklung.
REO: Schneearmer Winter hat Gäste gekostet
„Während im Januar die Werte noch etwas höher lagen als im Vorjahr, sind vor allem der Februar und März für die Rückgänge verantwortlich“, teilt die REO mit. Die Touristiker machen zum einen den „schneearmen Winter“, zum anderen die Verschiebung der Ferienzeiten für die Zahlen verantwortlich. 2024 lag ein Teil der Osterferien schon im ersten Quartal, heuer starteten sie erst Mitte April.
Zuwächse gab‘s lediglich in Gmund und Bad Wiessee
Erfasst werden bekanntlich die Daten aus den acht kurbeitragserhebenden Orten des Landkreises Miesbach. Bei den Ankünften im ersten Quartal konnten lediglich Bad Wiessee (plus 5,3 Prozent) und Gmund (plus 8,5 Prozent) zulegen. In allen anderen Orten gingen die Gästezahlen zurück. Am heftigsten traf es Tegernsee mit einem Minus von 10,4 Prozent. Bei den Übernachtungen gab es nur einen Ausreißer „nach oben“: Einzig für Gmund wurde eine Steigerung verbucht (plus 6,9 Prozent), wenn auch auf einem deutlich niedrigeren Gesamtniveau. Alle anderen Orte blieben hinter ihren Zahlen von 2024 zurück. Negativ-Spitzenreiter war hier Rottach-Egern mit einem Minus von 11,3 Prozent, gefolgt von Schliersee mit minus 10,7 Prozent. Die anderen Kommunen blieben einstellig vor dem Komma.
Rund 21.000 Übernachtungen weniger im Monat Februar
Den deutlichsten Knick bei den Übernachtungen, so zeigt die Statistik, brachte tatsächlich der Februar: In diesem Monat gab es im Landkreis rund 21.000 Übernachtungen weniger als im Februar 2024. Bei den Gästen wurde ein Rückgang von etwa 4000 Ankünften registriert. Im März waren es rund 13.000 Übernachtungen und etwa 6000 Ankünfte weniger als 2024, im Januar noch 5500 Übernachtungen und 3000 Ankünfte mehr als im Vergleichsmonat des Vorjahres.
Gmund bei Übernachtungen noch immer Schlusslicht
Bei allen Auf und Abs: Insgesamt brachte es Schliersee im internen Ranking der Tourismusorte im Landkreis immer noch mit Abstand auf die meisten Gäste-Ankünfte (29.257), bei den Übernachtungen hatte im ersten Quartal 2025 Bad Wiessee die Nase vorne (90.809). Trotz seiner Zugewinne ist Gmund bei den Übernachtungen (11.917) noch immer das Schlusslicht, bei den Ankünften ist dies Fischbachau (5887). Was die Aufenthaltsdauer anbelangt, so blieben die Gäste laut REO im ersten Quartal 2025 im Schnitt 3,41 Tage in der Alpenregion Tegernsee Schliersee. Das ist – statistisch gesehen – 0,04 Tage kürzer als im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Am längsten blieben die Gäste in Bad Wiessee (6,06 Tage), am kürzesten in Gmund (1,86).
Hier finden Sie die Tourismuszahlen für das gesamte Jahr 2024
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