Mit einem humorigen Festakt sagt Walter Zellmeier nach 16 Jahren am Viscardi-Gymnasium „Auf Wiedersehen“
Er strahlt eine Vitalität, eine Freundlichkeit und einen Humor aus, die einen sofort einnehmen. Nach 16 Jahren als Schulleiter des Viscardi-Gymnasiums wurde Oberstudiendirektor Walter Zellmeier in den Ruhestand verabschiedet. Neben den Kolleginnen und Kollegen aus den eigenen und benachbarten Gymnasien waren die Bundestagsabgeordnete Kathrin Staffler und ihr Kollege Michael Schrodi, Landrat Thomas Karmasin, Landtagsabgeordnete Gabriele Triebl, Oberbürgermeister Christian Götz und die Ministerialbeauftragte Brigitte Grams-Loibl unter den Ehrengästen.
Besser im Zelt
Die Verabschiedung an sich war facettenreich und vor allen Dingen humorvoll gestaltet. Von großen und langen Dankesreden wurde bewusst Abstand genommen. In einem lockeren Gespräch am Bistrotisch bedankte sich Landrat Thomas Karmasin bei Zellmeier für die tolle und unkomplizierte Zeit. Karmasin selbst war froh, dass die Feier im schuleigenen Zirkuszelt stattfand. Denn da könne ja mit dem Dach nichts schiefgehen, erklärte er - in Anspielung auf sanierungsbedürftige Schulen im Landkreis.
Brucks Oberbürgermeister Christian Götz sagte, er habe stets einen positiven Geist der Schule wahrnehmen können, der ganz wesentlich vom Schulleiter ausging. Der Elternbeirat bedankte sich musikalisch mit Mike Krügers Schlager „Mein Gott Walther“ dessen Text umgedichtet wurde.
Immer offen
Schülersprecher Ömer Atalar aus der 11. Klasse erklärte, der Schulleiter sei ein Vorbild für alle gewesen und jeder Schüler habe immer versucht, seine Aufmerksamkeit zu gewinnen. „Er war immer sehr verständnisvoll und herzlich und vor allen Dingen war er immer offen für neue Ideen“, so der Schülersprecher. Seine Schülerkollegin Leoni Bergmaier unterstrich die verständnisvolle und offene Art des Schulleiters. So wie viele wird sie ihn künftig am Platz am Kiosk vermissen, an dem Zellmeier so gut wie jeden Morgen stand und für die Schüler ansprechbar war.
Der Plan B
Die Verabschiedung Zellmeiers aus dem aktiven Beamtenverhältnis war der Ministerialbeauftragten Brigitte Grams-Loibl vorbehalten. Sie hatte die Personalakte mitgebracht und meinte „wenn die Personalakte zu dünn ist, dann stimmt etwas nicht. Wenn sie wiederum zu dick ist, dann stimmt auch etwas nicht.“ Die Personalakte von Zellmeier, habe genau die richtige Dicke. Auf ihre Frage, was Zellmeier wohl gemacht hätte, wenn er nicht Lehrer geworden wäre, war die Antwort ganz schnell parat: „Ich wäre Lastwagenfahrer geworden – das war mein Plan B“.
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In seiner Freizeit will sich der 66-jährige Ruheständler seinen Hobbys wie Lesen, Reisen, Sport oder Fotografie widmen. Auch ein Betätigungsfeld im sozialen Umfeld kann er sich vorstellen. Ehefrau Christiane hat auch weitere Ideen: Ihr Mann könnte sich in die „Kunst des Kochens“ einarbeiten und vor allen Dingen wäre es nicht schlecht, wenn man weiß, wie eine Waschmaschine bedient wird. (obm)