Neue Details zu Trumps Gesundheit: EU-Premier nach Treffen „traumatisiert“

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Fico soll über Trumps psychischen Zustand gesprochen haben. Der slowakische Premier und das Weiße Haus dementieren. Die Spekulationen bleiben.

Bratislava/Washington, DC – Der slowakische Ministerpräsident Robert Fico soll sich gegenüber EU-Staats- und Regierungschefs besorgt über den „psychischen Zustand“ von US-Präsident Donald Trump geäußert haben. Doch im Nachgang dementieren alle Beteiligten; das Weiße Haus ebenso wie Fico selbst. Dennoch wirft der Bericht erneut ein Schlaglicht auf die anhaltenden Spekulationen über den Gesundheitszustand des 78-jährigen US-Präsidenten.

US-Präsident Donald Trump soll laut einem Bericht den slowakischen Ministerpräsidenten Robert Fico nach ihrem Treffen in Mar-a-Lago durch seinen psychischen Zustand „traumatisiert“ haben.
US-Präsident Donald Trump soll laut einem Bericht den slowakischen Ministerpräsidenten Robert Fico nach ihrem Treffen in Mar-a-Lago durch seinen psychischen Zustand „traumatisiert“ haben. © IMAGO/RS/MPI/Capital Pictures

Fico gilt als einer der wenigen europäischen Politiker, die sich regelmäßig positiv über Trump äußern. Am Wochenende traf er Trump in dessen Residenz Mar-a-Lago in Florida, um ein Abkommen über die Zusammenarbeit im Bereich der Kernenergie zu unterzeichnen. Die Slowakei plant in Kooperation mit den USA den Bau eines großen Atomkraftwerks. Das geplante Rahmenabkommen umfasst auch Ausbildungs- und Forschungseinrichtungen, die an amerikanische Technologien angebunden werden sollen – dies gilt als Voraussetzung für den Vertrag über den AKW-Bau mit dem Unternehmen Westinghouse. Die Unterzeichnung könnte im kommenden Jahr erfolgen.

Bericht über Trumps psychischen Zustand: Fico und Weißes Haus dementieren Äußerungen

Nach dem Treffen mit Trump sei Fico „traumatisiert“ gewesen, berichtete Politico unter Berufung auf fünf europäische Diplomaten. Der US-Präsident habe einen „gefährlichen“ Eindruck hinterlassen, so Fico demnach. Seine Bemerkungen soll er am 22. Januar am Rande eines EU-Sondergipfels in Brüssel gemacht haben, der wegen der angespannten transatlantischen Beziehungen nach Trumps Grönland-Drohungen einberufen worden war. Dem Bericht zufolge fielen die Äußerungen während einer informellen Diskussion zwischen mehreren EU-Staats- und Regierungschefs, jedoch nicht bei den offiziellen Rundtischgesprächen. Keiner der befragten Diplomaten war selbst anwesend; sie gaben jedoch an, kurz danach von Teilnehmern informiert worden zu sein.

Das Weiße Haus wies die Darstellung scharf zurück. Sprecherin Anna Kelly nannte die Behauptungen „völlig falsche Nachrichten von anonymen europäischen Diplomaten, die versuchen, relevant zu bleiben“. Das Treffen in Mar-a-Lago sei „positiv und produktiv“ gewesen. Ein hochrangiger Regierungsbeamter, der bei dem Gespräch dabei gewesen sei, erklärte, er könne sich an keine unangenehmen Momente erinnern. Das von Fico initiierte Treffen sei „angenehm und normal“ verlaufen.

Weißes Haus weist Darstellung zurück: Sprecherin Kelly nennt Behauptungen völlig falsch

Auch der slowakische Premier selbst streitet die Aussagen ab. Am Mittwoch (28. januar) äußerte er sich auf X zu der Angelegenheit: „Ich muss die Falschmeldungen des Portals Politico über meine Einschätzung meines Treffens mit US-Präsident D. Trump bei einem informellen Gipfeltreffen in Brüssel entschieden zurückweisen. Niemand hat etwas gehört, niemand hat etwas gesehen, es gibt keine Zeugen, aber nichts hat das Portal Politico davon abgehalten, Falschmeldungen zu verbreiten.“ Weiterhin erklärte er, dass er „auf dem informellen Gipfeltreffen in Brüssel nicht gesprochen habe“.

Die offizielle Videobotschaft des Premiers, die er nach dem Treffen mit Trump auf Facebook veröffentlichte, steht ebenfalls im Gegensatz zu dem Politico-Bericht. Fico betonte dort, seine Einladung in Trumps Residenz in Florida sei ein Zeichen des „großen Respekts und Vertrauens“ des US-Präsidenten. Die beiden Staatschefs hätten über den Ukraine-Krieg sowie ihre gemeinsame Ansicht, dass sich die EU in einer „tiefen Krise“ befinde, dikutiert. Gleichzeitig hätten sie, wie Fico es nannte, „informelle und offene Gespräche“ geführt.

Spekulationen über Trump-Gesundheit: Weißes Haus erklärt Blutergüsse und geschwollene Knöchel

Seit seiner Rückkehr ins Oval Office haben genaue Beobachtungen von Trumps öffentlichen Auftritten zahlreiche Gerüchte über seinen nachlassenden Gesundheitszustand ausgelöst. Blutergüsse an seinen Händen erklärte das Weiße Haus damit, dass er „ständig arbeitet und jeden Tag den ganzen Tag lang Hände schüttelt“. Geschwollene Knöchel und Schwierigkeiten beim Gehen führte Pressesprecherin Karoline Leavitt auf eine „chronische Veneninsuffizienz“ zurück. Vollständige medizinische Unterlagen wurden jedoch nicht veröffentlicht – anders als bei früheren Präsidenten.

Um Fragen zu seiner geistigen Fitness abzuwehren, prahlte Trump zudem wiederholt damit, kognitive Tests „mit Bravour bestanden“ zu haben. Der Montreal Cognitive Assessment, den er 2018 und zweimal 2025 absolvierte, ist allerdings eher ein Screening-Instrument als ein diagnostischer Test. Anfang dieser Woche erklärte er gegenüber dem New York Magazine, dass er, aners als sein Vater, nicht an Alzheimer erkrankt sei. (Quellen: Facebook, Kurier, New York Magazine, Politico, X) (tpn)

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